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Kaum auf dem Markt, ist die neue Generation des Mustang teurer geworden: Ford hat die Preise von Coupé und Cabrio, sowohl als Vier- als auch als Achtzylinder um je 2.000 Euro erhöht. Als Grund für die Preisanpassung der in den USA produzierten Fahrzeuge nennt der Hersteller den verschlechterten Wechselkurs Dollar-Euro.
Der Einstieg in die Mustang-Familie ist jetzt ab 37.000 Euro möglich, dann…
Die Wechselkursschwankungen zwischen Dollar und Euro treffen den Konsumgüterriesen Procter & Gamble hart. Umsatz und Gewinn gaben deutlich nach, Firmenchef A.G. Lafley spricht von „beispiellosen“ Herausforderungen.
Rucksack gepackt, Reservierungen zum grössten Teil gemacht. Um die verschiedenen Hotels und Reiseorganisationen anzurufen, sind wir in ein Locutorio gegangen, von wo aus man für 50 céntimos pro Minute nationale und internationale Anrufe tätigen kann. Da hier ein Telefonat von Arequipa nach Cuzco ungefähr so viel kostet wie von Stuttgart nach Paris, ist es wirklich günstig. Im Locutorio war ich sehr froh, Kathe an meiner Seite zu haben, da man den Gesprächspartner nur sehr leise verstehen konnte. Jeweils die erste Hälfte der Gespräche führte ich, um dann ("Kathe, Ayúdame!") an meine peruanische Freundin zu übergeben.
Anschliessend gingen wir ins Zentrum, um das nötige Reisegeld zu wechseln. Sowohl der Euro als auch der Dollar haben im Moment einen sehr schlechten Wechselkurs. Vor drei Jahren war ein Euro fast fünf Soles wert, jetzt sind es nur noch 3,2.
Spontanität muss in Peru schnell gelernt werden: In letzter Minute hat es wieder Änderungen im Reiseplan gegeben. Die Urwaldtour findet zwei Tage früher statt. Dadurch habe ich keinen Puffertag in Cuzco, sondern muss nach einer Nachtfahrt gleich in den nächsten Bus nach Puerto Maldonado springen.
Abschliessend ein Lob an die Couchsurfer, die mir bei meiner Planung wirklich gut geholfen haben und mir die Angst vor der Fahrt nach Puerto Maldonado nahmen. Mit etwas Glück übernachte ich auch bei einer von ihnen. ¡Vamos a ver!
Im Spaß sage ich meinen StudentInnen immer: „Bei jeder dritten Frage in der mündlichen Prüfung ist China die richtige Antwort.“ Stimmt natürlich nicht ganz. Aber es zeigt die Bedeutung des Riesenreichs auch bzw. gerade in der Ökonomie. Vor etwa zehn Jahren habe ich in meiner Vorlesung ‚bereits‘ eine intensive Gruppenarbeit zur ökonomischen Bedeutung Chinas durchgeführt, obwohl China damals noch im Aufbruchsprozess war. Aber bereits damals war absehbar, dass sich durch das bevölkerungsreichste Land der Erde auch die Weltwirtschaft in ihren Strukturen verändern wird. Und trotzdem musste ich jetzt feststellen, dass ich noch gar keinen eigenen Beitrag an dieser Stelle zu diesem Land veröffentlicht habe. Deshalb heute dieses Thema – weitere Beiträge dazu werden folgen. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu diesem Land auch einen Beitrag schreiben können und wollen (ich weiß, dass viele meiner ehemaligen Studies – nicht nur die MBAler – bereits dort waren), sind Sie herzlich dazu eingeladen. Mein erstes Thema dazu: die aktuelle Wechselkursentwicklung.
Nachdem lange Zeit Unsicherheit über die Orientierung der Chinesischen Währung herrschte, offiziell orientierte sich der Wechselkurs des Renminbi an einem Währungskorb, de facto wurde er aber in Relation zum US-Dollar ausgerichtet (Deshalb findet sich in der Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank auch bei China der Hinweis :“Der De-facto-geldpolitische-Rahmen ist eine Wechselkursanbindung an den US-Dollar“; Hervorhebung von mir), hat sich nun mittlerweile wohl doch die Fixierung zum US-Dollar als die richtige Zielgröße auch in den offiziellen chinesischen Verlautbarungen durchgesetzt. Nicht anders sind Meldungen in der Presse zu verstehen, dass sich die Zentralbank Chinas zu einer Erweiterung der Bandbreite ihrer Währung zum US-Dollar entschlossen hat. Danach kann nunmehr der Renminbi um 1 Prozent um einen Mittelwert zum US-Dollar schwanken (siehe z.B.: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/renminbi-china-lockert-wechselkurs-seiner-waehrung-11717639.html).
Volkswirtschaftlicher Sinn dieser Maßnahme? Beschränkungen in der Konvertibilität einer Währung behindern generell Währungen in ihrem Gebrauch für die Refinanzierung von Staaten und dessen Handelsaktivitäten. Durch die Ausweitung der Bandbreite geht China einen weiteren, wenn auch kleinen Schritt in die umfassendere Verwendung seiner Währung in der Weltwirtschaft. Zudem kommt China seinen Dauer-Kritikern entgegen. Diese mahnen schon seit Jahren eine Freigabe des Renminbi an, da die chinesische Währung tendenziell unterbewertet ist (Warum das so wichtig ist? Na da verweise ich einmal auf mein Buch Internationale Wirtschaft aus dem letzten Jahr und dort auf Kapitel 2 zur Geld- und Währungspolitik, da kann man nämlich alles schön nachlesen). Eine weitere, wenn auch nur schrittweise Ausweitung der Bandbreite würde eine Aufwertungstendenz verfestigen.
Aber ist eine solche Maßnahme aus diesem Grunde wirklich noch nötig? Inzwischen kommen Meldungen zu uns, die zumindest von einem leichten Abflauen des stürmischen Wachstums der chinesischen Wirtschaft zeugen. Ein großer Aufwertungsdruck wäre dann erst einmal nicht zu spüren. Also ich denke, es geht tatsächlich um ein auch politisches Signal der chinesischen Regierung an die Welt: seht her, unsere Währung ist besser handelbar, wir machen uns unabhängiger vom US-Dollar, und - mit weiteren Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit – unsere Währung kann eine wichtige, wenn nicht sogar zentrale Rolle im Weltwährungsgefüge einnehmen. Bis hin zu einer Konkurrenz zum US-Dollar als Weltwährung?