“Anders als bei der Thriller-Dramaturgie, die einen Höhepunkt an den Anfang stellt und dann in langer Rückblende nachreicht, wie es dazu kommen konnte, wechselt „Propheteus“ regelmäßig die Zeitebenen, um beispielsweise zu erklären, warum Boerne zu Beginn so derangiert und in einem für seine Verhältnisse reichlich geschmacklosen Hawaiihemd herumläuft und weshalb er plötzlich anscheinend selber zu den Verschwörungsgläubigen gehört. Mit einer Spannungsklimax beginnt der Film trotzdem: Thiel & Boerne sind Geiseln eines offenbar verwirrten Mannes (Matthias Komm) mit Sprengstoff-Gürtel, der die beiden auf dem Dach des Polizeipräsidiums mit sich in den Tod reißen will.”