Alexander van der Bellen ist der neue Bundespräsident der Republik Österreich. Die Stichwahl war so knapp wie noch nie.
Die Wahl ist geschlagen und der Sieger steht fest, allerdings war die Entscheidung so knapp wie noch nie in einer Bundespräsidentenwahl in Österreich. Ob eine knappe Entscheidung Gut oder Schlecht ist, soll hier einmal außen Vorgelassen werden, was jedoch wichtig ist, ist wer die Entscheidung getroffen hat und wie mit ihr umgegangen wird.
Im Vorfeld dieser Wahl gab es immer wieder Äußerungen, von verschiedensten Stellen, dass ein Bundespräsident Norbert Hofer Konsequenzen mit sich bringen würde, welche für Österreich nicht von Vorteil wären. Man muss sich dies dies erst einmal durch den Kopf gehen lassen und überlegen, was solche Aussagen von “Wächtern der Demokratie” und des “Rechtsstaates” eigentlich bedeuten. Eine Politische Wahl ist immer ein Wettkampf verschiedener Ideologien und Lösungsansätzen, und in einer funktionierenden Demokratie hat nun einmal jeder das Recht seine Ansichten dem Suverän, also dem Volk, zu unterbreiten. Es ist die Aufgabe des Volkes zu Entscheiden welche Ideologie oder welchen Vertreter es sich wünscht.
Ein Wahlkampf der gelassen und ohne Emotionen geführt wird, ist nur eine Fassade, den wer für seine Überzeugungen eintritt und jemand anderes von den selbigen überzeugen möchte, der kann es sich nicht leisten diese nur Halbherzig darzulegen, nein er oder sie muss voll und ganz hinter ihnen stehen. Beide Kandidaten, die sich dieser Wahl stellten haben dies getan und Österreich kann daher stolz auf sie sein, sowohl auf Herrn Van der Bellen als auch auf Herrn Hofer. Jedoch sind es selten die Kandidaten selbst, die negativ auffallen, meistens sind es die Helfer oder andere Personen die alle möglichen oder auch unmöglichen Schlüsse aus den kleinsten Sätzen, Gesten oder Formulierungen ziehen.
Links gegen Rechts. Rechts auf dem Vormarsch. Rechtsextrem. Nazi.
Demokratie gegen Unterdrückung. Tyrannen auf dem Vormarsch. Monster. Das Ende der Welt.
In vielen Texten, Gesprächen und Analysen bekommt man den Eindruck vermittelt, alles was nicht der Gesinnung eines “Weltoffenen und Einladenden Blumenkindes” entspricht wäre böse oder schlecht. Die Überwältigende Mehrheit (99,9%) der Menschen die einen “rechten” Bundespräsidenten wie Herrn Hofer gewählt haben, sind keine schlechten Menschen, nein aber sie haben, das geschehen um sie herum beobachtet und sind mit der Situation, dem Handeln der Politischen Eliten oder den nicht funktionierenden Lösungsversuchen unzufrieden und haben sich entschieden etwas neues zu tun - was ihnen auch durchaus zusteht. Ob ihre Entscheidung “Richtig” oder “Falsch” war kann erst im historischen Nachhinein beurteilt werden, aber es ist zu bedenken, dass immer wieder das gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten, Wahnsinn ist.












