Matsuri Hino Interview (March 2009)
Taken from an interview with Carlsen at the Leipzig Book Fair in Germany.
(Note: It is written in German) Source: (x)
Matsuri Hino: Guten Tag, ich bin Matsuri Hino. Konnichiwa. Carlsen: Sie sind jetzt zum ersten Mal in Deutschland. Wie gefällt es ihnen hier? Matsuri Hino: Ich bin zum ersten Mal in Deutschland. Mir gefällt es hier. Die Stadt und die Häuser sind sehr schön. Ich fühle mich sehr bequem. Ich war in einigen Buchhandlungen, die haben mir sehr gefallen. Carlsen: Wie sind sie ursprünglich Mangaka geworden. Wie hat sich das ergeben? Matsuri Hino: Ich habe einen Wettbewerb von Hakusensha mitgemacht und habe einen Preis bekommen und da hat das angefangen. Carlsen: Sie leben auf Hokkaido. Beeinflusst das die Arbeit mit dem Verlag? Matsuri Hino: Mit dem Redakteur habe ich kein Problem. Alles wird telefonisch erledigt. Manchmal habe ich Probleme wegen des Abgabetermins. Carlsen: Dann ist es manchmal gut in Hokaido zu leben? Matsuri Hino: Für einen Mangaka ist es furchtbar den Termin nicht einhalten zu können. Carlsen: Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus, wenn es das gibt? Matsuri Hino: Seit ungefähr drei Jahren ist es so, dass ich abgesehen von der Zeit in der ich in der Wanne liege, etwas esse oder schlafe, muss ich immer an die Arbeit denken. Carlsen: Ist es immer die gleiche Arbeit oder ist es unterschiedlich? Matsuri Hino: Für mich ist nur einfach wichtig den Abgabetermin einzuhalten. Carlsen: Ist es so, dass sie dann in der Badewanne aufspringen, um die Idee aufzuschreiben? Matsuri Hino: Natürlich kann man nicht aufschreiben in der Badewanne, wagen dem Papier. Ich versuche es im Kopf zu behalten und hinterher aufzuschreiben. Carlsen: Woran denkt man beim Arbeiten? Sind das dann Bilder im Kopf? Matsuri Hino: Während ich Vorzeichnungen mache, habe ich ab und an das Problem, dass ich mit meiner Story nicht weiter komme. Da verlier ich das Selbstvertrauen, aber wenn ich an meine Fans denke kommt es wieder. Carlsen: Gibt es sonst noch Einflüsse? Musik zum Beispiel? Matsuri Hino: Ja, es gibt Einflüsse. Musik von Vampire Knight zum Beispiel. Ich höre ansonsten verschieden Musikrichtungen, aber es ist so, dass ich ein Lied immer wieder höre. Wenn es ein Lied gibt, dann höre ich es 24 Stunden lang, das kann auch passieren. Manchmal reicht auch nur ein Ton oder ein Geräusch... [Note: z.B. Fernseher] Carlsen: Wenn sie sich jetzt noch einmal einen Job aussuchen könnten, welcher wäre das? Matsuri Hino: Ehrlich gesagt, habe ich nach dem Abschluss an meiner Uni einige Versprechen bekommen. Bei einer Möbelfirma oder einer Lebensversicherung. Zu dieser Zeit war es sicher, dass ich in einer Firma komme, aber der Wunsch war stärker Mangaka zu werden. Carlsen: Wenn sie sich entscheiden müssten zwischen Möbelfirma und Lebensversicherung, wofür würden sie sich heute entscheiden? Matsuri Hino: Ich könnte das nicht auswählen, deswegen bin ich Mangaka. Auch wenn ich jetzt kein Mangaka geworden wäre, wollte ich etwas werden, wo ich Sachen herstelle. Carlsen: Sie lesen auch privat Manga. Welches wäre ihr Lieblingsmanga oder Anime? Matsuri Hino: Ich habe zwar viele, aber...Was das Shonen Manga angeht One Piece. Was das Shojo Manga betrifft, lese ich einen Manga aus der LaLa, das heißt Ouran High School Host Club. Carlsen: Sie sind großer Fan von amerikanischen Filmen. Gibt es da auch Einflüsse auf ihre Arbeit? Matsuri Hino: Harry Potter und Pirates of the Caribbean Carlsen: Gibt es Einflüsse für die Arbeit? Matsuri Hino: Insofern, dass ich von Unterhaltung etwas mitbekomme [Note: aber nicht, dass es in der Story vorkommt]. Carlsen: In einem früheren Interview haben sie erzählt, dass sie von alten japanischen Märchen und Geschichten begeistert sind, können sie eines nennen? Matsuri Hino: Die Werke, die ich schon gelesen habe... aber ich finde die Werke ziemlich simpel gemacht, so dass man selbst seine Fantasie macht. Carlsen: Gibt es für ihre Arbeit noch andere Einflüsse? Matsuri Hino: Der Autor von One Piece und Kasehiro, herr Shinada Kasihiko kann ich nennen. Carlsen: Was ist für sie das faszinierende am Beruf der Mangaka? Matsuri Hino: Es ist für mich ein großer Reiz, dass man sich in einer Welt befinden kann, mit der man mit seiner Fantasie arbeiten kann. Dass ich mich jeden Tag meiner Welt hingeben, deswegen kann es passieren, dass ich die Realität vergesse. Deswegen kann es passieren, dass ich mich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühle. Ich muss jeden Tag arbeiten, egal, wie ich mich fühle. Carlsen: Wie ist das Gefühl, wenn man auf solche Messen eingeladen wird? Matsuri Hino: Ich freue mich sehr, wenn ich die Fans sehe. Carlsen: Wie gefällt ihnen die Leipziger Messe? Matsuri Hino: Ich habe ein bisschen Spaziergang gemacht in der Halle. Mein Erster Eindruck ist, dass so viele Menschen da sind, in der Halle. Ich habe gespürt, dass so viel Interesse da ist. Carlsen: Hätten sie sich vorstellen können, dass es so ein Erfolg wird [Vampire Knight]? Matsuri Hino: Das war gar nicht zu glauben, dass es so ein Erfolg ist. Carlsen: Wie merken sie das? Bekommen sie Fanpost? Matsuri Hino: Eigentlich ist das für mich egal, ob ein Werk Erfolg hat oder nicht. Für mich ist es viel wichtiger, dass es gefällt. Wenn ich mir vorstelle, während ich arbeite, dass jemand mein Werk genießt, dann kann ich entspannt arbeiten. Carlsen: Warum haben sie sich gerade Vampire ausgesucht? Matsuri Hino: Ich habe zum Beispiel auch Magie als Thema ausgewählt. Vampire war eines der beliebtesten Themas. Carlsen: Warum sind Vampire so beliebt? Was ist die besondere Faszination an Vampiren? Matsuri Hino: Es ist so, dass man allgemeine Vorstellungen von Vampire hat. Aber meine Vorstellung weicht von der normalen ab. Dazu habe ich menschliche und tierische Teile kombiniert. Vernunft und Intelligenz, wie die Menschen und der Instinkt, wie bei Tieren. Carlsen: Seit Vampire Knight haben sie viel zu tun. Wird das Leben sehr stark davon beeinflusst oder finden sie noch Freizeit? Matsuri Hino: Im Vergleich zu Früher, habe ich viel weniger Freizeit. Ich habe wenig Zeit zum Shoppen. [Note: Sie hat gesagt, dass sie im Internet oder Katalogen bestellt.] Carlsen: Welcher Charakter ist ihnen am meisten ans Herz gewachsen? Matsuri Hino: Eine schwierige Frage... Ich denke eigentlich immer wieder daran, wie sich die Charakter entwickeln. Carlsen: Wissen sie schon wie sich die Story in einem Jahr entwickeln wird? Matsuri Hino: Ja Carlsen: Können sie etwas darüber erzählen? Matsuri Hino: Es ist ein Geheimnis. Carlsen: Werden noch wichtige Figuren eingeführt oder bleibt es bei den Figuren? Matsuri Hino: Da kommt irgendwann ein neuer Charakter, der von der japanischen Leserschaft entwickelt wurde. Carlsen: Wie gehen sie vor, wenn sie eine Geschichte entwickeln? Matsuri Hino: Durch Charakter entwickle ich die Story. Die Story kann sich auch durch banale Aussagen entwickeln. Davon gehen ich aus. Wenn ich wirklich keine Story entwickeln kann, dann lege ich ein weißes Papier vor mich und warte bis die Story kommt. Carlsen: Gibt es da so einen bestimmten Moment in Vampire Knight [ab dem sie wussten, wie die Story verlaufen wird]? Matsuri Hino: An der Stelle, wo Zero [die Waffe] auf einem Schüler [=Aidou] richtet. Das ist eine wichtige Szene. Von da an, wusste ich, wie es weiter gehen würde. Carlsen: Haben sie schon eine andere Story im Kopf? Können sie uns vielleicht sage, worum es geht? Matsuri Hino: Ich konzentriere mich auf Vampire Knight. Sonst haben ich nicht viel vor. Carlsen: Welche Frage bekommen sie am häufigsten gestellt?/ What is the most ask question? Matsuri Hino: Welchen von beiden Yuki nimmt. Zero oder Kaname. Carlsen: Und? Welchen? Matsuri Hino: Es ist ein Geheimnis. Carlsen: Haben sie nach der Messe noch Zeit, sich in Deutschland umzuschauen? Matsuri Hino: Nach der Messe fahre ich nach Hamburg, [Kreistag], Bremen und Kassel. Carlsen: Zum Abschluss des Gesprächs... Haben sie vielleicht noch einen Botschaft an ihre deutschen Fans? Matsuri Hino: Ja, ich freue mich sehr, dass ich jetzt so viele deutsche Fans sehe und sehen kann. Ich werde mir Mühe geben Vampire Knight so interessant, wie möglich zu gestalten.












