Weingut Balthasar Ress - Heimatweine aus dem Rheingau
Über 1.200 Kilometer, von Basel bis zu seiner Mündung in die Nordsee, erstreckt sich der längste Fluss Deutschlands - der Rhein. Entlang des Rheins zwischen Wicker, Flörsheim und Hochheim im Osten und Lorchhausen im Westen findet man eine Vielzahl von Weingütern und Weinbergen mit Weltruf, die zu der über 3500 Hektar großen Riesling-Region - dem Rheingau - gehören. Der Rhein, der hier an einigen Stellen besonders breit wird, spiegelt das Sonnenlicht und reguliert die Temperaturen und schafft somit ideale Bedingungen für den Weinanbau.
Mitten im Rheingau, im beschaulichen Hattenheim, liegt seit mehr als 130 Jahren das Weingut Balthasar Ress. Das Traditionsweingut zeichnet sich durch eine starke Heimatverbundenheit aus und ist stolz auf seine Herkunft. Dies spiegelt sich auch in der Philosophie des Weinguts wieder: “Heimatwein - Nur die Herkunft zählt”. Die Weine sollen ihre Herkunft verkörpern und die Besonderheiten der Rheingau-Lagen in sich vereinen. Typisch für die Weinregion, ist etwa 90 Prozent der Weingutsfläche mit Riesling bepflanzt. In den trockenen und steinigen Südhängen des Rheingaus fühlt sich dieser aufgrund der reichlichen Sonneneinstrahlung sehr wohl. Jedes Jahr entstehen so exzellente Weine, wie zum Beispiel der Hallgarten Hendelberg Riesling trocken 2014.
Den Grundstein für die erfolgreiche Geschichte des Weinguts legte Balthasar Ress 1870 mit der Eröffnung des Gasthofs Ress in Hattenheim. Die Familie Ress war damals schon als alteingesessene Hattenheimer Familie bekannt und bereits über Generationen hinweg im Metzgergeschäft tätig. Zunächst wurden ausschließlich für die eigene gastronomische Tätigkeit Weine erzeugt. Nach dem Ersten Weltkrieg stieg die Familie Ress schließlich in den Weinhandel ein und pachtete einen benachbarten Keller, um ihr Weinportfolio auszuweiten. 1947 gründete Carl Ress, einer der Söhne von Balthasar Ress, die “Balthasar Ress KG - Weingutsbesitzer, Weinkellerei, Hotel Ress”. Ausgehend von einer Weinbergsfläche von nur drei Hektar weitetet das Weingut nun sein Anbaugebiet kontinuierlich aus. Nach und nach übernahm das Weingut weitere Weinberge und auch ganze Weingüter, wie 1950 das Weingut Wilhelm Hess in Rüdesheim. 1963 stieg Stefan Ress in die Weingutsgeschäfte mit ein und sorgte fünf Jahre später für Aufmerksamkeit, als er in einer spektakulären Auktion insgesamt 1,2 Hektar des weltberühmten Hattenheimer Nussbrunnens ersteigerte. Dank dieses Zukaufs konnte dort drei Jahre später bereits die erste Trockenbeerauslese produziert werden. Nach dem Tod von Carl Ress wurde 1976 das Weingut Balthasar Ress vom Kellereigeschäft getrennt und weiter ausgebaut.
Heute führt Stefan Ress zusammen mit seinem Sohn Christian Ress die Geschäfte des Weinguts. Die Weinbergsfläche erstreckt sich über 46 Hektar und verfügt über einzigartige Hänge. Neben seiner Tätigkeit als Weingutsleiter, wurde Stefan Ress 1993 Vorsitzender des Regionalverbands VDP und sieben Jahre später Rheingauer Weinbaupräsident. Christian Ress stieg vor 17 Jahren, in der fünften Generation, in den Familienbetrieb ein. Zuvor war er unter anderem in Bordeaux, London und New York beruflich tätig. Durch seinen kompromisslosen Qualitätsanspruch und Projekte, wie dem nördlichsten Weinberg auf Sylt, der Eröffnung der “wineBANK” oder der Versenkung eines Weins im Diezer See beschert er dem Unternehmen nicht nur viel Aufmerksamkeit, sondern führte das Weingut an die Spitze der deutschen Rieslingerzeuger.












