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Kein Alkoholverbot: Ein Kommentar
In der Debatte im Starnberger Stadtrat zum Thema Alkoholverbot am See hat die Mehrheit der Stadträte die Meinung vertreten “Verbote bringen Nichts”. Das ist ihr gutes Recht. Das ist in meinen Augen aber zu wenig, denn alternative Lösungsansätze, welche auch von einer öffentlichen Verwaltung geleistet werden können, waren nicht zu hören.
Wer A sagt, aber das B weglässt, macht es sich meiner Ansicht ein wenig zu einfach. Denn nur durch das fehlende Verbot ändert sich ja nichts am vorhandenen Problem.
Die Jugendlichen oder auch die Kinder einiger Stadträte, unsere Jungerwachsenen oder auch die Auswärtigen aus der Umgebung (und natürlich auch viele andere) wird es freuen. Sie dürfen weiterhin je nach Erziehung, Sozialverhalten, Lust oder Laune an der Seepromenade und den Badegrundstücken neben den anderen Badegästen oder Touristen feiern und Alkohol mengen- und zeitunabhängig zu sich nehmen.
Die Auswirkungen sind den regelmäßigen Besuchern der Badegrundstücke hinreichend bekannt.
Auch mir ist bewusst, dass mit dem Kompromiss einer zeitlichen Einschränkung des Alkoholkonsums das Problem nicht gänzlich verschwindet. Ein gewisses Potential zu Linderung der Problematik wäre für mich aber vorhanden gewesen. Jetzt bleibt alles, wie es ist.
Es bleibt für die Familien, Kinder, nicht oder nur wenig Alkohol-Trinkenden und Senioren nur die Hoffnung, dass es im Rahmen einer Grünordnung für die Badegrundstücke doch noch zu Verbesserungen im Zusammenhang mit Glasflaschen und mehr Rücksichtnahme durch alle(!) Badegäste kommt. Anderenfalls hätten wir viel diskutiert - für Nichts.
Woher nahmen wir die Zeit, über so viele Dinge nicht zu reden?
Michael Steininger
“Freiheit” nur mit Alkohol?
Während der Debatte über das Alkoholverbot auf den städtischen Grünflächen am See und der Seepromenade hatte ich manchmal das Gefühl, als wenn andere einen Aufenthalt nur dann genießen können, wenn sie dort auch Alkohol trinken dürfen.
Die vielen 6:6 Abstimmungen haben sehr schön den Zwiespalt wiedergegeben:
Auf der einen Seite wurde da die “Freiheit” und die Eigenverantwortlichkeit als wichtiges und hohes Gut dargestellt und damit argumentiert. Dem möchte ich auch gar nicht widersprechen.
Auf der anderen Seite ist ein Miteinander aller bei zu wenig Rücksichtnahme einiger nur schwer möglich und die Stadt als Eigentümer von öffentlichen Flächen darf sich durchaus Lösungen überlegen, wie sie dieses Miteinander ihrer aller Bürger auf ihren eigenen Grundstücken möglichst konfliktfrei gestalten möchte.
Und es kann mir keiner erzählen, dass der Verzicht auf Alkohol auf den Grünflächen oder der Seepromenade das “Genießen” oder Erholen ernsthaft einschränkt. Und wir alle wissen, sicher die meisten sogar aus eigener Erfahrung, dass frau/man sich mit einem erhöhten Alkoholpegel im Blut nicht zwingend rücksichtsvoller in Bezug auf seine Umgebung verhält.
Auch weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es ziemlich nervend ist, wenn die Musik, mit der ich nicht nur einmal am Steininger zwangsbeschallt wurde, nicht meinen eigenen Musikgeschmack trifft.
Was ist nun höher zu bewerten?
“Freiheit” oder “zu wenig Rücksichtnahme”?
Da hat jeder für sich seine eigene Entscheidung zu treffen.
#grunerveltliner #steininger #kamptal https://www.instagram.com/p/CAIc988AOSl/?igshid=175t2fiqwgsjf
Entschuldigung ...
Liebe Anwohner der Possenhofener Straße und Oberfeld,
es tut uns leid, dass wir Söckinger (zumindest ich im Sommer ab jetzt unregelmäßig) unsere Autos in ihren Straßen abstellen, um einmal kurz beim Steininger in den Starnberger See zu springen. Denn eine Fahrt bis zum Paradies nach Possenhofen oder nach Percha sind für ein kurzes Bad im See keine Alternative.
Wir bleiben auch jedes Mal nicht lange und sind dann nach ein paar Minuten wieder weg (Ok - es sind mehr als die üblichen “drei Minuten”).
Nachdem wir im Unteren Seeweg nicht einmal mehr kurz parken dürfen (Die drei Minuten erlaubte Haltezeit sind nun wirklich zum Schwimmen definitiv zu kurz.), gibt es nicht nur für uns durch unsere geografische Lage zum See kaum eine andere Möglichkeit. Denn (zumindest mein) Ziel des abendlichen Schwimmens ist ja, sich von allen Anstrengungen des Tages zu befreien und zu entspannen. Da wäre eine anschließende Fahrt mit einem nicht motorisierten oder nur teilmotorisierten Fahrzeug den alten Berg hinauf schon ein wenig kontraproduktiv.
Vielleicht gibt es ja bald im Unteren Seeweg Motorroller-Parkplätze, die ja eine weitaus geringere Breite hätten, so dass die Rettungsfahrzeuge immer noch entspannt vorbeifahren könnten.
Das wäre dann für die abendliche Fahrt zum Steininger vielleicht wirklich eine Alternative ...