Schlossgut Diel - frischer Wind in ehrwürdigen Gewölben
Das Schlossgut Diel auf Burg Layen ist eines der bekanntesten Weingüter der Naheregion. Schon seit Jahrzehnten, ja Jahrhunderten, wird hier Wein bereitet. Seit 1802 ist das Schloss im Besitz der Familie Diel, welche schon seit dem 16. Jahrhundert im Nahetal Wein angebaut hat. Da ist es kein Wunder, dass die Weine dank so viel Erfahrung und Tradition herausragende Tropfen sind.
Familie Diel - Quelle: schlossgut-diel.com
Heute ist Caroline Diel, studierte Önologin, Schlossherrin und gleichzeitig Betriebsleiterin des Weinguts. Ihr Vater, Armin Diel, ist eine anerkannte Persönlichkeit in der deutschen Weinbranche und hat das Weingut zu internationalem Ansehen geführt. Nachdem er seiner Tochter die Leitung des Weinguts übergab, unterstützt er das Weingut nur noch im Hintergrund. Armin Diel, Vorsitzender der VDP in der Weinbauregion Nahe, war lange Zeit als Herausgeber des Gault Millau, einem der wichtigsten deutschen Wein und Gastronomieführer, tätig. Seit 1993 ist das Weingut Schlossgut Diel ebenfalls im Verband deutscher Prädikatsweingüter Mitglied und wurde im Jahr 2004 von der Zeitung „Vinum“ sogar in die Liste der 111 besten Weingüter der Welt aufgenommen. Diese außergewöhnlichen Erfolge beruhen nicht zuletzt auf den außergewöhnlichen Weinen, für welche die Diels bekannt sind. Und das sind vor allem trockene und feinherbe Weißweine, vorrangig natürlich der Riesling. Als Mitbegründer des „deutschen Barrique Forums“ ist klar, wohin die Reise geht: viele der Weine werden in Eichenfässern aus echter Hunsrücker Eiche ausgebaut.
Die besten Weinbergslagen des Schlossgut Diel sind allesamt rund um die Gemeinde Dorsheim zu finden. Schon 1901, als eine der ersten offiziellen Lagenkarten erstellt wurde, galten die damals noch auf preußischem Gebiet liegenden Weinberge als Weinberge erster Klasse. Auch 1997, als der VDP erneut die Lagen klassifizierte, galten diese noch immer als große Lagen. Die ausschließlich mit Riesling bewirtschafteten Lagen stehen somit schon seit über hundert Jahren für hohe Qualität. Die Lage Goldloch, als Anspielung auf einen fürher bestehenden Goldgräberverein, ist Urgesteinsboden, der mit einer dünnen Lehmauflage bedeckt ist. Die Weine dieses Weinberges zeugen von Kraft, Eleganz und Tiefe. Die Lage Burgberg ist eine Steillage und ist aufgrund ihres einzigartigen Mikroklimas sowie der Bodenbeschaffenheit ideal, um fein mineralische Rieslinge gedeihen zu lassen. Die Lage Pittermännchen, die kleinste der großen Lagen, verdankt ihren Namen einer kleinen Silbermünze des 16. Jahrhundert. Statt Silber ist der Boden hier jedoch mit Schiefer durchzogen und von Quarzit und Kieselsteinen bedeckt, welche den Weinen dieser Lage ihre einzigartige Rasse und Mineralität geben. Seit Caroline Diel gemeinsam mit Kellermeister Christoph Friedrich die Weine in den historischen Kellern des Weinguts Schlossgut Diel bereitet, weht ein frischer Wind um die Kapseln der Weine. Es wird verstärkt auf die Herausarbeitung der Mineraliät geachtet, was den Dielschen Weißweinen gut zu Gesicht steht. Dieser Meinung ist auch der Gault Millau in seiner neuesten Ausgabe: „Die besondere Leistung des Gutes besteht jedoch darin, dass sie in jeder Spielart in Deutschlands Spitze mitspielt.“.
Nicht nur wegen der herausragenden Weine und der tollen Burg lohnt sich ein Besuch auf dem Schlossgut Diel. In den historischen Kellergewölben hat sich 3 Jahre lang der Berliner Künstler Johannes Helle „austoben“ dürfen, was eine komplett neue Sicht auf die sonst so gleichförmige Landschaft aus Hozfässern verspricht.









