Ich muss zugeben, ich habe mich etwas verknallt, in deinen Charakter und deine Wortgewalt.
keinanker
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Ich muss zugeben, ich habe mich etwas verknallt, in deinen Charakter und deine Wortgewalt.
keinanker
“Du wirst schon sehen. Irgendwann. Hinter der Nacht. Irgendwo. In deiner Stille. Findet dich ein Wort, an das du dich halten kannst.”
—Lilly Lindner
Schlaf [...] Schlaf, und wach nicht auf, bevor es vorbei ist.
Ransom Riggs, Die Bibliothek der besonderen Kinder
DIE WORTE AUS DER BURG –
Wolfgang Frommel
ÜBER DIE GEISTIGE NACHFOLGE: „Wir sind nicht hier, um Erbe zu verwalten, sondern um Zeugen zu sein für ein Feuer, das niemals erlöschen darf. Wer den Blick des Meisters einmal erkannt hat, für den gibt es kein Zurück mehr in die Beliebigkeit.“
ÜBER DAS CASTRUM PEREGRINI: „Die Burg ist kein Ort des Rückzugs, sondern ein Ort der Sammlung. Hier draußen, an der Gracht, inmitten der Gefahr, bauen wir das Reich, das nicht von dieser Welt ist, aber in dieser Welt Gestalt annimmt.“
ÜBER DEN PÄDAGOGISCHEN EROS: „Einen jungen Menschen formen heißt: ihm den Spiegel seiner eigenen, noch schlummernden Hoheit vorzuhalten. Es ist ein Dienst am Licht, der Disziplin und Opfer verlangt.“
ÜBER DIE KUNST UND DAS LEBEN: „Dichtung ist kein Zeitvertreib, sie ist das Fundament, auf dem wir stehen. Jedes Wort, das wir sprechen, jede Geste, die wir vollziehen, muss von jener Strenge zeugen, die wir in den Versen Georges gelernt haben.“
ZUM WESEN DER TREUE: „Treue ist die Fähigkeit, im Dunkeln das festzuhalten, was man im Lichte gesehen hat.“
DIE STIMME DER SCHIRMHERRIN –
GISÈLE VAN WATERSCHOOT VAN DER GRACHT
ÜBER DIE KUNST ALS SCHUTZ: „Wir fühlten die Freiheit im Haus, nicht draußen. Das Atelier hatte nur wenige Quadratmeter, daher war es umso wichtiger, den Frieden zu bewahren. Wir beschäftigten uns täglich mit Kunst, um scharf zu bleiben und uns gegenseitig herauszufordern.“
ÜBER DIE BURG AN DER HERENGRACHT: „Ist es nicht wundervoll? Die weißen Wände, die weiße Decke, der Boden, das Licht. Das ist genau das, was man braucht. Ich habe mein eigenes Kloster gebaut, meine Festung der Pilger.“
ÜBER IHRE BERUFUNG: „Papa, du hast es immer gewusst: Ich will malen.“ (Ihre Antwort auf die Frage ihres Vaters nach ihrer Zukunft)
ZUM WESEN DER STILLE: „Ich ließ mich von der Stille der dicken Backsteinmauern tragen.“9
»Er war der letzte Dichter, der noch ein Reich errichtete.«
GOTTFRIED BENN
»Die Leute suchen hinter einem Gedicht was sie den eigentlichen Sinn nennen. Sie sind wie die Affen die auch immer mit den Händen hinter einen Spiegel fahren als müsse dort ein Körper zu fassen sein.«
STEFAN GEORGE
»Nur dem, der die Weite kennt, wird die Heimat fruchtbar.«
STEFAN GEORGE