Wer braucht Feinde, wenn du dein eigenes Gehirn hast
- @8nin
seen from Brazil

seen from Egypt

seen from United Kingdom
seen from Belarus
seen from Türkiye
seen from China
seen from India

seen from United States
seen from Brazil

seen from Brazil
seen from Netherlands
seen from United States
seen from France
seen from China
seen from Colombia
seen from Indonesia

seen from Brazil

seen from Türkiye
seen from United States
seen from Yemen
Wer braucht Feinde, wenn du dein eigenes Gehirn hast
- @8nin
Verdrängung sieht oft aus wie Frieden.
Vielleicht ist das Verstörendste an Menschen nicht, dass sie sich verletzen.
Menschen eskalieren. Menschen sagen Dinge im Schmerz. Menschen verlieren die Kontrolle über ihre Emotionen.
Das Verstörendste ist, wie schnell manche danach wieder lachen können, als hätten ihre Worte nie Gewicht gehabt.
Als wären Hass, Demütigung und all die verletzenden Aussagen nur ein kurzer emotionaler Ausrutscher gewesen, den man einfach aus dem Raum wischt, sobald man sich wieder weniger alleine fühlt.
Und irgendwann sitzt du da und merkst:
Du verteidigst dich nicht mehr gegen das, was wirklich passiert ist — sondern gegen Interpretationen, gegen verdrängte Wahrheiten und gegen die Art, wie plötzlich alle so tun, als wäre nie etwas gewesen.
Vielleicht ist das Erwachsenwerden auch zu akzeptieren, dass Nähe nicht automatisch Sicherheit bedeutet. Dass Menschen dich mögen können und dich trotzdem verletzen. Dass manche mit ihren eigenen Wunden so beschäftigt sind, dass sie gar nicht merken, wie viel Unruhe sie in anderen hinterlassen.
Und vielleicht bin ich deshalb lieber alleine, als von Menschen umgeben zu sein, die heute Liebe spielen und morgen bereit sind, sich gegenseitig zu zerstören — nur um kurze Zeit später wieder Nähe zu suchen, als hätten Worte keinen Nachhall.
Denn Worte verschwinden nicht einfach, nur weil die Stimmung sich geändert hat.
Ich glaube, manche Menschen verwechseln Verdrängung mit Heilung.
Denn nur weil wieder geredet, gelacht und Zeit miteinander verbracht wird, bedeutet das nicht, dass wirklich etwas verarbeitet wurde.
Nicht jede Versöhnung ist tief. Manche sind einfach nur Einsamkeit mit wenig Selbstachtung.
Und vielleicht ist Frieden auch nicht immer Klärung.
Vielleicht entsteht Frieden in dem Moment, in dem man aufhört, alles kontrollieren zu wollen. Wenn man akzeptiert, dass nicht jeder einen richtig sehen wird. Dass manche Begegnungen etwas in dir verändern, ohne dass jemand der „Böse“ sein muss.
Ich muss nicht mehr jede Spannung lösen.
Nicht jede Distanz bedeutet Hass.
Nicht jede Enttäuschung braucht einen Krieg.
Manche Menschen verlieren einfach still den Platz, den sie einmal in dir hatten.
Und trotzdem bleibt etwas davon für immer laut in einem zurück.
Wir haben über unsere Zukunft gesprochen, reden von einer gemeinsamen Wohnung und von Kindern und es gibt viele Tage, an denen ich sicher bin, dass ich reiche. Aber es gibt trotzdem so viele kleine Momente, die mich verunsichern, in denen ich die Dinge zerdenke und meinem Urteilsvermögen nicht traue. Habe ich mir alles eingebildet? Reicht das, was wir haben? Bin ich genug?
"Legst du deine Hand auf meine, wenn ich es wieder nicht pack'?
Und sagst an Tagen wo ich mich hasse, dafür liebe ich dich Schatz"
Es ist mir irgendwie egal geworden ob ich jemanden verliere, der nicht mehr Teil meines Leben sein möchte. Ich habe schon einige Menschen in Vergangenheit verloren, die mir die Welt bedeuteten und trotzdem lebe ich noch und es geht mir gut.
Kennt ihr diese Menschen, die in jede Kleinigkeit zu viel hineininterpretieren? So jemand bin ich. Und obwohl ich weiß, dass es nicht gut ist, kann ich es nicht lassen.
gedankentumult
Zu viel Zeit in meinem Kopf zu verbringen, tut mir nicht gut.
Gedanken zerdenken jeden Gedankengang der denken kann.
-TaraLaVivo.2020-