Wenn man Kommentare von so manchen Männern liest, fragt man sich: "Warum gehst du nicht zur Therapie?"
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Wenn man Kommentare von so manchen Männern liest, fragt man sich: "Warum gehst du nicht zur Therapie?"
Mann wie Du - Big O & Vita
Mit seinem Kurs der militärischen Härte zerstört Israel nicht nur die palästinensische Existenz, sondern gefährdet auch die eigene. Eine Kol
Kolumne Berliner Zeitung 22.9.2025
Weg ins Verderben. Wie Netanjahu sein Land international isoliert.
Mit seinem Kurs der militärischen Härte zerstört Israel nicht nur palästinensische Existenz, sondern gefährdet auch die eigene. Eine Kolumne.
Israel unter Benjamin Netanjahu marschiert sehenden Auges in die selbstverschuldete Isolation. Diplomatie? Zeitverschwendung. US-Präsident Donald Trump und Deutschland hat man in der Hand, alle anderen sind „Antisemiten“, „Israelhasser“ oder „Verräter“. Verhandlungen? Unnötig. Wozu Kompromisse schließen, wenn man alles mit Gewalt erreichen kann. Sicherheit? Gibt es nur made in Israel – im Alleingang und mit militärischer Härte.
Diese Haltung ist nicht neu, aber so offensichtlich wie nie. Während man den Verbündeten früher mit Floskeln, Lippenbekenntnissen oder Schweigen half, die Augen vor der Realität zu verschließen, sagt diese Regierung offen, was sie vorhat und arbeitet konsequent an der Umsetzung: palästinensische Lebensgrundlagen in Gaza zerstören, möglichst viele Menschen vertreiben, das Gebiet wiederbesetzen und besiedeln, die Westbank annektieren, einen palästinensischen Staat verhindern, ein jüdisch-suprematistisches Groß-Israel vom Jordan bis zum Mittelmeer errichten und Drittstaaten bombardieren, wann immer man das für nötig hält. Übersetzt in humanitäres Völkerrecht heißt das: Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Genozid.
Diplomatische Lösungen sind nicht erwünscht, denn Geiselabkommen, Waffenstillstand und Zwei-Staaten-Modell stören die Pläne der messianischen Siedler und Ethnonationalisten, die Israel zu einem faschistischen Apartheid-Staat machen wollen. Dabei handelt es sich nicht um ein paar radikale Spinner, sondern die derzeit dominierende politische Kraft des Landes, längst besetzen sie staatliche Schlüsselpositionen in Politik, Polizei und Geheimdiensten.
Zehntausende Kritiker im eigenen Land und die Angehörigen der Geiseln werden ignoriert, was für Netanjahu zählt, ist der eigene Machterhalt. „Wir gegen den Rest der Welt” lautet das Credo seiner Koalition – und genau damit führt sie Israel ins Verderben. Denn Sicherheit gibt es nur durch Verständigung und Gleichberechtigung, sie lässt sich nicht einseitig herbeibomben, weder in Gaza und in der Westbank noch in Syrien, Qatar, im Libanon oder Jemen.
Selbst wenn man alle Hamas-Führer ermordet, werden neue nachwachsen, solange die Besatzung anhält. Staaten wie Syrien, Libanon und Jemen zu destabilisieren, macht die Region nicht sicherer, sondern unsicherer. Die Machthaber am Golf zu brüskieren, wird sie von den USA entfremden und weitere Abraham-Abkommen verunmöglichen. Warum sollten sie mit milliardenschweren Waffendeals amerikanische Sicherheitsgarantien erkaufen, wenn Trump seinen Freund Netanjahu nicht mal von einem Angriff auf Katar abhalten kann? Warum Beziehungen zu einem Israel aufnehmen, das die Völker und Länder der Region dominieren möchte? Und auch wenn Europa nicht mit einer Stimme spricht – abgesagte Waffengeschäfte, gezielte Sanktionen und weniger Handel machen sich in Israel bemerkbar.
Netanjahu schwört seine Landsleute deshalb auf Isolation ein, träumt von „Super-Sparta“, fordert „Selbstversorgung“ und „radikale Deregulierung“, denn das Leben sei wichtiger als das Gesetz. Was er damit meint? Weniger Rechtsstaatlichkeit, eine Militarisierung der Gesellschaft und freiere Hand beim Geldausgeben – für Waffen, Siedlungen und neue Schulbücher.
Deutsche Politiker und Medien machen sich derweil im In- und Ausland und selbst in Israel lächerlich, indem sie noch immer Netanjahus Behauptungen nachplappern – die Propaganda einer Kriegspartei, die seit 23 Monaten von unabhängigen Menschenrechtsorganisationen, internationalen Gerichten, UN-Gremien, israelischen Journalisten und sämtlichen humanitären Hilfsorganisationen widerlegt wird.
Wer die Mittel hat, aber nichts tut, um einen Genozid abzuwenden, wird zum Komplizen. Deutschland und seine Politiker werden sich dafür vor Gericht verantworten müssen. Die erste Anzeige gegen sieben Politiker und vier Rüstungsmanager liegt bereits bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Und weder das Völkerrecht noch das Grundgesetz kennen eine Staatsräson, der zu folge man einen anderen Staat ins Verderben begleiten muss.
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das weiß ich auch nicht so genau, warum ich derzeit weniger schreibe, ich weiß ja nicht einmal, warum irgendeine hackfresse da draußen laut musik spielt, obwohl ich das gar nicht hören möchte, irgendwie ist die welt halt wie sie ist, ein ort der nichterfüllung mit gelegentlichen ausnahmen, an denen hält man sich halt fest, jedenfalls habe ich das jetzt gerade einmal runtergeschrieben und nun ist es auch gut.
i do not know exactly why i'm writing less at the moment, i don't even know why some rascal out there is playing loud music, although i don't want to hear it, somehow the world is just as it is, a place of non-fulfilment with occasional exceptions, you just hold on to them, at least i just wrote these words down and now it's good too.
"Kommentare ändert die Welt nicht."
Kontra K, Instagram Story
Wer schön sein will muss leiden
Ich möchte auch noch einmal kurz etwas zu der Redensart “Wer schön sein will muss leiden” festhalten, die mir gerade wieder so im Kopf herum schwirrte. Einerseits wäre die Etymologie des Ganzen sicherlich interessant, aber hauptsächlich möchte ich kurz noch mal darauf eingehen, dass dieser Spruch allzu häufig nur sehr einseitig ausgelegt, bzw. angewendet wird. Die Situationen, in denen “Wer schön sein will muss leiden” meistens angebracht werden, sind diejenigen, in denen jemand gerade Leid erfährt, das aber Teil einer Aktivität ist die irgendwie “Schönheit” bringen soll. Inklusive enger Kleidung, Köpermutilitation (ja, dazu gehören auch Diäten etc.) oder sonstiger Dinge die zu der Darstellung des typischen Schönheitsideals gehören. Das heißt, das Ganze wird so ausgelegt, als ob man, um Schönheit zu erreichen grundsätzlich leiden/Leid erfahren muss; als ob Leid eine Prerequisite für Schönheit wäre, ein notwendiger Schritt dorthin. Was “Wer schön sein will muss leiden” allerdings tatsächlich ausdrückt ist, dass derjenige, der “schön” im ideal typischen Sinne sein will, eben gerade dadurch Leid erfahren muss: durch jenen Willen. Das heißt, das Erreichen-Wollen der sogenannten (unerreichbaren) Schönheit ist eben das, was Leid verursacht. In dieser Gesellschaft gezwungen zu sein, einem Ideal hinter her zu hungern (nicht nur metaphorisch), ist leidvoll. Wer auch immer den Wille hat “schön” zu sein, leidet darunter. Und das sind leider fast alle von uns, ob gewollt, oder auch nicht. Mit dem allgemeinen Wille dazu müssen wir uns alle auseinander setzen. Lauren Berlant würde das ganze vielleicht “cruel optimism” (dt. grausam-gemeiner Optimismus) nennen. Optimismus, der uns zur etwas Schönerem führen soll, uns aber gerade damit den Weg zum Schöneren verstellt. Wer schön sein will, muss (darunter) leiden.
Volle Windel und jetzt? - Kommantar von Mjølnir
Volle Windel und jetzt? – Kommantar von Mjølnir
Hallo Ihr Lieben. Viele werden sicher schond den Kommentar von Mjølnir zu meinem letzten Artikel “Volle Windel und jetzt?” gelesen haben. Da der Kommantar so umfangreich ist, möchte ich Euch deisen gerne präsentieren und habe diesen auch um ein paar meiner Kommentare und Erfahrungen ergänzt. Meine Ergänzungen könnt Ihr an der kursiven Schrift erkennen.
Hier also der Kommantar:
Gut…
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ich kann mich noch erinnern wie du mich angeschrieben hast.
ich kann mich noch an jedes wort, jedes kommentar, jede einzelne nachricht erinnern.
ich kann mich noch an jeden funken aufmerksamkeit erinnern den du mir geschenkt hast.
und du?
kannst du dich noch daran erinnern?
weißt du überhaupt noch wer ich bin?