Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe beim Buchen des Schiffs von Rotterdam nach Großbritannien versäumt, das Tickets für den Shuttlebus vom Bahnhof zum Fährhafen in Rotterdam gleich mit zu buchen. Kann ja auch niemand ahnen, dass dieser Fährhafen 40 km von der Innenstadt entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur zu erreichen ist, wenn man bereit ist, danach noch knapp zwei Stunden zu Fuß zu gehen.
Auf der Website der Fährunternehmens P&O steht, dass man diesen Shuttlebus unbedingt im Voraus buchen soll.
Wie man das macht, steht da nicht. Auf der P&O-Website bekommt man kein Busticket mehr, wenn man das eigentliche Schiffsticket bereits gekauft hat. Auf der Website des Shuttlebusanbieters gibt es gar nichts außer dem Hinweis auf die Existenz des Shuttlebusanbieters.
Ich google stundenlang nach Lösungen, wühle in den schlammigen Sedimenten vieler Reiseratgeberplattformen und finde immer wieder den Hinweis, dass man sich einen Platz im Bus reservieren muss, gelegentlich auch den Ratschlag, das am besten auf dem Schiff zu tun. Aber ich bin noch gar nicht auf dem Schiff, und um aufs Schiff zu gelangen, brauche ich erst mal den Shuttlebus.
Andere raten zur telefonischen Reservierung. P&O hat viele verschiedene Telefonnummern in vielen verschiedenen Ländern. Nachdem ich die Techniktagebuchredaktion gründlich darüber informiert habe, was ich davon halte, dass man mich zum Telefonieren zwingt, rufe ich schließlich eine davon an.
Dank Duolingo kann ich, wie sich herausstellt, niederländische Voicemaillabyrinthe jetzt einwandfrei verstehen (abgesehen von “druk op hekje”, aber das lässt sich ja erraten). Allerdings enthält das Voicemaillabyrinth auch bei dreimaligem Anhören keine Option, das Busticket zu buchen oder auch nur mit einem Menschen zu sprechen.
Ich versuche es per Mail und bekomme zwei Stunden später eine automatische Antwort, die mir versichert, dass die P&O-Website alle meine Fragen beantworten wird.
“Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass man schon nicht wirklich reservieren müssen wird”, sage ich zur Redaktion, “wenn das so schwer ist, schafft es sicher auch sonst niemand.”
Letztlich hat der Busfahrer dann zufällig noch einen Platz für mich frei. “But next time, buy a ticket!", ermahnt er mich. Auf meine Frage, wie man das macht, sagt er "There must be a way, but I don't know it."