Technikaspekte von Jackentaschen
Im Winter 2008/2009 kaufe ich mir eine gefütterte Winterjacke. Sie hat die üblichen Taschen – zwei innen und zwei außen mit senkrechten Reißverschlüssen, in die man die Hände stecken kann. Zudem noch zwei Taschen außen am linken Oberarm, die ich für modischen Schnickschnack halte, die mich aber auch nicht stören.
Im März 2009 fahre ich in einen Skiurlaub nach Österreich, und spätestens hier erweisen sich zwei der Jackentaschen als technisch sinnvoll. Die linke Innentasche hat nämlich ein Fenster aus durchsichtigem Plastik, durch das sich der Touchscreen meines frisch erworbenen ersten iPhones nicht nur betrachten, sondern auch durch Tippen bedienen lässt. Man muss dazu zwar immer noch die Handschuhe ausziehen, aber die Gefahr, dass einem das teure neue Gadget aus klammen Fingern in den Tiefschnee fällt, ist zumindest reduziert. Da Smartphones noch nicht sehr verbreitet sind, vermute ich, dass diese Tasche ursprünglich eher für iPods und normale Handys entworfen wurde.
Jackentaschen mit Sichtfenster erleichtern auch die Beantwortung der ewigen Frage “wo ist eigentlich mein Headset?”
Auch die Tasche an der linken Schulter erweist sich als nützlich. Hier kann man den Skipass verstauen – eine mit einem RFID-Chip bestückte Plastikkarte, die man an jedem Skilift an ein Lesegerät halten muss, um die Zugangskontrolle zu passieren. Diese Lesegeräte sind praktischerweise stets auf der linken Seite und ungefähr in Höhe meines Ellbogens angebracht, sodass ich mich mit dem Skipass in der Außentasche nur leicht zu bücken und nach links zu lehnen brauche, bis mir ein Piepston den Lesevorgang bestätigt.
Hier entfällt also das Gefummel mit unbehandschuhten Fingern ganz. Nur manchmal muss ich mich etwas ausgiebiger mit der Schulter am Lesegerät reiben, bis der Skipass erkannt wird.