magical underworld of Waitomo. . . 📸: @ryanresatka 📍: Waitomo,NZ
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IF YOU COULD STOP TIME: HANNE LIPPARD/ FLESH IN DEN KW
Sonne im Winter macht dankbar, wenn sie nach längerer Dunkelheit kommt, am Sonntag unerwartet dazu, wo Zeit den Tag segnet. Ein kleiner Spaziergang den Weinbergsweg hinunter, Rauch steigt aus den Kaminrohren der Ackerstraße.
Ecke Torstraße Espressomaschinen im Schaufenster, silbern schön in kubistischer Form, lassen einen Espresso als Alternative für unsichtbaren Schmuck in der Schatulle zu. Die Frage wer solche Maschinen kauft, beantworte ich mir nicht. Verschiedene Geschichten könnten dazu passen, Küchen in innenarchitektonischer Akkuratesse.
Heute ist das Eröffnungswochenende der Ausstellungen von Ian Wilson und Hanne Lippard, der Eintritt ist frei. Der Weg zu den Kunstwerken über grobe Pflastersteine der Hofeinfahrt, grüne Metallbänke im Hof und einer anderen Berliner Zeit.
Der große Ausstellungsraum ist fast leer. Die Feuerlöcher an den Wänden bekommen Bedeutung. Erst einmal atmen, Platz und Raum als unerwarteter Luxus, eine Möglichkeit anders zu denken oder einfach ein paar Schritte zu laufen. In der Mitte eine Wendeltreppe mit Stäben hoch hinaus und Treppenstufen, fast scheinen sie apricot. Wir müssen in einer kleinen Schlange warten, bevor es spiralförmig nach oben geht.
Das Geländer verändert die Dimension, wird kleiner, das eigene ICH größer, je nachdem wie man es nimmt. Ein Gefühl vom Kind in der Höhle, doch die Aussicht mit Fenstern in den Himmel, lässt mich in ein Raumschiff mit Bullaugen gleiten. Höhe und Tiefe. Enge und Weite. Geometrie und Licht. Festhalten und Loslassen. So sitzen die Erwachsenen manche mit Kindern an den Fenstern auf Holzbänken in einem viereckigem Raum, sich gegenüber, in der Mitte der Weg zurück über die Treppe. Die Stimme von Hanne Lippard schallt durch den Raum, spielt mit Phonetik und Fragen. „Rome wasn´t built in a day.“ Vom Ein- und Ausatmen spricht sie, vom Geben und Nehmen und der Frage wo man es herbekommen kann. Ab und an knallen Köpfe beim Aufstehen an die Decke. „Don´t hesitate“. Eine ältere Dame erkundigt sich bei ihrem Begleiter, ob die Deckenhöhe wirklich 1,60 Meter sei, dann wäre sie unbemerkt um 10 Zentimeter geschrumpft.
Wann ist es zu spät, fragt Hanne Lippard : „If you could stop time, what would you do and why?“ 12 Minuten läuft das Band, genug Zeit um sich auf die Frage einzulassen: „What matters?“
Auf dem Weg zurück über die Treppenstufen, Schritt für Schritt richtet man sich wieder auf, läuft aufrecht zurück in die Welt und ich habe erneut eine Ahnung, was es heißt klein zu sein, körperlich und mental und wie schön es ist, wieder aufzustehen.
HANNE LIPPARD: FLESH 20. Januar- 9. April 2017
KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69 10117 Berlin
The way to Mangapohue Natural Bridge. #mangapohuenaturalbridge #waitamo #teangaroad #newzealand (hier: Mangapohue Natural Bridge)
Today's highlights #3: Mangapohue Natural Bridge on Te Anga Road, close to Waitamo Caves. #mangapohuenaturalbridge #waitamo #newzealand #nofilter (hier: Mangapohue Natural Bridge)
Today's highlights #2: Marokopa Falls on the curvy Te Anga Road in the Waitamo District, close to the western shore of the North Island. #marokopafalls #waitamo #newzealand #nofilter (hier: Marokopa Falls)
MOMENTS IN PARIS: AU REVOIR & ZUGABTEIL
Zeit auf Wiedersehen zu sagen. Ich freue mich auf Berlin und darauf, dass ein zuhause nicht nur der Ort ist, wo Rechnungen ankommen. Zurück geht es wieder mit dem Zug ein Vakuum-Moment, über die Schienen getragen, nichts zu tun, außer sich der Zeit zu ergeben, die lang werden kann oder besonders. Die Kinder meinten im Schlafwagen ohne Laptop und elektronischen Spielspaß, als wir in den Etagen-Betten lagen, dass wir uns lange nicht mehr so unterhalten hätten. Keiner konnte wegrennen, auf sein Handy gucken, sagen: “Ach das ist laaaaaaaaaaangweilig.” ein Spruch, der mich auf Hochtouren bringt. Wir haben uns über nichts weltbewegendes unterhalten, darüber dass man besser die Schlafwagentür abschließen sollte, warum der Zug auf einmal rückwärts fährt, dass hoffentlich keiner mehr zusteigt, der vorher einen Imbiss besucht hat, über die luxuriöse Ausstattung der Abteile im Film “Mord im Orient-Express”, ob wir uns nachts auf dem Weg ins Zug-WC begleiten sollten, über die einfachen kleinen Dinge. Das war schön.
MOMENTS IN PARIS: WOLKENBRUCH UND MITTAGSSCHLAF
Ich wohne im 9. Arrondissement, ein paar Minuten vom Moulin Rouge entfernt, habe eine Boulangerie im gleichen Haus, die Kinder fragen, warum die Bäcker nicht nach Berlin auswandern würden, sie würden doch ein Vermögen mit ihren Fertigkeiten machen können. Paris ist groß, auch wenn man schon viel gesehen hat, zieht es mich wieder zum Place la la Opera, dem Markt in der Rue Mouffetard, auf das Dach vom Lafayette mit der Aussicht auf die helle Häuserkulisse und dann kommt irgendwann der Punkt, wo die Füße nicht mehr laufen können, Müdigkeit die Lust nach neuen Eindrücken besiegt und ich denke, ein Mittagsschlaf ist wunderbar, es beginnt zu regnen, Licht schimmert schwach durch die weißen Vorhänge, ich sage mir noch, dass eine Stadt oft so zu dir ist, wie deine Begleitung und frage mich, wie sie zu mir war, als ich allein in ihr war, ich kann mich kaum erinnern, weil sich vieles verändert, sich dreht wie die Schnecke der kreisenden Pariser Arrondissements.