Rabbiner Andrew Aryeh Steiman erläutert zum jüdischen Neujahrsfest die Teschuwa, das jüdische Konzept des Neuanfangs.
Rosch Haschana mit seinen besonderen Gottesdiensten in der Synagoge lädt ein, spirituelle Bilanz zu ziehen: Was haben wir falsch gemacht? Was hätten wir besser machen können? Wen haben wir verletzt oder beleidigt, und wie können wir dies in Ordnung bringen?
An Rosch Haschana wird angenommen, so Rabbiner Steiman im Gespräch mit Ricklef Münnich, dass wir vor dem Gericht des himmlischen Königs sitzen, der über unser Tun im vergangenen Jahr urteilt. Aber dieser gibt in den "Zehn Tagen der Buße" bis Jom Kippur die Gelegenheit, sich zu besinnen und umzukehren. In Hymnen und Gebeten wird Schuld bekannt; nicht individuell, sondern gemeinschaftlich im Wir der Beter. Und die Hoffnung ist, dass Gott aufstehen wird vom Thron des Gerichts und sich auf den Thron des Erbarmens setzen wird. Ein neuer Anfang ist möglich!
Zuhause tunkt man einen Apfel in Honig. Denn man hat gebetet: „Möge es DEIN Wille sein, uns ein gutes und süßes neues Jahr zu bescheren!“














