Nach dem 0:3 gegen Weißensee wollten wir gegen den SV Empor eine Reaktion zeigen, die deutlich macht, dass wir oben mitspielen wollten. Leider ist uns dies nicht gelungen. Vor allem im ersten Durchgang zeigten wir einen ängstlichen Auftritt, in dem wir die Zweikämpfe scheuten, die Abstände zwischen den Ketten nicht hielten, den Gegenspielern zu viel Raum ließen und in schwachen 1-gegen-1-Situationen die Bälle verloren. Diese Summe an Schwachstellen machten es Empor leicht, uns in der ersten Halbzeit auseinanderzunehmen.
Natürlich befinden sich die Spieler in einer Phase, in der es zu körperlichen Veränderungen und stetigen Formschwankungen kommt. Hier fehlte es aber vor allem an einem Willen, sich gegen einen scheinbar überstarken Gegner zur Wehr zu setzen. Zwar brachten gezielte Wechsel etwas mehr Stabilität ins Abwehrspiel. Aber erst durch eine deutliche Motivationsrede und dem Aufzeigen der eklatanten Fehler in der Halbzeitpause brachte eine grundlegende andere Einstellung zum Spiel zustande. Der Gegner wurde besser angelaufen, im Team unter Druck gesetzt, die Räume eng gehalten bei gegnerischem Ballbesitz. Leider nutzten wir die Ballgewinne nicht und vergaßen vor lauter Abwehreifer wieder auszuschwärmen, um den Ball und Gegner laufen zu lassen.
Dennoch belohnte sich das Team mit einem gut herausgespielten Tor und hätte mit mehr Überblick durchaus noch besser in der zweiten Halbzeit performen können. Somit blieb es bei einem auch in der Höhe verdienten 7:1 (5:0) für die Gastgeber. Und wir haben für die kommenden Wochen einen Rucksack voller Aufgaben, die wir abzuarbeiten haben.