Bordighera, Italy, Pompeo Mariani (Italian, 1857-1927)

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Bordighera, Italy, Pompeo Mariani (Italian, 1857-1927)
Wir können uns nicht selbst hinterherlaufen. Wir mĂŒssen uns im Spiegel der anderen sehen. Der sicherste Weg uns selbst zu verlieren, ist, uns selbst nachzulaufen. Bei der Suche nach dem Selbst verwirren wir uns im Labyrinth und werden vom Minotaurus gefressen.
Heinrich BlĂŒcher
Wenn die Ereignisse, fĂŒr welche die Rolle bestimmt war, vorĂŒber sind und ich aufgehört habe, mein individuelles Recht, durch die Maske zu sprechen zu gebrauchen und zu miĂbrauchen, werden die Dinge wieder einrasten und ich - mit groĂen Ehren bedacht und zutiefst dankbar fĂŒr diesen Augenblick - werde die Freiheit haben, nicht nur die Rollen und Menschen auszutauschen, wie sie mir vom groĂen Spiel der Welt geboten werden mögen, sondern sie sogar in meinem "nackten Diesssein" zu durchbrechen, identifizierbar und nicht vom groĂen Reiz der Anerkennung als diese und jene verfĂŒhrt, das heiĂt, als etwas, das wir im Grunde nicht sind.
Hannah Arendt
Man muss fĂ€hig sein, sowohl eine öffentliche Rolle, als auch ein inneres Selbst durchzuhalten; denn durch die öffentliche Rolle manifestiert sich das innere selbst als etwas "völlig Idiosynkratisches und undefinierbares, aber doch unmiĂverstĂ€ndlich Identifizierbares, sodass wir nicht durch einen plötzlichen Rollenwechsel verwirrt werden."
Elisabeth Young-Bruehl ĂŒber Hannah Arendt
Die Masken, oder Rollen, die uns die Welt zuweist und die wir annehmen, ja uns sogar aneignen mĂŒssen, wenn wir ĂŒberhaupt am Spiel der Welt teilnehmen wollen sind austauschbar; sie sind nicht unverĂ€uĂerlicht... sind keine feste Einrichtung und auch nicht in unserem inneren selbst in dem Sinne einverleibt, in dem nach der Ăberzeugung vieler Menschen die Stimme des Gewissens etwas ist, das die menschliche Seele stĂ€ndig in sich trĂ€gt
Hannah Arendt
Da ich mit Sicherheit nicht fĂŒr meine Gesundheit leben will werde ich tun, was ich fĂŒr richtig halte - alles vermeiden, was mich in eine unangenehme Lage bringen könnte, womit ich eine Lage meine, in der ich gezwungen wĂ€re viel Aufhebens um mich zu machen.
Hannah Arendt
Wir alle denken darĂŒber nach und verstehen, was Menschen notwendigerweise sein mĂŒssen; wir trĂ€umen und sind fasziniert von dem, was sie zufĂ€lliger- und unbegreiflicherweise sind
Randall Jarell
Viele Monate noch, mit meinen BĂŒchern - ohne Unterricht, ohne Verpflichtungen, ohne Haushalt. Und bitte ein wenig Langeweile - Langeweile ist in kleinen Dosen so gesund
Hannah Arendt (via owluxa)
Wer es unternimmt, zu sagen, was ist, kann nicht umhin, eine Geschichte zu erzĂ€hlen, und in dieser Geschichte verlieren die Fakten bereits ihre ursprĂŒngliche Beliebigkeit und erlangen eine Bedeutung, die menschlich sinnvoll ist. Das ist der Grund, warum âalles Leid ertrĂ€glich wird, wenn man es einer Geschichte eingliedert oder eine Geschichte darĂŒber erzĂ€hltâ, wie Isak Dinesen gelegentlich bemerkt [âŠ]. Sie hĂ€tte hinzufĂŒgen können, dass das Gleiche von der Freude gilt, die auch fĂŒr Menschen erst ertrĂ€glich und sinnvoll wird, wenn sie darĂŒber sprechen und die dazugehörige Geschichte erzĂ€hlen können. Insofern Berichterstattung zum GeschichtenerzĂ€hlen wird, leistet sie jene Versöhnung mit der Wirklichkeit, von der Hegel sagt, dass sie âdas letzte Ziel und Interesse der Philosophie istâ, und die in der Tat der geheime Motor aller Geschichtsschreibung ist, die ĂŒber bloĂe Gelehrsamkeit hinausgeht
Hannah Arendt
Ich habe meine ganze Kindheit und halbe Jugend aber doch mehr oder weniger so getan, als ob es fĂŒr mich das Leichteste und SelbstverstĂ€ndlichste auf der Welt sein wĂŒrde, sozusagen das NatĂŒrliche, allen Erwartungen zu entsprechen. Vielleicht aus SchwĂ€che, vielleicht aus Mitleid, aber ganz sicher, weil ich mir nicht zu helfen wusste
Hannah Arendt (via owluxa)
Wenn ich selbst nicht fĂŒr mich da bin, wer dann sonst? Wenn ich nur fĂŒr mich da bin, wer bin ich dann?
Hillel
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â So obscure are the greatest events, as some take for granted any hearsay, whatever its source, others turn truth into falsehood, and both errors find encouragement with posterity. â | Tacitus, Ann. III. 19. 2.
Detail from William Frederick Yeamesâs âAmy Robsartâ (on display at Tate Britain).
âI can barely conceive a type of beauty in which there is no melancholy.â â Charles Baudelaire
Temple of the goddess Artemis (Diana), located in Villa Durazzo-Pallavicini: Genoa, Italy.
The Black Sea at night, 1879, Ivan Aivazovski
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