Ein Rückblick auf meinen Urlaub in Bad Bevensen vom 31. August bis zum 6. September 2025. Und natürlich beginne ich mit dem Wichtigsten: dem Radfahren. Das Radfahren Mein Radeln war in diesem Urlaub eine Art Generalprobe für einen ganz bestimmten Modus: Mein Brompton G Line in eine Tasche packen, es im Gepäckraum verstauen und am Urlaubsort damit die Gegend unsicher machen. Was soll ich sagen – die Generalprobe gelang auf Anhieb. Genau so, wie ich es mir gedacht hatte: GSpot (so der liebevolle Spitzname meines Faltrades) fuhr brav im Bauch des Busses mit, stand halb gefaltet im Hotelzimmer und meisterte anschließend wirklich alle Strecken und Bodenverhältnisse mit Bravour. Ein Rad, das seinen Besitzer versteht: Es brachte mich hin, wo ich wollte, und das so, wie ich es wollte. Komoot und die Tücken der Wegwahl Das Radeln rund um Bad Bevensen ist allerdings nicht ganz ohne. Zur Orientierung nutzte ich Komoot – eine großartige App, solange man ihr die richtigen Anweisungen gibt. Anfangs wählte ich den normalen Fahrrad-Modus. Fehler! Denn prompt schickte mich die App über Feld- und Waldwege, die man wohlwollend als „naturbelassen“ bezeichnen könnte. In Wahrheit waren sie zugewachsen, durchsetzt mit Wurzeln und mit Spuren so schmal, dass selbst Eichhörnchen zweimal überlegen würden, ob sie dort entlangflitzen. Einmal endete die Fahrt sogar in knöcheltiefem Sand. GSpot und ich mussten kapitulieren und schieben – eine Stelle, die ich in Komoot augenzwinkernd als „Highlight“ markierte und gleich der Kreisverwaltung Uelzen meldete. Schließlich gehört dieser Weg zur offiziellen Radwegweisung! Nach diesem Abenteuer dämmerte mir: Sag Komoot einfach, dass du mit dem Rennrad unterwegs bist. Und siehe da – die Routen wurden sofort entspannter. Asphaltierte Wege, teils sogar gepflegt, und manchmal richtig idyllisch. Ab da lief’s rund. Der Elbe-Seitenkanal – meditativ, aber geradeaus Besonders oft landete ich am Elbe-Seitenkanal. Dort Rad zu fahren hat etwas Meditatives: das Wasser glitzert, die Strecke zieht sich schnurgerade dahin, und der Kopf wird frei. Für eine Weile tut das richtig gut. Aber nach einigen Kilometern kann man auch ehrlich sagen: spannend ist anders. Als schneller Zwischensprint aber ideal – und immerhin verbindet der Kanal die drei Städte, die meine wichtigsten Ziele waren: Uelzen, Bad Bevensen und Lüneburg. Besonders cool: die beiden gewaltigen Schiffshebewerke bei Uelzen und Scharnbeck, die ich natürlich beide erradelt habe. Riesige Bauwerke, die Schiffe wie in einem Fahrstuhl heben und senken – Technik, die staunen lässt. Unterm Strich sind in den sieben Tagen (42 Kilometer gleich am Anreisetag eingeschlossen) stolze 400 Kilometer zusammengekommen. Da kann man nur sagen: Lief! Dank GSpot. Die Städte – drei verschiedene Charaktere Natürlich führten mich meine Fahrten auch über Land. Aber ehrlich: Die Heidelandschaft hat mich nicht so gepackt, wie ich es erhofft hatte – obwohl eine Kutschfahrt durch die Heide durchaus ihren Reiz hatte. Ganz anders dagegen die Städte, die ich erkundet habe. Die waren wirklich beeindruckend. Lüneburg Die größte im Trio hat mich regelrecht überwältigt. Ihre historische Altstadt mit den schiefen Giebelhäusern, das lebendige Treiben, die unzähligen Backsteinbauten – ein Traum für Radler und Flaneure. Mein persönliches Highlight bleibt der Aufstieg auf den imposanten Wasserturm, den ich schon in einem eigenen Beitrag beschrieben habe. Dieses Erlebnis hat mich einfach umgehauen. Uelzen Kleiner, aber nicht weniger spannend. Die Stadt ist bekannt für ihren Hundertwasser-Bahnhof – und ja, der ist schon allein eine Reise wert. Besonders begeistert hat mich jedoch die Fahrradausstellung im Heimatmuseum. Dort schlägt jedes Radlerherz höher: alte Modelle, kuriose Konstruktionen und die Geschichte des Radfahrens zum Anfassen. Mein Tipp: Wer mit dem Rad in Uelzen ist – unbedingt reinschauen! Bad Bevensen Hier habe ich noch keinen eigenen Beitrag geschrieben, der wird definitiv folgen. Aber schon jetzt...









