Wenn dieser Post dich erreicht, genau dich, der Mensch, der gerade mit müden Augen auf diesen Bildschirm starrt: das Helfersyndrom wird dich irgendwann zerreißen. Du schreibst Nachrichten, die unbeantwortet bleiben, und trotzdem bleibst du, weil du nicht weggehen kannst. Du verschenkst dein Herz an Menschen, die dich oft nicht einmal wirklich sehen, und trotzdem gibst du mehr, als du hast. Du bist der Mensch, der um drei Uhr morgens noch zuhört, während niemand jemals fragt, wie es dir geht. Du bist der, der „Alles gut?“ schreibt, auch wenn du selbst längst auseinanderfällst. Und du kennst diesen Schmerz: dass deine Schulter nass wird von Tränen, die nicht deine sind, während deine eigenen niemand trocknet. Genau du, Mensch, der das gerade liest, du weißt, wie es ist, das Zuhause für andere zu sein, aber nie der Ort, an den jemand wirklich zurückkehrt. Du weißt, wie es sich anfühlt, für alle der sichere Hafen zu sein, und gleichzeitig selbst im Sturm zu ertrinken. Und vielleicht sitzt du gerade da, dein Handy oder Laptop in der Hand, mit diesem Knoten im Hals, weil du spürst, dass irgendwann nichts mehr von dir übrig bleibt – außer einem Herz, das zu oft gebrochen und trotzdem immer wieder verschenkt wurde. Und du wirst es wieder tun. Weil du nicht weißt, wie man aufhört zu fühlen.

















