April 2020
Amazon ist nicht gleich Amazon
Seit 2014 benutzen wir einen kleinen Stick am Fernseher, um ihn smarter zu machen. Der Stick kann im Gegensatz zu unserem Fernseher streamen und direkt per HDMI-Anschluss in den Fernseher speisen. Diese 40 € waren sehr gut investiertes Geld, weil wir seit 6 Jahren einen technisch überholten Fernseher ohne WLAN-Funktionalität weiterbenutzen können, ohne Komfort einzubüßen.
Seit Beginn der Pandemie hat Amazon Prime Video massive Probleme beim Streaming zur besten Sendezeit abends nach 20 Uhr. Das Bild stockt ständig oder wird auf grobe Klötzchen minimiert.
An unserer Internetverbindung liegt das nicht. Laut Speedtest haben wir regelmäßig Datenraten über 30 Mbit/s, das sollte für mehrere parallele Streams dicke reichen. Aber nicht nur der Speedtest findet, dass das reicht. Amazon selbst findet das auch: Wenn wir über die Website am Laptop streamen, ist das Bild flüssig und hochaufgelöst. Nur ist das Bild eben viel kleiner, weshalb wir ja überhaupt den Stick gekauft haben.
Möglicherweise ist das ein Fall von geplanter Obsoleszenz, bei dem Amazon versucht, uns einen neuen Stick schmackhaft zu machen. Zumindest haben sie technisch die Möglichkeit, neuere Modelle zu erkennen und ihnen Priorität einzuräumen.
Vielleicht sollten wir einen neuen Stick kaufen – aber nicht heute! Wir schließen den Laptop mit einem ungenutzten HDMI-Kabel an den Fernseher an und müssen nur dran denken, dass wir die Fernbedienung des Sticks nicht zum Anhalten nutzen können.
(André Wendt)









