Kleie - Superfood oder Abfall?
Kleie: Wie gesund ist das Superfood? Als ich beschlossen hatte, einen Artikel über Kleie zu schreiben, recherchierte ich dazu im Internet und fand vornan Aussagen wie: „Superfood“, „Gesund mit Haferkleie“, „Abnehmen mit Weizenkleie“,“ Weizenkleie - Multitalent für die Gesundheit“, „Weizenkleie hält den Darm fit“, „Haferkleie gut für den Cholesterinspiegel“, „Haferkleie: noch gesünder als Hafer“ u.v.a. Schon aus meinem Studium wusste ich, Kleie dient hauptsächlich als Rohfaserlieferant und ist für den Fleisch- und die meisten Allesfresser kaum verwertbar, also auch das darin enthaltene Rohprotein nicht. Gleiches gilt für den Menschen. Selbst für Pflanzenfresser, wie dem Pferd, ist das in der Kleie enthaltene Rohprotein schlecht verwertbar. Diese Erfahrungen haben sich in meiner 40-jährigen Praxis bewiesen. Was ist eigentlich Kleie? Früher als minderwertiges Futter für Tiere eingesetzt, ist Kleie ein Mühlennebenprodukt, eigentlich ein Abfallprodukt. Die Kunst ist es, aus Abfall Gold zu machen, ähnlich wie mit der Molke. Ganz einfach, indem man Gutgläubigen einredet, diese Produkte gehören eben zur Gruppe der „Superfoods“. Zur Vermarktung hilft ein schnell verfasstes Szene-Buch von einem „Ernährungsguru“ und schwups, der Abfall erhält schon einen goldschimmernden Anstrich und lässt sich bestens verkaufen. Dabei Read the full article
















