Olivier Roman

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Olivier Roman
Roxelane and the Sultan (1780). Karl Anton Hickel (Austrian, 1745-1798). Landesmuseum Mainz.
Roxelane, called Hürrem Sultan, was the favourite and later the chief consort and legal wife of Ottoman Sultan Süleyman the Magnificent. She was one of the most powerful and influential women in Ottoman history and a prominent and controversial figure during the era known as the Sultanate of Women. Here, she plays the lute for the Sultan.
There is no fire can burn me, because I’m fire.
requested: Hurrem’s children
La Sultana Rossa, Ölbildnis nach Tizian (etwa 1550), dargestellt mit blondiertem, lockigem Haar, wie es in Venedig modern war
Roxelane
Hürrem (von persisch خرم Chorram, DMG ḫurram, ‚die Freudvolle‘, genannt Roxelane, auch Roxolana, Rossolana, Rossane, la Rossa, la Rosa oder Ruziac; vermuteter Geburtsname Anastasia oder Aleksandra Lisowska; * zwischen 1500 und 1506 im damals polnischen Teil Rutheniens; gest. 17. April 1558 in Istanbul) war als Haseki Sultan die Lieblingsgemahlin des osmanischen Sultans Süleyman I. Im christlichen Abendland wurde sie als „Kaiserin“ (Sultana) des Osmanischen Reiches bezeichnet.
Leben
Herkunft
Roxelanes Herkunft und ihr Weg nach Istanbul lassen sich nicht mit primären Quellen belegen. Im 17. Jahrhundert dagegen finden sich ziemlich genaue Angaben, deren Herleitung in der Literatur als „polnische Tradition“ bezeichnet wird und die vermutlich auf den polnischen Dichter und Essayisten Samuel Twardowski (* vor 1600; † 1661) zurückgehen. Danach kam Roxelane als Tochter eines ruthenischen Priesters im damals polnischen und heute ukrainischen Rohatyn (auch Rogatyn, Rogatin) zur Welt und hieß Aleksandra Lisowska. Bei einem Raubzug der Krimtataren wurde sie entführt und als Sklavin nach Istanbul verkauft, wo sie in den Harem des Alten Serails gelangte. Wegen ihrer vermutlichen Herkunft aus dem legendären Land der Skythen, die auch Roxolanen genannt wurden, erhielt sie außerhalb des Osmanischen Reiches den Beinamen Roxelane, der zudem eine im Polnischen übliche Bezeichnung für ein ruthenisches Mädchen war. Erstmals taucht dieser Name latinisiert als Roxolana in Ogier Ghislain de Busbecqs Legationis Turcicae epistolae quattuor auf, worin Busbecqs Erlebnisse und Erkenntnisse von 1554/55 während einer diplomatischen Reise ins Osmanische Reich verarbeitet wurden.
Von der Sklavin zur Hauptfrau des Sultans
Brief Roxelanes an den polnischen König Sigismund II. August, in dem sie diesem zur Thronbesteigung gratuliert.
Sicher ist, dass Roxelane Muslima und mit dem Namen Hürrem Sultan Gattin Sultan Süleymans I. wurde. Das kann 1520 oder wenig später – vielleicht nach der Geburt des ersten gemeinsamen Sohnes Mehmed – gewesen sein. Eine Quelle berichtet über prunkvolle Hochzeitsfeierlichkeiten auf dem Hippodrom im Sommer 1534, wenige Monate nach dem Tod der ranghöheren Valide Sultan, Ayşe Hafsa Sultan. Roxelane war damit die erste Sklavinkonkubine der osmanischen Geschichte, die von einem Sultan zuerst in die Freiheit entlassen und anschließend von ihm geehelicht wurde. Dadurch erhielt sie den höchsten Rang unter den Ehefrauen und löste Mahidevran (auch Gülbahar o. ä. genannt), die Mutter des erstgeborenen Sultanssohnes Mustafa, als Haseki Sultan (Hauptfrau des Sultans) ab. Die Außergewöhnlichkeit dieser Ehe wurde in vielen Berichten ausländischer Gesandter erwähnt. Ein lückenhaft erhalten gebliebener, persönlich wirkender, allerdings von üblichen literarischen Formen geprägter Briefwechsel zwischen Roxelane und dem Sultan ab 1538 legt nahe, dass Süleyman seiner attraktiven und intelligenten Frau in Leidenschaft zugetan war. Roxelanes Briefe enthalten zudem politische Empfehlungen an Süleyman sowie existentiell wichtige Informationen für ihn über die Ereignisse in der Hauptstadt, wie zum Beispiel über das Verhalten seiner für ihn während seiner Abwesenheit möglicherweise gefährlich werdenden Söhne. Roxelane wurde damit zu Süleymans Beraterin und – wie ihr Briefwechsel von 1548/49 mit dem polnischen König Sigismund II. August und von 1555 mit Sultanim, der Schwester Schah Tahmasps I., beweist – gelegentlich sogar zu seiner diplomatischen Vertreterin.
Mirimah (gen. „Cameria“), Tochter von Roxelane und Süleyman, ca. 1560 (nach Tizian ?). Das orientalisierende Porträt ist u. a. wegen Mode und Kopfputz interessant, die auf einigen Porträts Roxelanes ähnlich dargestellt sind.
Dynastische Interessen
Dass Roxelane entgegen den bis dahin geltenden Konventionen nicht mit ihrem Erstgeborenen in die Provinz abgeschoben wurde, sondern im Serail verbleiben und mehrere Söhne zur Welt bringen durfte, zeigt ihre einmalige Bevorzugung durch Süleyman I. Zwar war der Harem bisher hauptsächlich die Reglementierungsinstitution der dynastischen Reproduktionspolitik, doch Roxelane beschritt den Weg zum Macht- und Statusaufstieg und zur Teilnahme am politischen Leben nicht nur wegen ihrer Mutterrolle, sondern auch wegen ihrer Gattinnenrolle.
(...)
Roxelanes Bild im Westen
Porträts
Alle Porträts Roxelanes, auch die aus ihrer Lebenszeit, müssen als fiktiv angesehen werden. Die inneren Bereiche des Alten Serails und des Topkapi-Serails, in denen Roxelane lebte, waren streng abgeschirmt. Kein westlicher Porträtist hatte damals dort Zugang.
Verließ Roxelane diesen Bereich, zum Beispiel um zu reisen, war sie – in einer verhängten Sänfte oder Kutsche verborgen – von einer großen Zahl von Würdenträgern und Bediensteten umgeben und wurde von Kapıkulu-Soldaten geschützt, so dass direkte Kontakte für einen Außenstehenden unmöglich waren.
Westliche Zeichner und Maler setzten sich ihr Bild Roxelanes aus mündlichen und schriftlichen Berichten meist westlicher Diplomaten, Berichterstatter und Reiseschriftsteller zusammen. Mehr als dass Roxelane klein und nicht besonders schön gewesen sei und einen freundlichen Gesichtsausdruck gehabt habe, sagen diese Quellen über ihr Äußeres nicht aus. Breiten Raum nehmen dagegen anekdotisch geschilderte Ereignisse ein. Ob beispielsweise Melchior Lorichs, der sich als Begleiter des habsburgischen Botschafters Ogier Ghislain de Busbecq zwischen 1554 und 1559 in Istanbul unter Aufsicht ziemlich frei bewegen konnte, Roxelane jemals gesehen hat, ist ungewiss. Seine Bildnisse Roxelanes, Süleymans und einiger Würdenträger wurden als Drucke weit verbreitet und hatten Einfluss auf europäische Maler und Zeichner wie beispielsweise Rembrandt van Rijn.
In venezianischen Berichten wurde Roxelane unter anderem La Rossa oder donna di nation Rossa genannt, was sich ursprünglich auf ihre russische oder ruthenische Herkunft bezog. Als Russia rossa (Rotrussland, bei Bragadino nation Rossa) bezeichnete man Rotruthenien, das vermutete Herkunftsland Roxelanes. La Rossa wäre danach mit Die Rote im Sinn von Die Rotrussische gleichzusetzen. Die Verkürzung zu Rossa gab Anlass, Roxelane als rothaarig zu beschreiben. Dem widerspricht jedoch ein lyrisches Gedicht Süleymans für Roxelane, in dem er ihr schwarzes Haar rühmt. Die osmanischen Maler des Nakkaşhane, des Hofateliers, durften das allerdings nicht in Szene setzen und mussten auf eine bildliche Darstellung der weiblichen Mitglieder der Sultansfamilie verzichten.
Geschichtsschreibung
Phyllis, auf Aristoteles reitend, Basler Wandteppich um 1480
Die osmanischen Chronisten und Geschichtsschreiber schwiegen über Herkunft und Aussehen Roxelanes. Es war nicht üblich, das Leben der Konkubinen und Ehefrauen eines Sultans zu dokumentieren. In Stiftungsurkunden dagegen wurde Roxelane in der Rolle der wohltätigen Haseki beschrieben und mit idealtypischen Charaktereigenschaften ausgestattet. Diese Urkunden gelangten aber nicht an die Öffentlichkeit und ihr Inhalt blieb westlichen Beobachtern verborgen.
Es bestand also viel Raum für Phantasie und Spekulation. Roxelane wurde (nicht nur) im Westen in eine Tradition gestellt, die von als intrigant und dominant angesehenen Gattinnen und Geliebten antiker Herrscher und Philosophen ausging, wie in der Anekdote über Aristoteles und Phyllis. Oft wurde zudem ihr Name Roxelane mit Roxane verwechselt, dem Namen der Geliebten und Ehefrau Alexanders des Großen.
Erst im 20. Jahrhundert gelang es, ein nicht von erotischen Sensationen und Klischees geprägtes Verständnis des osmanischen Harems zu erreichen und damit den Weg zu ebnen für eine historisch-kritische Würdigung Roxelanes.
(....)
Roxelane – Wikipedia
,,Roxelana" There is no fire can burn me. Do you know why? Because I'm fire!
The first haseki, Hurrem. pursued the greater part of her career free from the restraints imposed by a mother-in-law, and she died before she could act as queen mother, valide sultan, to her own daughter-in-law, Selim II's haseki, Nurbanu.
Thus it was for the first time in the reign of Murad III, who ascended the throne in 1574, that valide sultan and haseki competed for influence over the sultan and over factions in government. The broad arena of power enjoyed by Hurrem could not easily be reoccupied by a concubine haseki in the presence of the valide sultan, the dynastic family’s eldest member. It is in this period that we observe the emergence of a hierarchy of female royal power, with the valide sultan at the top.
- Listen to me, Nurbanu, I trust you, I know about your devotion to the dynasty. You gave me grandchildren, became like my own daughter, but remember that any mistake can turn into an ordeal, even death, - the redhead took a breath, and in her voice there was a worrying hoarseness. - Never lose your vigilance. Onсe you forget about it, and sharp knife will stick in your back.