thanks to the 21th century for having us equipped with new sneakers and the latest iphone. Keep us ilusioned that we about the price we pay, because as long we buy at malls we’ll buy into the lie of progress.
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@matthieumattlage
thanks to the 21th century for having us equipped with new sneakers and the latest iphone. Keep us ilusioned that we about the price we pay, because as long we buy at malls we’ll buy into the lie of progress.
Als ich angefangen habe etwas von meinem eigenen Leben zu erwarten fing es an real zu sein, denn wenn du immer hoffst alles von anderen zu bekommen, dann merkst du nie was du dir selbst alles geben kannst. Schließlich ist einzige was du im Leben mit Liebe bekommst schlicht und ohne Schnörkel: dein Leben.
Drei Russen um mich, zwei Typen mit Laptop sitzen mir gegenüber, auf einer speckigen Couch. Ich weiß nicht ob ich Angst habe, oder ich auf Drogen bin. Die Dissoziation greift um sich, umringt mich. Letzte Woche traf mich die Stirn eines Typen auf die Nase. Nasenbruch, Herz gebrochen gestern noch ganz, heute immer noch kaputt. Eine von den Russinnen ist meine Freundin. Ich liebe sie. Nur sie kann mich trösten. Ihre beste Freundin ist auf Besuch. Sätze russischer Sprache knattern wie ein Maschinengewehr. Rausziehen, rausholen, aufwachen, am eigenen Schopfe muss ich mich selbst.
It's getting colder. I'll hold you closer. The state of my mind had changed but the mountains are still there. Protecting us.
MDMA is okay.
a guy on speed
Schwarz ist wieder modern. erneut glimmt die Zigarette herunter. Ich tauche schon wieder unter. Nichts bleibt wie es ist. Draußen zwitschern Vögel und ich ärgere mich über mich selbst. Hätte ich dir eher schreiben sollen? Bin ich, ich, wenn ich dein cooler, lässiger Typ bin Oder bist du einfach zu weit weg? Heute schmerzt mein Herz, dabei ist doch deine kleine Romanze, die du für mich empfindest nur ein Scherz, oder? Lebst du nur im heute existiere ich für dich nur jetzt? Du könntest die eine sein, bleibst du denn?
F wie Fragezeichen
Ich kam gerade mit meinem vierten Vodka-Orange heute von der Theke durch den schmalen Gang, der zur Küche des Hotels führte. Einer der wenigen Vorteile in der Gastronomie zu arbeiten, ist die Möglichkeit sich schon bei der Arbeit über sein Leid hinweg zu trinken und dafür auch noch bezahlt zu werden. Mit durchgestreckten Armen stützte sich Adrian, einer der Köche auf die Eistruhe und starrte durch Glas in die Kälte. Seine Mundwinkel hingen resigniert und traurig nach unten. Er dachte nach. Irgendetwas zermarterte sein Hirn und ich wusste genau wie er sich fühlt. Du hast viel Zeit zum nachdenken, während du schmutziges Geschirr in einen grauen Kasten einsortierst und ihn in die Spülmaschine schiebst, oder auf den Inhalt einer Pfanne starrst, damit der nicht anbrennt. In der Küche erzählte er öfter von seiner Ex, die wohl Schluss gemacht hatte, weil er fremdgegangen war. Heute bereut er es scheinbar. Er versucht sein Selbstbewusstsein mit Selfies in schummrigen Licht wieder aufzubauen. Die Resultate davon tummeln sich in regelmäßigen Abständen in meinen Neuigkeiten auf Facebook. Bei mir war es anders. Ich machte mir Hoffnungen, bevor sie mir die überhaupt verbieten konnte. Ich wollte mich darüber aufregen, dass sie mich verwirrt. Dabei war ich es, der sie wohl am meisten verwirrte. In einer freien Minute schrieb ich ihr. Meine Tasten flogen über die digitale Tastatur: "Die Zeit gerade zwingt mich jemand zu sein, der ich eigentlich nicht bin. Ich steh gerade zwischen zwei Türen. Die eine hab ich noch nicht zu gemacht und die andere ist noch nicht weit genug offen um durchzugehen. Ich meine, die Freiheit, die ich dadurch genießen kann ist überwältigend, aber gleichzeitig macht das einsam. Die anderen um mich rum sind noch voll im Abi, hängen mit ihrer Gang rum und so leid mir das tut, aber die sind total uninteressant für mich. Keine Ahnung warum. Die haben irgendwie schon ihre großen Träume, für die kleinen Pläne abgeschrieben. Leider gibt es hier sehr wenige für mich interessante Leute. Finde ich mal jemanden, dann sagt mein Selbst zu mir: "Hey du, du bist in ein paar Monaten weg, also probier garnicht erst Wurzeln zu schlagen.", das kotzt mich an. Kommt dann dazu, dass davon die meisten älter sind als ich, was an sich kein Ding ist, weil das schon immer so war, aber unter den Voraussetzungen mich das verdammt unsicher macht. Ich hab das Gefühl, dass ich dann manchen gegenüber Arschloch bin, einfach zum Selbstschutz, oder jemand der Verhaltensweisen nachahmt, was ein echt beklemmendes Gefühl der Ich-Auflösung nach sich zieht. Dabei hatte ich doch meine Täterstrukturen kontrollieren gelernt und meine Identität psychisch und emotional gefestigt.. Also wie kann ich dir gegenüber nicht verdammt infantil und verträumt rüberkommen?". Stille in meinem Kopf. Ich werde bis zum Ende meiner Schicht noch sechs weiter Drinks geleert haben, bevor ich mich in der Dusche erbreche. Ohne eine Antwort von ihr. Ich verstand das. Die Wut wurde zu Melancholie. Ich hasste mich für den Schmerz, den ich ihr zufügte und konnte den, den ich spürte kaum ertragen. Während sich Tränen unter die Tropfen aus der Dusche mischten, merkte ich, wie sich der Druck von den aufgestauten Gefühlen langsam löste. Verstört fand ich den Weg aus der Dusche in mein Handtuch. Mir wurde bewusst, dass ich das Geschehene, Geschriebene nichtmehr rückgängig machen konnte. So wie der Alkohol noch in meinem Blut war. Es tut mir leid und erst recht weh, doch welchen Anspruch habe ich noch auf Ihre positiven Emotionen, habe ich sie ja tausend mal mehr verletzt?
Drauf und die Kippe danach.
Scheinbar Unscheinbar
Die schillernde Nacht, bunt von ihren Lichtern, verglimmt in den letzten dunklen Stellen, am sich blaufärbenden Himmel. Die Äcker mit ihren Rainen und dem noch grünen Getreide. Sie rauschen durch mein, von der Karosserie um das Fenster beschränktes Blickfeld. Der Bodennebel des grauenden Morgens und das fahle, verhalten schimmernde Sonnenlicht, lassen das satteste Grün nur als Petrol erscheinen. Ich starre. Die Depression der durchzechten Nacht, lässt mein Herz zerreißen und meine Brust implodieren. Mir wird bewusst welch künstliche Welt mich in den letzten Stunden umgab. Wie ich schon wieder versagte im verheißungsvollen Kontakt mit den Frauen die ich sah und begehrte. Ich zweifele an mir und hülle mich in Schweigen. Drei Joints brauchte es noch, bis ich endlich schlafen konnte und ich hatte Angst, dass es von den Teilchen käme, doch das war weit gefehlt. Es rührte von Vergänglichkeit, der ewigen Sorge vom "Nichtmehr-Sein", weltliche Nöte und die Schuldgefühle von der neuerlichen Flucht. Von tiefen, verstörenden Träumen gebeutelt erwachte ich in einem drückend schwülen, bewölkten Sonntagnachmittag. Die kalte Dusche war belebend. Ich stieg in mein Auto und fuhr hinaus. Meine Haare hatte lose in einem Dutt zusammen gebunden und trug aufgrund des indirekt grellen Lichts eine Sonnenbrille. Das Motiv des beschränkten Sichtfelds wiederholte sich in der Gestalt zweier unermüdlich schaufelnden Windkraftanlagen. Der harzige Rauch, den ich inhalierte trieb mich auf das Getreidefeld. Scharfe Blätter schnitten unablässig in die Haut meiner Beine. Ich bewegte mich mittig auf mein Tor zu einer anderen Welt zu. Ich imaginierte Bilder auf die Leinwand von Himmel und sah sie. Die lose Bekanntschaft, der scheinbar nur der Infantile Hoffnung schenkt, in ihr eine Bedeutung sieht. So schön das Bild, so wenig Bezug zur Realität. Nun kann ich benennen das Gefühl, das mich so quält. Ich fühle mich allein und habe Angst der Grund dafür ist zu unscheinbar zu sein.
Der satte Glanz der Metropole. Berlin im Mai.
Utopie
Der Mensch hat durch seinen Verstand die Fähigkeit verloren, in Symbiose mit Flora und Faune zum größtmöglichem Glück zu streben. Während wir, mit der sich immer mehr beschleunigenden Technokratisierung, zu grausamen Herrschern werden, die sich die Natur zum Untertan macht, statt's ihre zu lieben und zu ehren. Was bleibt uns noch zum Atmen, von einer Welt umgeben nur aus Plastik? Ich liebe die Pflanzen, im Morgenlicht, ihre Blättern, grüner Schein. Sie hauchen mir die Lebensenergie ein. Wir müssen wieder lernen auf unser Herz zu hören, Lebewesen um Rat fragen, statt's in Handtaschen zu tragen. Einst wir bogen falsch ab, lasst uns nicht umkehren, aber neue Lehren akzeptieren. Umdenken. Unsere Generation findet schon heute keinen Sinn mehr in monotonen Jobs. Wir wollen leben. Alles erfassen, keine Zeit verschwenden in lästige Trivialität. Immer jetzt.
Was mich angeht, würde ich mein letztes Hemd für diese Band geben.
Enddreißiger in einer retardierten Kifferunde -allein schon die Tatsache, dass er seinen Freundeskreis als Band bezeichnet verdient Respekt.
Sie: Dein scheiß Gras macht dich doch einfach nur taub.
Ich: Lieber bekifft heulen, als besoffen jemanden verletzen.
Auch wenn mich die Monotonie der Tage ziemlich betrübt, noch ein "happy 420!".
Zeitmaschine. Kiffen ist wieder modern. Keine Pläne. Es reicht ein Vielleicht. Kein Kapital was bleibt. Uniformer Konsum lässt uns zurück vor Ruinen des Markts. Flucht in die Poesie. Einsame Individualisten. Kunst und Kultur. Hanf bedeckt Körper. Sozialökologen.
Spucke wird zu Gelee. Monochrom zu intensiv Farbenfroh. Zeiten vergehen, wie die du Jugend. du würdest leugnen dich, wie du warst in deinen Zwanzigern. Tränen trocken Ehen ersetzt durch Affären. unsre leeren Leben lehren. Generationen.
Matthieu Mattlage
Ein Kartenhaus aus gezinkten Karten ist nicht zwingend stabiler.
@matthieumattlage