"So sehr kannst du dich durch ihn doch gar nicht verändert haben."
Ein Satz den ich seit der Trennung immer wieder höre. Ein Satz von Leuten, die die Augen davor verschließen wie toxisch er war. Ein Satz von Leuten, die die Augen davor verschließen wie kaputt er mich gemacht hat.
Doch was hat sich denn geändert?
Ich vertraue Leuten noch weniger als vorher. Es gibt eine Seite an mir, die ich vor jedem verstecke aus Angst, dass diese ausgenutzt wird. Mich anderen zu öffnen fällt mir sehr schwer. Ich kann nicht mehr um Hilfe bitten. Ich denke rund um die Uhr meine Probleme seien irrelevant. Ich gebe mir selber die Schuld an allem. Mit Menschen intim zu werden fällt mir sehr schwer. Ich bin noch unsicherer mit meinem Körper als zuvor. Bei Berührungen mit welchen ich nicht rechne zucke ich zusammen. Bei plötzlichen Bewegungen oder Geräuschen zucke ich zusammen & schau mich um. Ich vermeide Streit. Bei zwischenmenschlichem Kontakt habe ich immer das Gefühl einen "Notausstieg" zu benötigen. Ich kann niemanden hinter mir sitzen, stehen oder gehen haben, solange ich dieser Person nicht wirklich vertraue. Ich kann nicht mehr weinen. Ich kann anderen nicht mehr so leicht einen Gefallen tun. Ich kann nicht mehr Einkaufen ohne Angst ihm zu begegnen.
Also doch: Ich habe mich sehr verändert. Durch ihn ist ein Teil in mir zerbrochen und ich weiß nicht, ob ich diesen Teil reparieren kann.
















