
Origami Around
One Nice Bug Per Day
trying on a metaphor
No title available
dirt enthusiast
Sade Olutola
taylor price

Kiana Khansmith
Jules of Nature

⁂

if i look back, i am lost

izzy's playlists!
he wasn't even looking at me and he found me
ojovivo
"I'm Dorothy Gale from Kansas"
cherry valley forever
No title available
Aqua Utopia|海の底で記憶を紡ぐ
Stranger Things

Discoholic 🪩
seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from United States

seen from Malaysia
seen from Malaysia

seen from Germany
seen from Egypt

seen from United Kingdom
seen from United States

seen from Malaysia

seen from United States

seen from United States
seen from South Korea
seen from Bangladesh

seen from United States

seen from Uruguay
seen from United States

seen from United States
seen from United States
@ungesagte-w0rte
© Scott McFadyen
(Click here for more posts like this)
Bist du das wirklich?
Ich sehe dich. Ich sehe dich.
Zumindest bilde ich mir ein, dich zu sehen. Dich, wie du wirklich bist, hinter dieser fröhlich-frechen, gut gelaunten, rosaroten Fassade. Das 2 Uhr Nachts-Du, das in Tränen ertrinkt oder mit ausdruckslosem Gesicht durch einsame Straßen zieht. Das 6 Uhr morgens-Du, das sich fragt, worin der Sinn des Aufstehens besteht und dem der kommende Tag wie ein unüberwindbarer Berg erscheint. Das 16:00-Du, das nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommt, sich aufs Bett fallen lässt und nichts als Leere verspürt. Doch wenn ich dich vor mir sehe, dann bist du nicht Du. Du bist nicht echt.
Darf ich ehrlich sein? Du bist eine schlechte Schauspielerin. Ich gehe ab und zu in dein Theater und manchmal klatsche ich auch halbherzig Beifall, nur so aus Höflichkeit. Aber es macht dich nicht zu einer Künstlerin, die Wahrheit zu vertuschen. Es macht dich nur zu einer Lügnerin. Und ich weiß, dass du nicht anders kannst, dass du das brauchst. Doch vergiss nicht, wenn die Maske irgendwann bröckelt, wenn der Vorhang sich schließt, dann werde ich da sein. Für dich. Denn ich weiß, dass du mehr bist als das, was du vorgibst zu sein.
Kannst du mich bitte einfach nur ansehen?
Sieh mir einfach nur in die Augen. Halte den Blickkontakt, anstatt dich nach Bruchteilen einer Sekunde beschämt in Richtung Boden oder Fenster oder sonstwohin zu wenden.
Das würde mir schon genügen. Ein Blick in deine Augen. Ein kurzer Moment der Vertrautheit. Du ahnst gar nicht, was du mir bedeutest, oder?
“Möchtest du nicht darüber reden, oder möchtest du eigentlich schon und weißt nicht, wie?”
Verwirrung
Deine bloße Anwesenheit nimmt mir die Fähigkeit, mich normal zu verhalten. Ich schaffe es nicht einmal, einen zusammenhängenden Satz zu formulieren, geschweige denn ihn auszusprechen. Ich meine, ich war noch nie gut in sowas, aber das hier kann doch wirklich nur ein schlechter Scherz sein. Ich will nicht, dass du denkst, ich würde schweigen, weil ich nichts zu sagen hätte. Da gibt es so viel, was ich gerne aussprechen würde, aber sobald ich meinen Mund öffne, um es zu tun, will ich mir am liebsten eine reinhauen, allein dafür, dass ich überhaupt in Erwägung gezogen habe, dir zu sagen, was ich wirklich denke.
Es geisten so viele unausgesprochene Worte in meinem Kopf herum, dass ich befürchte, sie irgendwann nicht mehr halten zu können. Möglicherweise werde ich irgendwann daran ersticken.
“I wish I could love. But I seem to have lost the passion and forgotten the desire. My own personality has become a burden to me. I want to escape, to go away, to forget.”
Oscar Wilde, The Picture of Dorian Gray
>>Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen. Er kann Dich aufbauen oder zerstören.<<
--Inception
Alles wirkt surreal. Die Farben verschwimmen vor meinen Augen zu einer einzigen grauen Masse, ich sehe nur noch schattenhafte Sihouletten. Meine Schritte scheinen mich nicht vorwärts zu tragen, kaum merklich nähere ich mich der Gestalt, die dort steht. Sie wirkt auf mich wie eine verzehrte Fratze, beängstigend. Es ist als sähe sie mich höhnisch an. Je näher ich ihr komme, desto mehr rechne ich jeden Moment damit, dass sie vor meinen Augen verschwimmen wird, sich in Luft auflösen wird und mich allein zurüklässt, an diesem Ort, an dem alles verloren scheint. Träume ich?
Einsame Gedanken
Heute bin ich dort gewesen wo wir vor gefühlten Ewigkeiten zusammen gewesen sind. Ich stand exakt dort, wo wir standen, ich könnte uns förmlich vor mir sehen, wie wir dort standen und lachten und uns ansahen. Doch ich kann unsere Gesichter nicht mehr sehen. Ich erinnere mich nicht an den Blick mit dem du mich ansahst, ich erinnere mich nicht an deinen Geruch und ich weiß nicht mehr, was unsere Worte waren. In diesem Moment wusste ich nicht, wie glücklich ich war und wie oft ich noch daran zurückdenken würde. Ich wünschte, ich hätte mir jedes Detail gemerkt. Dann wären die Erinnerungen noch lebendig und ich würde hier nicht stehen und die Leere in meinem Gedächtnis zu füllen versuchen. Ich würde hier nicht stehen.
Was, wenn das Herz zwar klopft, aber ohne Rhythmus? Herzrythmusstörungen darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Was, wenn das Herz zur falschen Zeit, beim falschen Menschen stehen bleibt? Und der nicht weiß, wie man ein Herz zum Schlagen bringt? Was, wenn das Herz in die Hose rutscht, man aber einen Rock anhat? Oder das Herz direkt durch die Hosenbeine auf den kalten, nassen, dreckigen Asphalt fällt? Was, wenn dann jemand auf dem Herz rumtrampelt, weil er denkt, es sei eine Schuhmatte? Was, wenn auf dem Herz so viele Steine liegen, dass die gar nicht mehr runterfallen können, weil die sich so ineinander verhakt haben? Ich habe mein Herz verloren. Ich hab mein Herz so gut weggelegt, dass ich es nicht mehr wiederfinde. Und manchmal fehlt es mir, mein Herz, dann suche ich kurz nach ihm, rufe nach ihm und bekomme keine Antwort. Wie soll ich auf mein Herz hören, wenn es nicht mit mir spricht? Mein Herz ist stehen geblieben, mitten im Labyrinth des Lebens. Das Labyrinth des Lebens ist gesäumt von Herzrasen. Herzrasen, ganz viel Herzrasen und niemand da, der ihn mäht. Mein Herz ist zerbrochen, die Stücke passen nicht mehr zusammen und puzzeln finde ich eh öde, also schmeiße ich mein Herz weg.
Vielleicht
Vielleicht sollte ich das Wort vielleicht aus meinem Wortschatz streichen. Vielleicht sollten wir das alle. Denn dieses Wort ist ein feiges Wort. Im Grunde genommen ist es eine Ausrede, es dient dazu, sich nicht entscheiden zu müssen. Vielleicht ist ein Wort für die Unentschlossenen, die Menschen ohne festen Standpunkt. Jene die überall herein passen und doch nie so richtig dazu gehören. Die Menschen, die die Dinge gern auf morgen verschieben und die Entscheidungen meiden, genau wie die Verantwortung. Doch vielleicht wird es Zeit, sich zu entscheiden.
Denn vielleicht ist es irgendwann zu spät.