Teil 19
Sie verloren sich in ihren Gedanken. Doch worüber sie genau nachdachten, wussten sie nicht. Es war ihnen nicht einmal die Nähe des Anderen richtig bewusst. In dieser Mittagspause waren sie einander so fremd wie nie zuvor.
„Tag.“ Es war die Mittagspause des nächsten Tages, beiden war die Verlegenheit des vorigen Tages schmerzlich anzusehen. Sie sahen sich nicht richtig an, halbherzig wickelten sie die üblichen Höflichkeitsphrasen ab, auch wenn sie nicht wirklich wussten, wohin mit ihren Gedanken und Gefühlen. Es war auf einmal so kompliziert geworden, ohne, dass sie sich wirklich darum bemüht hatten. Es war plötzlich einfach so verkrampft geworden.
War es vielleicht, weil sie einander scheinbar doch nicht verstanden?
Sie seufzte. Manchmal bereitete er ihr einfach nur Kopfschmerzen, mal waren es reine Glücksgefühle und Freude, dann schoben sich wieder Sorgen zwischen all dem Auf und Ab ihres Herzens. Was sollte sie tun, damit es wieder wie vorher wurde?
Darüber dachte auch er nach. Mit einem konzentriertem Ausdruck auf dem Gesicht visierte er das Gras zu seinen Füßen an, innerlich jedoch in einem verzweifeltem Kampf. Es gab nichts, was ihm einfel, um diese Stimmung zu lockern. Und es kam ihm komisch vor, ihr einfach die Lunchbox zu geben und so zu tun, als sei nichts gewesen. Das trug einfach nicht seine Handschrift.














