Tizian - Self Portraiture, c. 1567
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Tizian - Self Portraiture, c. 1567
Giorgione oder Tizian, Ländliches Konzert
Édouard Manet, Das Frühstück im Grünen
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Le_Concert_champ%C3%AAtre,_by_Titian,_from_C2RMF_retouched.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%C3%89douard_Manet_-_The_Luncheon_on_the_Grass.jpeg
"And that man, well… It's doubtful even I could bring justice to him by speaking about what he was like, but there's no vice in trying.
He was a midnight in hell, a violent vessel of blood that was full with flammable powder and devilishly strong wine. He was his own smoke and spice, with coal-black hair and just as fiendish smouldering eyes. If he wouldn't turn out to be a picture made by my own imagination then surely it was Morpheus himself that made this stranger, out of some dark clay and Elysium's tart berries.
A violent concoction of everything that was forbidden to mix. Brutal and gallant, vain and reverent, with a heavy fist wrapped in tenderness."
Most tender mien pulled out a compulsion to conclude this portrait out of my heart. For that I am evermore adoring, and evermore pulled apart by thankfulness~
Traces of my tenderness are drawn after you, oh idol of companionship:з
Titian (1490-1576)
Titian (1490-1576) was one of the most versatile of Italian painters, equally adept with portraits, landscape backgrounds, and mythological and religious subjects. His painting methods, particularly in the application and use of color, would exercise a profound influence not only on painters of the Italian Renaissance, but on future generations of Western art. During the course of his long life,…
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La Sultana Rossa, Ölbildnis nach Tizian (etwa 1550), dargestellt mit blondiertem, lockigem Haar, wie es in Venedig modern war
Roxelane
Hürrem (von persisch خرم Chorram, DMG ḫurram, ‚die Freudvolle‘, genannt Roxelane, auch Roxolana, Rossolana, Rossane, la Rossa, la Rosa oder Ruziac; vermuteter Geburtsname Anastasia oder Aleksandra Lisowska; * zwischen 1500 und 1506 im damals polnischen Teil Rutheniens; gest. 17. April 1558 in Istanbul) war als Haseki Sultan die Lieblingsgemahlin des osmanischen Sultans Süleyman I. Im christlichen Abendland wurde sie als „Kaiserin“ (Sultana) des Osmanischen Reiches bezeichnet.
Leben
Herkunft
Roxelanes Herkunft und ihr Weg nach Istanbul lassen sich nicht mit primären Quellen belegen. Im 17. Jahrhundert dagegen finden sich ziemlich genaue Angaben, deren Herleitung in der Literatur als „polnische Tradition“ bezeichnet wird und die vermutlich auf den polnischen Dichter und Essayisten Samuel Twardowski (* vor 1600; † 1661) zurückgehen. Danach kam Roxelane als Tochter eines ruthenischen Priesters im damals polnischen und heute ukrainischen Rohatyn (auch Rogatyn, Rogatin) zur Welt und hieß Aleksandra Lisowska. Bei einem Raubzug der Krimtataren wurde sie entführt und als Sklavin nach Istanbul verkauft, wo sie in den Harem des Alten Serails gelangte. Wegen ihrer vermutlichen Herkunft aus dem legendären Land der Skythen, die auch Roxolanen genannt wurden, erhielt sie außerhalb des Osmanischen Reiches den Beinamen Roxelane, der zudem eine im Polnischen übliche Bezeichnung für ein ruthenisches Mädchen war. Erstmals taucht dieser Name latinisiert als Roxolana in Ogier Ghislain de Busbecqs Legationis Turcicae epistolae quattuor auf, worin Busbecqs Erlebnisse und Erkenntnisse von 1554/55 während einer diplomatischen Reise ins Osmanische Reich verarbeitet wurden.
Von der Sklavin zur Hauptfrau des Sultans
Brief Roxelanes an den polnischen König Sigismund II. August, in dem sie diesem zur Thronbesteigung gratuliert.
Sicher ist, dass Roxelane Muslima und mit dem Namen Hürrem Sultan Gattin Sultan Süleymans I. wurde. Das kann 1520 oder wenig später – vielleicht nach der Geburt des ersten gemeinsamen Sohnes Mehmed – gewesen sein. Eine Quelle berichtet über prunkvolle Hochzeitsfeierlichkeiten auf dem Hippodrom im Sommer 1534, wenige Monate nach dem Tod der ranghöheren Valide Sultan, Ayşe Hafsa Sultan. Roxelane war damit die erste Sklavinkonkubine der osmanischen Geschichte, die von einem Sultan zuerst in die Freiheit entlassen und anschließend von ihm geehelicht wurde. Dadurch erhielt sie den höchsten Rang unter den Ehefrauen und löste Mahidevran (auch Gülbahar o. ä. genannt), die Mutter des erstgeborenen Sultanssohnes Mustafa, als Haseki Sultan (Hauptfrau des Sultans) ab. Die Außergewöhnlichkeit dieser Ehe wurde in vielen Berichten ausländischer Gesandter erwähnt. Ein lückenhaft erhalten gebliebener, persönlich wirkender, allerdings von üblichen literarischen Formen geprägter Briefwechsel zwischen Roxelane und dem Sultan ab 1538 legt nahe, dass Süleyman seiner attraktiven und intelligenten Frau in Leidenschaft zugetan war. Roxelanes Briefe enthalten zudem politische Empfehlungen an Süleyman sowie existentiell wichtige Informationen für ihn über die Ereignisse in der Hauptstadt, wie zum Beispiel über das Verhalten seiner für ihn während seiner Abwesenheit möglicherweise gefährlich werdenden Söhne. Roxelane wurde damit zu Süleymans Beraterin und – wie ihr Briefwechsel von 1548/49 mit dem polnischen König Sigismund II. August und von 1555 mit Sultanim, der Schwester Schah Tahmasps I., beweist – gelegentlich sogar zu seiner diplomatischen Vertreterin.
Mirimah (gen. „Cameria“), Tochter von Roxelane und Süleyman, ca. 1560 (nach Tizian ?). Das orientalisierende Porträt ist u. a. wegen Mode und Kopfputz interessant, die auf einigen Porträts Roxelanes ähnlich dargestellt sind.
Dynastische Interessen
Dass Roxelane entgegen den bis dahin geltenden Konventionen nicht mit ihrem Erstgeborenen in die Provinz abgeschoben wurde, sondern im Serail verbleiben und mehrere Söhne zur Welt bringen durfte, zeigt ihre einmalige Bevorzugung durch Süleyman I. Zwar war der Harem bisher hauptsächlich die Reglementierungsinstitution der dynastischen Reproduktionspolitik, doch Roxelane beschritt den Weg zum Macht- und Statusaufstieg und zur Teilnahme am politischen Leben nicht nur wegen ihrer Mutterrolle, sondern auch wegen ihrer Gattinnenrolle.
(...)
Roxelanes Bild im Westen
Porträts
Alle Porträts Roxelanes, auch die aus ihrer Lebenszeit, müssen als fiktiv angesehen werden. Die inneren Bereiche des Alten Serails und des Topkapi-Serails, in denen Roxelane lebte, waren streng abgeschirmt. Kein westlicher Porträtist hatte damals dort Zugang.
Verließ Roxelane diesen Bereich, zum Beispiel um zu reisen, war sie – in einer verhängten Sänfte oder Kutsche verborgen – von einer großen Zahl von Würdenträgern und Bediensteten umgeben und wurde von Kapıkulu-Soldaten geschützt, so dass direkte Kontakte für einen Außenstehenden unmöglich waren.
Westliche Zeichner und Maler setzten sich ihr Bild Roxelanes aus mündlichen und schriftlichen Berichten meist westlicher Diplomaten, Berichterstatter und Reiseschriftsteller zusammen. Mehr als dass Roxelane klein und nicht besonders schön gewesen sei und einen freundlichen Gesichtsausdruck gehabt habe, sagen diese Quellen über ihr Äußeres nicht aus. Breiten Raum nehmen dagegen anekdotisch geschilderte Ereignisse ein. Ob beispielsweise Melchior Lorichs, der sich als Begleiter des habsburgischen Botschafters Ogier Ghislain de Busbecq zwischen 1554 und 1559 in Istanbul unter Aufsicht ziemlich frei bewegen konnte, Roxelane jemals gesehen hat, ist ungewiss. Seine Bildnisse Roxelanes, Süleymans und einiger Würdenträger wurden als Drucke weit verbreitet und hatten Einfluss auf europäische Maler und Zeichner wie beispielsweise Rembrandt van Rijn.
In venezianischen Berichten wurde Roxelane unter anderem La Rossa oder donna di nation Rossa genannt, was sich ursprünglich auf ihre russische oder ruthenische Herkunft bezog. Als Russia rossa (Rotrussland, bei Bragadino nation Rossa) bezeichnete man Rotruthenien, das vermutete Herkunftsland Roxelanes. La Rossa wäre danach mit Die Rote im Sinn von Die Rotrussische gleichzusetzen. Die Verkürzung zu Rossa gab Anlass, Roxelane als rothaarig zu beschreiben. Dem widerspricht jedoch ein lyrisches Gedicht Süleymans für Roxelane, in dem er ihr schwarzes Haar rühmt. Die osmanischen Maler des Nakkaşhane, des Hofateliers, durften das allerdings nicht in Szene setzen und mussten auf eine bildliche Darstellung der weiblichen Mitglieder der Sultansfamilie verzichten.
Geschichtsschreibung
Phyllis, auf Aristoteles reitend, Basler Wandteppich um 1480
Die osmanischen Chronisten und Geschichtsschreiber schwiegen über Herkunft und Aussehen Roxelanes. Es war nicht üblich, das Leben der Konkubinen und Ehefrauen eines Sultans zu dokumentieren. In Stiftungsurkunden dagegen wurde Roxelane in der Rolle der wohltätigen Haseki beschrieben und mit idealtypischen Charaktereigenschaften ausgestattet. Diese Urkunden gelangten aber nicht an die Öffentlichkeit und ihr Inhalt blieb westlichen Beobachtern verborgen.
Es bestand also viel Raum für Phantasie und Spekulation. Roxelane wurde (nicht nur) im Westen in eine Tradition gestellt, die von als intrigant und dominant angesehenen Gattinnen und Geliebten antiker Herrscher und Philosophen ausging, wie in der Anekdote über Aristoteles und Phyllis. Oft wurde zudem ihr Name Roxelane mit Roxane verwechselt, dem Namen der Geliebten und Ehefrau Alexanders des Großen.
Erst im 20. Jahrhundert gelang es, ein nicht von erotischen Sensationen und Klischees geprägtes Verständnis des osmanischen Harems zu erreichen und damit den Weg zu ebnen für eine historisch-kritische Würdigung Roxelanes.
(....)
Roxelane – Wikipedia
Aufsitzen
Der Mensch ist ein aufsitzendes Wesen, das von Natur aus phantasiebegabt ist und auch mit Illusionen eine, wenn auch limitierte und unsichere, Zukunft hat. Als aufsitzendes Wesen hat der Mensch tragende Objekte oder tragende Wesen, die ihn aufsitzen lassen. Neben dem kurulischen Stuhl (der ein Wagen- und Richstuhl sowie ein Klappobjekt ist) und dem Schiff, ist es das Pferd, mit dem darüber nachgedacht und vorgeführt wird, was es heißt, aufzusitzen, wenn die Situation unruhig oder unbeständig ist. Das Pferd ist ein tragendes Wesen, das durchgehen kann. Mehr noch als das Schiff und der kurulische Stuhl wird mit dem Pferd das Durchgehende bedacht. Reiterstandbilder wie das von Marc Aurel auf dem Kapitol, Reiterbilder wie das von Tizian gehören auch zu einer Geschichte und Theorie diagonaler Wissenschaft.
Liegender Akt von Tizian
Madonna delle Ciliegie (1515) - Tiziano
Genauso frage ich manchmal Leute, ob ihnen der Tizian, also beispielsweise die Kirschenmadonna, wirklich gefalle. Keinem einzigen der Befragten hat das Bild je gefallen, alle bestaunen es nur wegen seiner Berühmtheit, keinem sagt es wirklich etwas.
Aus: Alte Meister (1988) - Thomas Bernhard