Viva sin agua
Wir haben uns bewusst dazu entschieden, in der Trockenzeit Zentralamerika zu bereisen. Hauptgrund war der ein oder anderen Vulkantrek, den ich machen möchte, und das bei Schlammlawinen sicherlich nicht oder nicht gut geht.
Dafür erlebe ich hier eine Hitze wie selten zuvor. Ich könnte 4l am Tag trinken und duschen bräuchte ich theoretisch auch nicht, weil man ja gleich wieder schwitzt. Aber durch diese Trockenzeit wurde ich auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Das Leben ohne Süßwasser und wie selbstverständlich man es daheim nimmt.
Seit 2 Wochen sind wir hier und viele Hostels am Strand haben nur Salzwasserduschen bzw. Salzwasser in allen Leitungen. Das war zunächst eine Umstellung für meine Haut. Ok, beim kochen brauchte man den Reis nicht mehr salzen, aber der Geschmack war gewöhnungsbedürftig. Also hieß es Wasser im Supermarkt einkaufen und zum Trinken, Kochen und auch mal zum Gesicht waschen nutzen. Zu dritt kamen wir so auf 20l pro Tag.
Im jetzigen Hostel wird man gebeten, das kleine Geschäft nicht runter zu spülen, um Wasser zu sparen...
Die etwas teureren Unterkünfte lassen sich das Wasser natürlich liefern.
Auf der Insel Ometepe mitten in einem Süßwassersee, gab es frisches Wasser, aber auch nur begrenzt. Man wurde gebeten, max. 2 Minuten zu duschen. An einem Abend (während der Pizzaabend in vollem Gange war) hat es dann tatsächlich geregnet. Alle sind aufgesprungen und haben im Regen getanzt. Herrlich!
Also was ich damit sagen will: Verbraucht nicht soviel Wasser! Ein Deutscher verbraucht im Leben ( auch indirekt) das doppelte Volumen des Bodensees! Also Dusche aus beim Einshamponieren, Stopptaste beim Spülen benutzen und einfach mal bewusster mit dem Rohstoff Wasser umgehen. Gracias :)
Weiter Infos und Tipps: http://www.einfachzerowasteleben.de/wasser.html









