23. Juli 2020
Auf den letzten Drücker
Wir haben einen Seifenroboter. Der kann nichts außer Seife spenden, wenn man oben draufdrückt. Und dabei wie ein Roboter aussehen. Das kann er auch.
Leider war kürzlich nach jahrelangem Gebrauch das obere Teil abgebrochen, auf das man drückt und aus dem dann die Seife herausquillt. Ich schaue mir das genauer an und denke: Ha, kein Problem! Ich setze einen Hülse ein, also ein Röhrchen, das den oberen wieder mit dem unteren Teil verbindet.
Schnell ein Stückchen Aluminium-Rundmaterial in die Drehmaschine eingespannt, hohlgebohrt und auf den passenden Durchmesser abgedreht. Dann noch ein paar Rillen in die Oberfläche, damit das Teil nicht verrutscht. Fertig.
Beim Montieren platzt das alte Röhrchen im Roboter dann leider auf, sowohl unten als auch oben. Schöner Mist! Ich werfe den ganzen Kram in die Ecke. Mein Blick fällt auf einen alten, leeren Seifenspender. Ein Einwegspender! Eigentlich ja unglaublich. Die Pumpe funktioniert noch ganz wunderbar! Ich gucke mir das Teil genauer an und probiere mal, wie er sich mit dem Seifenspenderoboter versteht. Und siehe da: Passt! Das Gewinde ist das gleiche. Habe ich den blauen Freund auf den letzten Drücker also doch noch repariert. Das Ergebnis zählt!
(Markus Winninghoff)















