Die Eroberungsrhetorik der Nationalsozialisten war zudem auffĂ€llig geschlechterkodiert: Die Stadt selbst, eine "entsetzliche SteinwĂŒste mit ParfĂŒm und Frauenfleisch", galt es zu erobern, die "Weiber der Kommune" durch im MĂ€nnerbund ausgeĂŒbte paramilitĂ€rische Gewalt in die Schranken zu weisen. Am Beispiel der Hautstadt meinten fĂŒhrende Nationalsozialisten den Untergang des Staates durch das "bĂŒrgerlich-weibliche Lebenssystem des Urbanismus", eine als weiblich und jĂŒdisch konnotierte Konsum- und Freizeitkultur, besonders deutlich beobachten zu können. Die drohenden "frauenstaatliche Zukunft" mĂŒsse rasch durch die Herrschaft des nationalsozialistischen MĂ€nner- und Heldenbundes gestoppt werden."
Michael Wildt/ Christoph KreutzmĂŒller (Hrsg.), Berlin 1933-1945, MĂŒnchen 2013.














