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Eine Stadt der Superlative
Nach der kurzen, verdammt kalten Tage in Istanbul ging es über Nacht weiter nach Dubai. Schon am gleichen Tag war ich an der Dubai Marina Bay, von wo man einen tollen Ausblick auf die Skyline Dubais hat - vor allem auf das geschwungene Gebäude. Ich fand es ziemlich verrückt zwischen all diesen hohen Gebäuden zu stehen und kam mir extrem klein vor. Die Stadt erinnerte mich auf den ersten Blick an eine Pappstadt (ähnlich wie Las Vegas) oder eben an eine Modellstadt, die mir irgendwie unecht erschien.
Außerdem war ich das erste Mal in einem arabischen Land und war total hin und weg von der Sprache und auch der Tradition dort.
Ich kann jedem ebenfalls empfehlen einmal im 7 Sterne Restaurant des Burj Al Arab Essen zu gehen. Zumindest denen, die es sich leisten können. Hier muss ich anfügen, dass ich diese Reise natürlich geschenkt bekomme habe und somit keinerlei Gedanken an Geld vergeudet habe. Das Essen ist nur einfach wunderbar. Allgemein im ganzen Land.
Am zweiten Tag in Dubai habe ich mich am Jumeirah Beach etwas ausgeruht. Man liegt direkt am persischen Gold und hinter einem die riesigen Wolkenkratzer.. Also, es ist wirklich ein wenig unreal. Vor allem, wenn dann noch ein Araber mit seinen zwei Kamelen am Strand vorbeigeritten kommt..
Außerdem habe ich mir das “alte” Dubai angeguckt, was nicht unbedingt eines der großen Anlaufziele der Touristen ist. Aber vielleicht deshalb umso schöner. Hier sind kaum Wolkenkratzer zu sehen und ist direkt am Creek. Man kann dort mit einem Wassertaxi übersetzen und durch das alte Dubai fahren. Auf jeden Fall eins meiner Highlights! Abends war ich noch bei den Wasserspielen am Burj Khalifa - ähnlich wie in Las Vegas. Am Morgen darauf ging es dann auch mit 35km/h hoch hinaus auf den Aussichtspunkt des Burj Khalifas, des höchsten Gebäudes der Welt (aber nicht mehr lange, denn bis 2020 zur Expo in Dubai wird ein noch höheres Gebäude gebaut - eine Mischung aus Burj Khalifa und dem Eifelturm). Verrückt, sag ich euch! Das ist alles ziemlich verrückt. Aber trotz alledem hat diese Stadt ihren Reiz und ihren Charme. Auf jeden Fall ist es eine Reise wert - und vielleicht auch eine Zweite!
Eine Wüstensafari habe ich auch mitgemacht, nur kann ich diese nicht wirklich empfehlen, da es sich hier eher um Massenabfertigung handelte. Leider. Aber sicher gibt es noch andere Anbieter, die dies anders handhaben. Zumindest ist es trotzdem mal ein Erlebnis in der Wüste zu sein!
Was ich noch erlebt habe: eine Fahrt durch die Berge, in denen die Nomaden leben und arbeiten. Baden im indischen Ozean in Fujairah, einem anderen Emirat. Klar, in der Dubai Mall war ich auch unterwegs. Kamelrennen an der größten Kamelrennstrecke der Welt und Ferrari World angeschaut.
Wenn ihr irgendwann mal in den VAE unterwegs seid, fahrt mal nach Al Ain in die Oase. Dort ist es wirklich schön und ihr bekommt die leckersten Datteln der Welt..
Mein absolutes Highlight jedoch war der Ausflug nach Abu Dhabi, der Hauptstadt. Hier steht die weiße Moschee. Für mich das schönste Gebäude, was ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Wie aus 1001 Nacht. Unglaublich, wie schön es dort ist.
An sich kann ich einfach Abu Dhabi empfehlen, leider habe ich hier nicht so viel Zeit verbracht. Aber hier kann man ruhig ein paar mehr Tage verbringen. Die Skyline ist nicht so hoch und voll wie in Dubai. Außerdem gibt es schöne Strandpromenaden direkt am Wasser, unzählige angelegte Parks und man fühlt sich wohl. Dubai und Abu Dhabi sind außerdem extrem sauber. Ich habe gesehen, wie in Dubai sogar die Straßen gewischt wurden, so sauber sind sie dort.
Trinkt Kardamom Tee und esst Datteln, lasst euch einladen und kostet Umm Ali - super lecker!
Dubai und Abu Dhabi sind auf jeden Fall eine Reise wert. Beides Städte der Superlative, aber man erfährt viel vor allem über den Scheich und was er alles in sein Land investiert, damit es so aussieht wie es aussieht und die Einwohner so glücklich sind, wie sie sind. Es ist eine ganz andere Welt als unsere, aber man sollte sich öffnen für neue Kulturen und Bräuche. Man kann so viel lernen.
Auf jeden Fall steht jetzt auf meiner Reiseliste ein neues Land: der Oman. Ich habe von so vielen Menschen gehört, dass der Oman so unglaublich gastfreundlich und aufregend sein soll. Das Orientalische mag ich sehr und ich denke, dass es beispielsweise in Muscat keine so hohe Skyline geben wird. Hier lernt man das Leben der Nomaden und Araber wahrscheinlich noch besser kennen.
Und wer es noch nie getan hat, sollte unbedingt einmal im Winter in die Sonne fliegen. Für mich war es so erholsam, weil ich eine kleine Sonnenanbeterin bin und in Dubai 30 Grad in der Sonne waren. Es tat gut und ich konnte meinen kleinen Akku wieder ein wenig aufladen.