seit 2010
Wie ein Trashmail-Server mein Online-Leben einfacher und sicherer machte
Immer mehr und mehr Dienste wollen, dass ich mich für jeden Pipifax dort registriere.
Ich will einen Treiber für den älteren Drucker runterladen - sowohl der Druckerhersteller als auch die freien Treiberarchive wollen eine Registrierung.
Ich will im Kleinkleckersdorfer Tageblatt einen Artikel kommentieren, der mir via Twitter in den Ereignishorizont gespült wurde? Mailadresse bitte und Passwort ausdenken.
Ich kann mich doch nicht bei immer mehr Webseiten registrieren! Die Passwortsache hab ich halbwegs clever geregelt, aber wer soll den Überblick haben, wo ich überall registriert bin? Also falls mal was ist? Und mit jeder Nutzung eines nach einem Schema erstellten Passwortes wird das Schema ein kleines bisschen angreifbarer!
Und all die Newsletter!
Und SPAM!
Und SPAM-Newsletter!
Alleine bei den Diensten, die ich wenigstens gelegentlich nutze, ändert bestimmt einer pro Monat seine Geschäftsbedingungen, die ich dann per Mail bekomme und abnicken muss.
Die nervigsten Dienste pumpen ihren Müll bereits in ein altes GMX-Postfach, wo aber echte Mails zwischen Geschäftsangeboten aus Nigeria, Viagra-Reklame und Newslettern untergehen.
Ich werde von TrashMail gerettet. Es kostet nix und ich kann mir schnell eine Mailadresse mit "@trashmail.com" ausdenken oder den Vorschlag des Dienstes direkt übernehmen, die Mails lesen, gegebenenfalls einen Bestätigungslink anklicken und dann vergessen, dass sie je existierte.
Inzwischen hab ich bei einigen Diensten vermutlich ein Dutzend Accounts. Beziehungsweise nicht ich, sondern [email protected], [email protected], [email protected]...
(Volker König)




