Vor fünf Jahren. Schöne Wintersonne. Erinnert bißchen an die alte japanische Flagge. (Schwieriges Thema). Mein altes 24mm ist nicht so der Bringer, wenn es gegen das Licht geht. (Ich habe ja schon öfter erwähnt, daß die Franzosen “contre jour” sagen. Komme ich irgendwie nicht drüber weg. “Gegen den Tag” photographieren. Das hört sich so rebellisch an. So nach 1789. Die Mächte der Nacht sammeln sich und erheben sich knipsend gegen den Tag).
Im Hintergrund der Flakturm. Einer der wenigen Hügel in Berlin. Ich brauche das manchmal, da oben zu stehen und den Blick schweifen zu lassen. Wie die Flachländler das auf Dauer aushalten, ohne Aussicht zu leben, ist mir ein echtes Rätsel.
Irgendwie ist es doch ein Urinstinkt des Menschen, sich an Orten einzurichten, von denen man die Umwelt gut überblickt. Liebespaare fahren mit dem Wagen hoch zu so einem Ort. Meinetwegen auch kleine Grüppchen umherschweifender Jung-Männchen. Das Sixpack auf der Rückbank. Die noch nach dem Rudel suchen, das sie eines Tages aufnehmen wird.
Wenn es keine Erhebung gibt, dann wenigstens ein schöner Waldrand. Das schützende Gehölz im Rücken, der Blick über eine Lichtung schweifend. Wer sich fragt, warum Parklandschaften wie Parklandschaften aussehen, der sollte wissen, daß das halt das ist, was der Urmensch liebt. Schutz, Deckung, Versteck auf der einen Seite, Weite und Überblick, saftiger Weidegrund auf der anderen.