Danger Dan -- Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (Volkstheater Wien Version)
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Danger Dan -- Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (Volkstheater Wien Version)
Herr Strache, sein Anwalt und die Wahrheit
Disclaimer: Ich habe mit dieser Sturz Origin Story schon in Prä-Ibiza Zeiten begonnen und sie dann, mit dem Publik werden des Ibiza Videos, eigentlich wieder verworfen. Weil ich jetzt aber ein bisschen zu viel Zeit habe, hab ich mich doch daran gemacht sie fertig zu schreiben. Ich will hier keinesfalls die Arbeit unserer Regierung verreissen, da ich mit der Krisenreaktion doch recht zufrieden bin. Aber, da ich hoffe euch die Quarantäne etwas zu verschönern, hab ich gedacht ich poste das einfach! Viel Spaß!
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Jede große Liebesgeschichte hat irgendwo ihren Anfang. Manche starten mit einem Besuch bei einem Vermieter im Yorkshire Moor im späten 18. Jahrhundert, andere mit einem zu kalten Morgen im Jahre 1946 in einer Wohnung in North Carolina. In diesem speziellen Fall begann unsere Geschichte mit einem schönen Jüngling, den etwas übel zugerichtet zu haben schien.
Leichenblass und mit glasigen Augen saß er am Schreibtisch. Mit einem Seufzen rieb er sich über die Stirn. Das Blatt Papier lag dort, unberührt wie er es liegen gelassen hatte, nachdem er es aus dem Kuvert gezogen hatte, als wollte es ihm höhnen. Er hätte damit rechnen müssen, vor allem nach dem was sich am Vortag ereignet hatte.
Warum hatte dieser Idiot von FPÖ-Spitzenkandidat auch ohne auf eine Antwort zu warten den Raum betreten? Hätte er bessere Manieren und wie ein normaler Mensch auf ein „Herein!“ gewartet, wären sie gar nicht erst in dieser Malaise gelandet. Ganz allein bei dem blauen Politiker lag die Schuld aber nun auch wieder nicht, das musste sich selbst der Begründer des Konzeptes Neue Volkspartei eingestehen. Ein Teil der Schuld lastete definitiv auch auf dem Gernot. Es war doch von Anfang an klipp und klar ausgemacht gewesen, dass es, außer bei Nacht und Nebel oder zumindest hinter fest verschlossenen Türen, keine Gesten der Zuneigung geben durfte. Wie kann er sich dann einen Ausrutscher wie diesen erlauben? Mitten am helllichten Tag, zwischen den Koalitionsverhandlungen, ihm einfach die Zunge in den Hals zu stecken. Eigentlich war das nichts als eine unerhörte Frechheit gewesen, aber, um ehrlich zu sein, konnte er es seinem Blümchen nicht verübeln. Sebastian war einfach ein äußerst anziehender Mann und die Verhandlungen nun doch eher langweilig. Nichtsdestotrotz würde das Konsequenzen für den Gernot haben.
Doch darüber würde er sich später Gedanken machen. Zuallererst las er sich erneut das Dokument vor ihm durch. Ein Vertrag mit einem Non Disclosure Agreement und einem Ultimatum, sowas konnte auch nur einem HC Strache einfallen. Ganz klar, eindeutig, das war Erpressung! Doch Sebastian sollte das egal sein, denn er würde alles dafür geben, dass sein kleines Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit gelangte, selbst eine Koalition mit der FPÖ und die Abgabe des Innenministeriums an eben jene Partei waren kein No-Go. Sie waren doch ohnehin schon auf dem besten Weg zu einer Türkis-Blauen Regierung gewesen. Erst jetzt bemerkte der junge Politiker ein kleines, blaues Post-It, das aus dem Kuvert blitzte. Er musste es vorher, beim Öffnen des Dokuments, übersehen haben. Mit gerunzelter Stirn fingerte er das Zettelchen aus dem Umschlag und las was darauf handschriftlich geschrieben stand.
Bring mir den unterschriebenen Wisch doch persönlich ins Büro. -HC
Etwas irritiert blinzelte Basti einige Male, unsicher was das zu bedeuten hätte, doch dann kochte Wut in ihm hoch. Was bildete sich dieser elendige Trottel eigentlich ein? Glaubte er, nur, weil er jetzt etwas gegen Sebastian in der Hand hatte, konnte er ihn wie einen Dienstboten herumkommandieren? Er würde ein Machtwort sprechen müssen, am besten persönlich, also würde er dieses eine Mal ausnahmsweise den Trip selbst erledigen.
Nach mehrmaligem erneutem Durchlesen des Vertrags nahm er endlich einen Stift zur Hand. Für ein paar Augenblicke ließ er seine Hand unsicher über dem Papier schweben, doch letztendlich blieb ihm nichts anderes übrig als seine Signatur auf das Dokument zu setzen.
Wie eine Bleiweste lagen die Ereignisse der letzten vierundzwanzig Stunden auf seinen Schultern und dennoch ging er erhabenen Schrittes zum Büro seines zukünftigen Vizekanzlers. Dort angelangt tat er es dem Parteichef der Blauen gleich und trat gleich nach dem Klopfen, ohne eine Reaktion abzuwarten, durch die Tür.
Nach einem Augenblick der Überraschung breitete sich ein Grinsen auf dem Gesicht des Älteren aus, das Sebastian einen Schauer über den Rücken jagte, und bedeutete dem jungen Politiker Platz zu nehmen. „Na da schau einer her“, gurrte er beinahe und legte den Kopf schief, „Wenn das nicht unser Bundeskanzler Basti ‚Ohrwaschelkaktus‘ Kurz ist!“ Im angesprochenen kochte die Rage hoch, doch er wusste sich zurückzuhalten: „Hallo, Heinz-Christian. Ich bin nur hier um dir den unterschriebenen Vertrag vorbeizubringen, wenn man diesen Erpresserbrief überhaupt so nennen kann. Weiters würde ich dich noch bitten etwaige Spitznamen und Beschimpfungen sein zu lassen, vor allem da wir ja aller Voraussicht nach die nächsten Jahre sehr eng zusammenarbeiten werden. Ich glaube, so viel Anstand kann ich selbst dir zutrauen.“ Sein Tonfall war eiskalt, doch nicht einmal das konnte seine Nervosität überdecken. Strache entblößte seine Zähne in einem breiten Grinsen: „Aber, aber, Sebastian, du brauchst doch nicht nervös sein. Das ist doch nur ein Gespräch unter Kollegen, so ganz Vize zu Kanzler.“ Die herablassende, schmierige Art, in der er mit dem Jüngeren redete, ließ sämtliche Haare auf seinem Körper zu Berge stehen und er richtete sich instinktiv weiter auf. „Ich bin mit den Auflagen einverstanden. Ab diesem Moment sind die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen. Ich werde mich trotzdem pro forma noch zu ein paar Gesprächen treffen, der Authentizität wegen. Und ich kann mir im Gegenzug sicher sein, dass du die Sachefür dich behältst?“, fragte Sebastian, weiterhin etwas unsicher. Ohne irgendeine Vorwarnung stand der zukünftige Vizekanzler Österreichs von seinem Sessel auf und umrundete seinen Schreibtisch, sodass er direkt vor seinem Gesprächspartner stand, der ebenfalls hastig aufgestanden war.
Die beiden standen sich nun Auge in Auge gegenüber, Sebastian Kurz angespannt und nervös, HC Strache mit einem breiten, bedrohlichen Grinsen im Gesicht. „Niemand wird auch nur ein Sterbenswörtchen erfahren. Aber seien wir mal ehrlich, du könntest bessere abbekommen als den Blümel. Viel, viel Bessere.“ Gegen Ende war das Gesicht des älteren nur mehr wenige Zentimeter von dem des anderen entfernt. Plötzlich fühlte sich der Kragen des jungen Politikers viel zu eng an und sein Herzschlag beschleunigte sich. Es war ihm ein Rätsel, warum die bedrohliche Präsenz des älteren Politikers einen solchen Effekt auf ihn hatte. Fieberhaft suchte Sebastian nach einem Fluchtweg, doch mit dem Sessel in seinen Kniekehlen und HC Strache direkt vor ihm, schien ein Entkommen schier unmöglich. Und dann, aus dem Nichts, waren die wenigen Zentimeter zwischen ihnen nicht mehr existent und ihre Lippen trafen sich. Basti stand da, als wäre er zur Salzsäule erstarrt. Konnte das denn sein? Nein, nein, er spielte mit ihm, das musste es sein. Welche andere Erklärung könnte es für diesen Kuss geben?
Nach wenigen Augenblicken brach Strache den Kuss, Blick leicht enttäuscht, und strich seine Krawatte glatt. Er räusperte sich und sagte: „Gut, da hab ich mir eigentlich mehr Enthusiasmus erwartet, aber…“ Noch bevor er den Satz zu Ende sprechen konnte, griff der Bundeskanzler nach der eben gerichteten Krawatte seines Vizes und zog diesen in einen weitaus mehr geladenen Kuss. Es war als würden Feuerwerkskörper zwischen ihnen zerplatzen, so explosiv war das Gefühl ihrer Lippen aufeinander. Es war kein schöner Kuss, nein, mitnichten, aber er war an Leidenschaft kaum zu übertreffen. Zähne, die auf Unterlippen bissen, Hände, die über Rücken wanderten, all das und noch viel mehr passierte innerhalb von kürzester Zeit. Hätten sie Zuschauer gehabt, hätte es sich wohl ähnlich verhalten wie bei einem Verkehrsunfall; Man will nicht hinschauen, aber es ist schwer es nicht zu tun. Als irgendwann die Hand des Älteren in Richtung des Schritts des anderen wanderte und er diesem dadurch ein gequältes Stöhnen entlockte, drückte Basti sich ein Stück weg und flüsterte, etwas außer Atem: „Nicht hier. Heute Abend, bei mir zu Hause. Susanne ist auf einer Geschäftsreise“, und mit diesen Worten ordnete er sein Outfit und seine Frisur und verließ das Büro.
Ein selbstgefälliges Grinsen machte sich auf seinen Lippen breit, als ein überlegenes Gefühl sein ganzes Selbst erfüllte. Dieses Gefühl blieb ihm auch noch, als es dann endlich Zeit war sich auf den nach Hause Weg zu machen. Sein Handy signalisierte ihm das Eintreffen zweier Textnachrichten. Die eine war von Susanne, die ihm mitteilte, dass sie gut in ihrem Hotel angekommen war und er antwortete mit einem Daumen nach oben Emoji. Die zweite war von Gernot und beinhaltete nichts weiter als ein Melanzani Emoji das war ihr dünn verschleiertes Zeichen für einen sogenannten Booty Call. Sebastian war noch immer etwas wütend auf Gernot, schließlich war das Dilemma zum Großteil seine Schuld, doch er fühlte sich auch etwas schuldig sich nun auch noch hinterrücks mit einem anderen, ausgerechnet HC Strache, zu treffen. Da er sich jetzt nicht allzu viele Gedanken machen wollte, antwortete er knapp mit den Worten
Kann heute nicht, habe anderweitige Pläne x.
Zuhause angekommen, stellte Sebastian sofort eine Flasche Frizzante in den Kühlschrank und beseitigte nicht vorhandene Unordnung. Es war kaum zu glauben, aber er war nervös, fast so als wäre er wieder siebzehn und würde heimlich nach einer Wahlkampfaktion mit einem anderen JVP Mitglied schmusen. Als es gegen halb neun an der Tür klingelte, war es als wäre er von einem Stromschlag getroffen worden. Die Tür öffnete er mit einem breiten und, wie er hoffte, selbstsicheren Grinsen. Strache sah ebenfalls sehr erfreut über die momentanen Begebenheiten aus, wenngleich er immer noch um einiges schmieriger war, als der junge Kanzler. „Hättest du gerne einen Frizzante? Ich hab gedacht wir könnten Anstoßen, auf unsere Zusammenarbeit sozusagen.“, fragte der Jüngere wie ein aufgeregter Welpe. HC schüttelte kurz den Kopf und trat näher an seinen Gesprächspartner. Der Geruch von Zigaretten, billigem Parfum und Mundspülung oder einem Kaugummi stieg dem Jüngeren in die Nase und Gänsehaut ließ seine Haare gen Himmel stehen. „Ich glaube das Schlafzimmer wäre jetzt wichtiger“, knurrte Strache teils bedrohlich, teils verführerisch und es ließ Bastis Knie weich werden. „Gut- du hast recht. Komm mit“, sprach der Bundeskanzler und griff nach der Hand des anderen…
Am nächsten Morgen lag erneut ein Umschlag auf Sebastians Schreibtisch, doch dieser erfüllte ihn mit weitaus mehr Freude als am Tag davor. Es war wieder ein Non Disclosure Agreement, aufgesetzt von HCs Anwalt, der ebenfalls eine solche unterzeichnen hatte müssen Selbst ein blaues Post-It war wieder dabei, mit fast der gleichen Botschaft, doch dieses Mal brachte es den jungen Kanzler nicht in Rage, ganz im Gegenteil, es erfüllte ihn derart mit freudiger Erwartung, dass er sich zurückhalten musste, nicht sofort zu HC ins Büro zu laufen. Erst als sein Gluteus Maximus, der von der vorangegangenen Nacht doch sehr strapaziert war, im Sitzen zu sehr schmerzte, stand er auf und machte sich auf den Weg zum Parteichef der Blauen. Er dachte kurz an Gernot, doch bis er an HCs Bürotür klopfte, hatte er ihn wieder ganz und gar vergessen.
God, and I thought Eurovision would be the most enjoyable drama on TV today.
thx for the memes, heinzi <3
basti: yo guys imma talk at 2pm
basti at 3pm: and then i didn't
what the fuuuuck is happening in Austria right now... the coalition is dead, the vice chancellor will have to resign and there could be reelections... what. the. actual. f*ck.
Well I wanted to study today but well I am also Austrian so I guess that will have to wait...