Was bisher geschah:
Ich gebe es ja zu; Ich habe diesen Blog hier ein wenig hängen gelassen.
TL;DR(To Long; Didn’t Read): Wir wurden aus der Ferne besucht, wir wurden aus der Nähe besucht, ich habe die Ferne mit dem Fahrrad besucht (dumme Idee), wir haben Aalborg (auch in der Ferne) per Anhalter besucht (deutlich bessere Idee).
An dem Wochenende nach dem zuletzt beschriebenen wurden wir von den beiden tollen Freiwilligen auf dem Knivsberg besucht. Leider konnte ich deren Besuch nicht vollkommen ausnutzen, weil ich aus [nicht für das Internet bestimmten] Gründen am Sonntag sehr früh nach Deutschland gefahren bin. Trotzdem war es sehr schön mal nicht “alleine” zu zweit am Wochenende zu sein, anderen Leuten das Gelände zu zeigen und am Samstag mit warmem Frühstück geweckt zu werden. Bei meinem Besuch in Deutschland haben meine Eltern mir eine (telefonisch getroffene) Auswahl meiner Bilder mitgebracht, an denen ich hier hoffentlich in wenig weiter arbeiten kann.
In der folgenden Woche haben wir den schönen Satz “You guys are popular with the girls” zu hören bekommen, weil sowohl die jetzigen, als auch die letzten Freiwilligen von der 2 km entfernten Einsatzstelle zu Besuch waren (vier Mädchen). Die letztjährigen Freiwilligen waren gekommen, um sich am Wochenende den alljährlichen Weihnachtsmarkt ihrer ehemaligen Einsatzstelle anzusehen.
Auch an diesem Wochenende konnte ich die schönen Aktivitäten nicht genießen, weil ich mich über mein verlängertes Wochenende mit dem Fahrrad 125 km in Richtung Süden aufgemacht habe. Zumindest wären es “nur” 125 km gewesen, wenn ich die richtige Route genommen hätte. Weil mir aber “mein” Handy auf der Fahrt ausgefallen ist, habe ich mich mehr nach Gefühl und größeren Städten orientiert und war im Endeffekt 11 Stunden am Stück unterwegs. Bei einer Startzeit von 13:40 (ca.) macht das eine Ankunft von 00:40. Über diese Fahrt wollte ich eigentlich einen eigenen Blogpost machen, weil dort eine Menge passiert ist, jetzt wird einfach nur dieser Post sehr lang. Auch auf meiner initialen Fahrt nach Dänemark habe ich immer nur eine Flasche Wasser mit gehabt, und wenn diese leer bei fremden Leuten geklingelt und sie mir auffüllen lassen. Hat immer geklappt. Dieses Mal habe ich allerdings mitten in der Nacht gemerkt, dass meinem Körper kein Wasser, sondern vielmehr Nahrung fehlt. Um 23:30 hatten auf dem Weg aber alle Tankstellen entweder schon zu, oder keinen angegliederten Laden. Zum Glück bin ich aber nicht der einzige nachtaktive Mensch, weshalb ich bei einem beleuchteten Haus geklingelt habe. Nach ein paar Minuten ohne Antwort, leuchtete mir plötzlich aus Richtung der Straße eine Kopflampe ins Gesicht. Vor mir stand ein Mann, der mit einer Sackkarre eine Waschmaschine transportierte. Er stellte sich als Besitzer des Hauses heraus und konnte mir Rugbrød med Leverpostej (Roggenbrot mit Leberpastete) anbieten. Da in seinem Haus aber seine Kinder schliefen, habe ich draußen von der Waschmaschine gegessen. Für die Rückfahrt habe ich die Fahrradstrecke ein wenig verkürzt, in dem ich von Kolding nach Horsens den Zug genommen habe. Man muss sich auch eingestehen können, wenn etwas eine dumme Idee war.
Jetzt fehlt nur noch ein Wochenende, und dann bin ich wieder in der Gegenwart angekommen.
An besagtem Wochenende sind @karlojur94 und ich nach Aalborg getrampt. Aalborg ist nicht nur eine schöne Stadt, aus der Jørn Utzon (der Architect des Sydney Opera House) kommt, und welche an zwei Fjorden liegt (einer von Osten, einer von Westen), Aalborg hat auch eine Universität, welche zwei für mich interessante Studiengänge anbietet (Robotics; Electronics and Computer Engineering). Die Universität hat diese beiden Studiengänge aber auf zwei Standorte verteilt, Aalborg und Esbjerg. In Aalborg haben wir ein wunderbares Wochenende gehabt, nicht zuletzt wegen unserer tollen Couchserfing-Hosterin. Wir haben gut gegessen, waren in einem Genbrug (vergleichbar mit einem Second-Hand-Laden, aber nicht nur für Kleidung) haben das “Utzon Center” besucht und die berühmte “Jomfru Anes Gade” kennengelernt.
Die jetzige Woche ist gefüllt mit Essen, ich stand Montag und Dienstag in der Küche um einen Krankheitsfall zu ersetzen, am Montag hatte ich außerdem Juleafslutning (wörtlich: Weihnachtsabschluss) in der Sprachschule. Am Mittwoch war Juleafslutning beim Bowlen und heute (Donnerstag) hat ganz Tornsbjerggård Julefrokost (wörtlich: Wihnachtsmittagessen) gehalten.













