Der Weihnachtscircus William ist wieder zu Gast in Berlin. Mit einem interessantem Programm werden Jung und Alt fantastisch unterhalten. Der Circus William hat sein Zelt an der Landsberger Allee/Schalkauer Straße aufgeschlagen und erwartet seine Besucher bis Januar 2018. Es ist auf jeden Fall ein Muss für jeden Zirkusfreund und die, die es werden wollen. Tiere, Sensationen, Attraktionen beim Circus William.
Manchmal liest man schon erstaunlich sensationelle Sachen, wenn man nach Russland-Nachrichten sucht.
Meistens aber überall das gleiche über kaum wechselnde Themen - wie soll unsere Anna Nikonova da eine unterhaltsame Läster-Session über Russland-Klischees aufbauen? Sie hat es geschafft mit der üblichen Mischung: Ein bisschen Trump, ein paar missverständliche deutsche Schlagzeilen, etwas Dialog-Gesülze mit Säbelrasseln und ein großer Schuss sarkastischer Ironie, weil der zu ihrer Freitagsreihe Russland.live nun mal dazu gehört.
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Fernseher, Smartphones, Sensationen: Highlights der CES 2013
Der taiwanische Hersteller Magic Protection Technologies nutzte die CES 2013 um neuartige Bluetooth Handschuhe vorzustellen. Diese bieten sich vor allem im Winter an, da man trotz dieser Handschuhe sein Smartphone ohne Probleme bedienen kann.
buzz: ces 2013..
Eine Freundin meinte mal, dass die meisten, die ins Ausland aufbrechen, an dem Punkt aufhören darüber zu schreiben, an dem es Alltag geworden ist.
Für mich liegt die Länge des Abstands zwischen zwei Texten eher darin, dass mich das, was passiert, für den Moment genug beschäftigt.
Abgesehen davon ist alles ein bisschen mehr Alltag geworden, aber innerhalb dieses Rahmens ist viel passiert - und für viel passiert reicht schon, dass ich aufgehört habe zu rauchen. Als jemand, der zwanzig Zigaretten am Tag ohne zu Zögern weggeraucht hat, ist das eine große Veränderung. Ich rieche plötzlich mehr, ich habe mehr Zeit in einer Stadt, in der ich mangels anspruchsvollen Beschäftigungen tendenziell ohnehin zuviel Zeit habe und ich kann mich, wenn ich zum Smalltalk gezwungen bin, nicht mehr meiner Zigarette zuwenden und dem Rauch hinterherstarren. Noch ist Nikotin in meinem Körper, aber es wird weniger während ich vor meinem halbkaputten Laptop sitze und zum ersten Mal seit Jahren Sätze aneinanderreihe ohne dabei Zigaretten und Aschenbecher neben mir zu wissen. Mein Körper dankt mir mit wachsender Fitness und mein Geist damit, dass er nicht mehr von Nikotin und Tabakindustrie verarscht wird.
Schimmel an der Decke, WG-Dramen, Alltag zwischen Sensationen »
Im Moment bin ich gut darin, wütend zu sein. Abgekriegt haben das bisher ein machoesker Busfahrer, die Leute im Apple-Service-Laden, die ich viermal aufsuchen musste (jedes Mal wegen des Verkehrs ca. eine Stunde Hin- und eine Stunde Rückweg) bis ich ein wenigstens arbeitsfähiges Macbook zurückbekommen habe und mein bislang sehr geschätzter Hauptmieter-Mitbewohner, wobei ich in diesem Fall meine Wut so gut wie möglich in Diplomatie kanalisieren musste. Die Decke meines Zimmers schimmelt inzwischen schon in zwei Ecken. Das liegt unter anderem daran, dass die Wohnung schlecht isoliert ist, viele Fenster hat und trotz nächtlicher Kälte über Wochen nicht beheizbar war. Und es liegt daran, dass mein Mitbewohner, der - es sei ihm gegönnt - mithilfe der hohen Miete ein kleines Privatbusiness mit seinen ausländischen MitbewohnerInnen betreibt, nicht willens war und ist, Geld für diese Beheizung auszugeben. Das führte zuletzt zu dem absurden Ergebnis, dass er mehrmals täglich - wenn er weiß, dass ich entweder schon schlafe oder aus dem Haus bin - in die Küche geht und von dort aus die Heizung in der gesamten Wohnung abdreht und ich Stunden später entweder durch die Kälte aufwache oder nach Hause komme und meinen Parka am liebsten anbehalten würde. In beiden Fällen ist es dann nicht nur kalt, sondern auch feucht in der Wohnung. Und er schleicht in meinem Zimmer herum und sagt dann: "Oh, Eva, you tried to clean the black stuff from your ceiling." Und das ist nur die aktuelle Eskalationsstufe. Davor kamen "turn the light off, Eva, please" und überprüfende SMS, ob ich beim Verlassen des Hauses nun wirklich das Licht ausgeschaltet habe (nicht, dass es zu solchen Fragen Anlass gegeben hätte). Und eine SMS mit dem Inhalt "is everything ok?" wenn er wusste, dass ich mit mehr als zwei Freunden in der Wohnung war und gegessen und Wein getrunken habe.
Wegen der Diplomatie habe ich eine Allianz mit meinem spanischen Mitbewohner gebildet und bisher nur geäußert, dass wir uns unterhalten sollten und ich mich dann wohler fühlen würde. Das Interessante an dieser Geschichte ist das déjà vu, das sie verursacht. MitbewohnerInnen, die mich überprüfen, zu viel Geld verlangen, ihre Wohnungen einem persönlichen Kontrollzwang unterwerfen. Ich bin diejenige, die solche Geschichten von denen, die ich kenne am intensivsten erlebt, weil ich meinen Mund nicht halten kann und Privatsphäre und Entscheidungsfreiheit über den Wohnraum einfordere, für den ich bezahle. Und natürlich sind nicht alle WGs hier so. Aber Geschichten, die ähnlich klingen gibt es ein paar - und ich habe abgesehen von ungefilterten Spekulationen wirklich keine Ahnung, woran das liegt. Vermutlich werde ich in ein paar Monaten, wenn ich zurück in Berlin bin, über die vielen Fragen lächeln, die ich in solchen Situationen habe, und auch über alle sonstigen Sachen, die nicht auf Anhieb funktionieren oder verständlich sind. Aber einstweilen fühle ich mich weiterhin zumindest in Teilen meiner Souveränität beraubt, weil ich bereits aufgrund der Sprache darauf angewiesen bin, Leuten zu vertrauen, die im ungünstigen Fall hinterher in meinem Zimmer rumschleichen wenn ich nicht da bin um sicherzugehen, dass ich mich korrekt verhalte.
So, das ist es, was mit der Zeit kommt, je länger man da ist: Ernüchterung. Kein Nachteil in Anbetracht der Gelassenheit gegenüber neuen Sensationen, weil sie Platz schafft in meinem Kopf für Dinge, die wirklich wichtig sind. Ich kann sie näher und mit mehr Ruhe betrachten und außerdem zwei Mal hintereinander in dieselbe Bar gehen, weil sie schön ist. Die Sensationen sind immernoch da und ich sehe sie mir aus der Ferne an, wenn ich die Fähre nehme, aber oft nurnoch, wenn ich von dem aufblicke, was ich gerade lese. Und dann freue ich mich, still.
Und ich freue mich auch über meinen gestern gebuchten Rückflug.