#dermitdemGolftanzt
Es schien als hätten die deutschen Autohersteller es endlich geschafft. Nachdem vor allem in den 80er Jahren Autos „Made in Germany“ in Hollywood-Filmen meist negativ auffielen – entweder als Fortbewegungsmittel des Bösen (Mercedes) oder des Dummen (Volkswagen ... ja, dazu zählt auch Herbie) –, durften zuletzt echte Helden mit BMW und Co. durch Filmwelten cruisen. Der VW-Skandal könnte das neue Image jetzt gefährden. Leonardo DiCaprio hat sich bereits die Filmrechte für ein Buch zur Abgasgaudi gesichert. Mal abgesehen von der Frage, wo denn so schnell jetzt das Buch herkommt, stellt sich vor allem diese: Wer spielt die tragische Hauptrolle, wer gibt den Winterkorn? Einige Vorschläge liegen auf der Hand: Kevin Costner (Der mit dem Golf tanzt), Nicolas Cage (Con Air TDI – ja, dauert ein bisschen) oder Gerard Butler in Der Phaeton der Opel... Moment. Phaeton ist ja schon eine Oper, beziehungsweise eigentlich eine Figur aus der griechischen Mythologie, die eines Tages den Sonnenwagen klaut und damit einen Unfall baut, eine Katastrophe solchen Ausmaßes, dass Ovid darüber schreibt: „Die Erde geht in Flammen auf, [...] und die ungeheure Feuersbrunst verwandelt ganze Völker zu Asche.“ Joa, nah dran. Doch weil es so schön war noch einige Vorschläge für den Volkswagen-Film: Ralph Fiennes spielt in „Der englische Passat“ einen VW-Manager, der sich nicht an manipulierte Abgaswerte erinnern kann. Oder: In der 3D-animierten Tragikkomödie „up!“ macht ein alter Manager einem kleinen Jungen vor, dass die Luftballons, die aus seinem Schornstein kommen, kein Helium enthalten. Was noch? „The Lupo of Dieselstreet“, ääh.. „Polo Fiction“, Moment, Moment, irgendwas mit Herr der Ringe und Audi... Gut, Leonardo DiCaprio wird sich schon etwas ausdenken. Im Zweifelsfall ein garantierter Kassenschlager: Titanic 2 (ma)
Zum Verwechseln ähnlich: Kevin Costner als Martin Winterkorn Foto: dpa














