Karwendel, Austria

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Karwendel, Austria
Verzichte auf verarbeitete Lebensmittel.
Genau, die in den leuchtend bunten Boxen, Bechern, Dosen und Tüten.
Der "Gesundheitsfaktor" eines Lebensmittels sinkt proportional mit seinem Verarbeitungsgrad.
Kaufe zum fürs Frühstück Haferflocken pur statt Frühstücksflocken oder Müsli.
Kaufe fürs Dessert Joghurt/Quark pur und gib selbst Obst+Honig hinein.
Mische dir Limo selbst aus Wasser und Zitronensaft.
Vielleicht habe ich es doch noch nicht verarbeitet?
Die stürmische Bö’
-meines Herbststurms.
Der trockene Rotwein zaubert mir seine tiefrote Schwärze auf die Wangen und meine Lippen sind so blau, wie uns die Liebe des anderen macht. Es schlägt ein Viertel vor Zwei.
Die Straßen sind vom sie kehrenden, sich austobenden Herbststurm leer gefegt. Nur wir sitzen, monochromfarben, mit frierendem Blick, auf der viel zu kalten Treppenstufe meines Hauseingangs und rauchen die diffundierenden Schwaden, akkumulierend zu Wolken, in die
Auch mich wühlte sie auf, Clara, mit ihren ungestümen, tosenden Gefühlen, begraben unter der lauen Bö’ ihrer gemalten Fassade von MakeUp ihres Charakters, um zu vertuschen, die von anderen, anmaßend als Fehler deklarierten Wesenszüge.
Sie sitzt schweigend, mit von meiner Hand zersaustem Haar, neben mir, während sie klagt von ihr schmerzenden Bauch.
Rückblick.
Ich seh ihren Film, so verschwommen auch die Bilder, tanzen Gefühle immer wilder und begehren auf, daher kommen die Schmerzen im Bauch. Die Seele trennt sich in unterbewusstem Stress vom Körper, dissoziiert, zwischen Realität und Vergangenheit, denn geteiltes Leid, ist halbes Leid.
Alles begann mit bebendem Streben nach Vereinigung. Während ich nachmittags noch in sehnender Erwartung den Spliff inhalierte, um das Stillhalten bis zum eruptierenden Moment zu ertragen, ließen wir in dem Zimmer, meinem, welches so ambivalent in seinem Charakter, den Film, welcher im Dunkeln des Raumes, auf dem Bildschirm des Laptops flimmerte, verwelken und widmeten uns unserem in Verbindungsein.
Das schokoladenfarbene Laminat, auf dem die moderne Einrichtung stand, kann kühl und vereinsamend wirken, doch säumte sich auf Boden, Couch und Schreibtisch eine Collage von zwei Liebenden. Ihren Unterschlupf versteckten, verdeckten sie, hinter sichtdichtem Vorhang lag die Liegewiese von Doppelbett.
Es war warm, die Heizung lieferte die Hitze für den Schweiß, den ich am nächsten Tag als Geruch von Moschus, der bitteren Note die in der Erinnerung bleibt und symptomatisch für die unzählbaren Kontraktionenen der Muskeln, die mich berührten.
Im Nachhinein duftet der geruch ihres Parfüms dezenter. Es ist die bittersüße Melancholie, die sich in allem hier festsetzte und Tage danach nur lieblich verblasst, mit der Macht von Erinnerung.
Es passiert jetzt, der Geruch strömt betörend, immer intensiver, während sich meine Lippen in ihren Nacken vergraben. Langsam beginnend, mit forcierend Geschwindig keit, fühle ich ihren Fuß auf und ab fahren, außen, an meinem rechten Oberschenkel.
Ich merke, wie das T-Shirt sich an meinem Oberkörper festsaugt, klamm, feucht werdend mit jeder Bewegung in folge eines Atemzugs. Sie zieht es über meinen Kopf. Ein Hauch des Aufpralls ist zu hören und ich vergesse alles um mich herum, lebe in diesem Augenblick, ihre Nägel im Genick.
Die Glut erlosch Stunden danach, die Uhr blendete mich mit Zweiuhrzwei, zurück in der Kälte, die Gedanken weg, ein klares Stupsen drückt mir ihre halb gerauchte Zigarette zwischen die Finger. Sie verschwindet, wortlos im Dunkeln, des düsteren Flurs.
Sie schleicht hinauf, verglommen ist unsere Liebessucht, die uns aneinander sog, aufgrund von heraufbeschworenem Trauma, resultierend aus Handlungen neurotischer Spinner, die induzierten den schmerzenden Bauch. Der zeichnet nun für ihr Leben, psychisch, physisch, eine Narbe.
Allein. Um mich herum nur totes Laub. Ich stehe auf, geh’ hinauf.
Liebesraub.
Es gibt ein Morgen,
zwar mit den selben Sorgen,
trotzdem neue Stunden um zu verbinden unsere alten Wunden.
Was bleibt sind Zigarettenstummel in Kaffeetassen,
Rotweinflecken,
und ein schwarzes, schweißgetränktes T-Shirt,
mit dem getrockneten Geruch von Sex.
Perplex.