Le Plateau des Bolovens : Tad Champee

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Le Plateau des Bolovens : Tad Champee
#WorldTripPart2 - Tag 190: Rollertour Tag 3 - Oh my Buddha!
Auch heute sind wir früh losgefahren, denn unser geplantes Tagesprogramm hatte einige Programmpunkte. Zuerst fuhren wir etwa 11km von Paksong aus zum schönen Tad Yuang-Wasserfall, der bei den Einheimischen als Picknickort sehr beliebt ist. Über ein paar steile Treppenstufen gelangt man zum Fuße des Wasserfalls, wo man vom zerstäubenden Wasser eine erfrischende Abkühlung verpasst bekommt.
Der nächste und vermutlich der spektakulärste Wasserfall unserer dreitägigen Wasserfall-Tour waren die Zwillingsfälle namens Tad Fane North und Tad Fane South, die über 100m in ein Loch hinabstürzen und vom gegenüberliegenden Tad Fane Resort bestaunt werden können. Zuerst dachten wir, der Viewpoint hier soll ein schlechter Scherz sein, denn ausser ein bisschen Weiß konnte man in den dichten Wolken kaum etwas erkennen.
Die Sicht wurde zunehmend besser, doch das reichte uns nicht.
Mithilfe von MapsWithMe (ansonsten hätten wir den Weg nie gefunden/gelaufen und hätten uns zig mal verlaufen) liefen wir einen rutschigen Trampelpfad mitten durch den feuchten Regenwald am Abgrund entlang zuerst zum Tad Fane North, von dessen Kante man bis ganz hinab blicken kann. Da stockt einem das Blut, wenn man einen Schritt vom Abgrund entfernt steht.
Danach haben wir uns auch mal die Situation vom Tad Fane South direkt von oben angesehen, der genauso atemberaubend wie sein Zwilling war.
Nach diesen unvergesslichen Momenten am Wasserfall fuhren wir zum nahe gelegenen Tad Champee, der zwar nicht gerade hoch, dennoch sehr reizvoll war.
Unter dem etwa 10m hohen Wasserfall befindet sich ein sehr großer natürlicher Pool, in dem man sich an heißen Tagen herrlich abkühlen kann. Leider war es bei unserem Besuch leicht regnerisch, weshalb das Baden ausfiel. Dafür konnten wir an der Seite entlang um den See herumlaufen und unter den Wasserfall laufen.
Um noch den Wat Phou heute zu schaffen, haben wir den Tad E-Tu Wasserfall ausgelassen (er sah auf den Bildern auch nicht zwingend sehenswert aus) und sind nach Pakse zurückgefahren. Eigentlich wollten wir nur schnell das Busticket für heute Nacht holen und dann zum Wat Phou, doch einstimmig änderten wir den Plan relativ zügig, als wir durch die Straßen fuhren. Dort, wo eigentlich der Ticketschalter der Busgesellschaften steht, stand nun eine große Bühne mit lauter Musik und hunderten feierwütigen Jugendlichen und Erwachsenen davor. Zur Begrüßung gab es für uns erst einmal eine Backpfeife mit Babypulver (laotische Tradition zu Neujahr) und ordentlich Wasser von allen Seiten.
Schnell haben wir bei der Rollervermietung noch einen Tag verlängert, haben das Busticket für morgen geholt und sind im Hotel wieder eingecheckt. Wir liefen zurück zum Festivalgelände, zuvor gingen wir aber mit Amanda (eine Afro-Amerikanerin, die hier zwei Freundinnen hat) ans Ufer, wo sie uns ein bisschen leckeres Local Food zeigte. Vor der Bühne gab es dann kein Halten mehr und das Bier floss in Strömen.
Geile Musik. Viel Bier. Super Stimmung. Lustige Leute. Und Wasser aus dem Feuerwehrschlauch.
Alle sind happy. Richtig richtig geil. Irgendwie habe ich nach einer Runde aufs Klo unsere Gruppe aus den Augen verloren und offesichtlich neigte sich das Fest hier dem Ende zu, weshalb ich 2 Straßen weiter bei einer der vielen Gruppen Laoten an der Straße gelandet bin, die wieder einmal alle auf der Straße nass gespritzt haben. Auch cool war es, auf einem der Pick-Ups mit 10 anderen Leuten in Schritttempo abzufeiern und bei der nächsten Gruppe nochmal eine Dusche abzuholen. Irgendwo traf ich dann wieder auf Kilian und eine Holländerin namens Anneliese, die ich aber relativ schnell wieder verlor. Nun machte ich Bekanntschaft mit Silvia, ebenfalls Holländerin, und begab mich mit ihr gemeinsam auf die Suche nach ihrer Freundin und meinen Freunden :D Kilian gabelten wir barfuß irgendwo an der Straße bei ein paar Leuten wieder auf und nahmen ihn mit ins Restaurant, wo er aber lieber schlafen als essen wollte. Auf dem weiteren Weg fanden wir endlich Anneliese bei einem in Berlin lebenden Laoten und einem älteren Amerikaner, sodass alle beruhigt schlafen gehen konnten.