tattoofragebogen
ich frage mich, warum es derzeit so viele (erfolgreiche) kampagnen gegen tattoos gibt. das farbenverbot. einschränkungen in beamtengesetzen. aktuell - zum glück erfolglos - ein zurückgezogener versuch, dass angehende lehrerInnen in berlin ihre tattoos angeben, deren je persönliche bedeutung beschreiben und davon fotos machen sollten. (hallo, meine geschriebenen tattoos sind gerade in einer sprache, die nur die wirklich interessanten/ interessierten menschen verstehen können sollen, und das ist der sinn dahinter. sonst hätte ich das in neonbuchstaben auf deutsch auf ein t-shirt gedruckt). mal abgesehen davon, dass der berliner fragebogen raum für die beschreibung von nur acht tattoos haben sollte... echt, was soll der scheiß?
ich finde es mehr als bedenklich, dass hier ein bundesland für die frage, ob jmd für den lehrerberuf geeignet ist, unter die klamotten kucken (und hey, fotos!!! haben) wollte. und das nicht einmal bei einer erzkonservativen, sondern einer landesregierung aus rot-rot-grün.
bedauerlich ist, dass die mehrheitsgesellschaft (die ohne tattoos), die so vehement vorgeht, so oft erfolgreich ist. aber ich halte es für ein letztes aufbäumen, denn - yippie - der berühmte biografische wandel wird bald schon dafür sorgen, dass aus der untätowierten mehrheit die farblose minderheit geworden sein wird ;-) und das ebenso schöne wie verwirrende an gesetzen ist: mit neuen mehrheiten oder neuen meinungsströmen können sie (auch wieder) geändert werden. ich verlass’ mich drauf. ein bissl hoffnung auf verstand muss auch mal sein.











