Ab Januar 2021
gleich glücklicher (dank neuer Eingabetechnik)
Im Januar erwähnt @kosmar bei Twitter eine neue Handytastatur namens Typewise Keyboard. Weil ich mich mit SwiftKey auch nach fast sechs Jahren und trotz der Einstellung “extragroße Tastatur” noch ständig vertippe, bin ich sehr interessiert an neuen Vorschlägen. (Was genau das Problem mit SwiftKey war, habe ich inzwischen vergessen. Ich glaube, es hatte damit zu tun, dass ich statt Leerzeichen immer irgendwas anderes erwischt habe.) Ich installiere sofort Typewise in der kostenlosen Testversion.
Hier habe ich beim Drei-Finger-Screenshot (den es auf Motorola-Androidhandys gibt) versehentlich “gl” getippt. Da ich aber glaube, gleich glücklicher zu werden mit dem neuen Layout, passt das.
Den Umgang mit dem Hexagon-Layout kann man in einem Spiel trainieren, das Spiel ist mir aber zu anstrengend und zu langweilig. Ich gewöhne mich auch ohne Training sofort an das neue Layout. Die Buchstaben sind trotz der ungewohnten Anordnung alle da, wo ich sie erwarte. Dass die Felder so groß und so sechseckig sind, führt dazu, dass ich mich vom ersten Tag an seltener vertippe. Nur mit dem l gibt es Probleme, weil ich es oft für das i halte.
Umlaute und ß gibt man durch Länger-Draufbleiben auf a, o, u und s ein, Großbuchstaben durch Wischen nach oben. Andere Sonderzeichen als die deutschen Umlaute wird man schon auch irgendwie eingeben können, ich war aber bisher zu faul, rauszufinden, wie, und schreibe halt “Pokemon” statt “Pokémon”. (Update: Ich habe herausgefunden, wo man sich ein individuelles Sonderzeichensortiment zusammenstellt und kann jetzt auch am Handy Saša Stanišić erwähnen.)
Die Wortvorschläge sind in der Gratisversion nur mittelmäßig. Davon abgesehen bin ich aber so zufrieden, dass ich Mitte März auf die Kaufversion umsteige, in der Hoffnung, dass ich dort individuellere und bessere Wortvorschläge gemacht bekomme. Das ist zwar bisher nicht passiert (oder jedenfalls nicht in auffälligem Umfang), es stört mich aber auch nicht weiter. Das Wort “Techniktagebuch” kann ich eingeben, indem ich “tt” schreibe. Wenn ich andere Schnellschreibwünsche hätte, könnte ich mir für die auch solche Abkürzungen zulegen. Bisher ging es aber auch so.
Weil ich in letzter Zeit die Duolingo-App kaum geöffnet habe, weiß ich noch gar nicht, wie gut Typewise mit unterschiedlichen Sprachen zurechtkäme (bei SwiftKey ging das ganz einfach). Aber es gibt zumindest Optionen dafür, also wird es schon irgendwie gehen, wenn ich es eines Tages wieder brauche.
Ideal ist der Zustand zum Aufschreibezeitpunkt im Mai 2021 noch nicht, ich tippe weiterhin auf der physischen Laptoptastatur viel schneller und bequemer als am Handy. Aber zumindest ärgere ich mich jetzt am Handy nur noch selten über wiederkehrende Vertipp-Probleme. Erst mal kann alles so bleiben.
(Kathrin Passig)













