End of England
Alles hat, wie immer, ein Ende und so gehen auch diese Sommerferien in England zu Ende. Hier kommt die Kurzzusammenfassung der letzte 4 Wochen England.
Tour: von Haustür zu Haustür sind wir (nur) 3.200km gefahren.
Highlights: St. Ives/ Eden-Project/ Snowdonia Nationalpark/ London
Beste Surfstrände: Praa Sand/ Senna Cove/ St. Ives/ Newgale/ Newquay
Wetter: Für englische Verhältnisse war es gut bis sehr gut. Wir hatten Regen dabei, was bei 4 Wochen normal ist, die Temperaturen starteten bei 25°C, lagen im Mittel bei 18°C und gingen man ende wieder auf 22°C hoch. Was tiefenpsychologisch immer sehr wichtig ist, sonst hat man das Gefühl der Urlaub war zu kalt.
Essen/ Trinken: Der größte Gourmet ist der Durchschnittsbrite eher nicht. Zu fast jedem Essen gibt es Erbsen oder Bohnen. Egal ob Pies, Fish&Chips oder British Breakfast, man muss es schon etwas herzhafter mögen.
Keine Bier vor 4, ist etwas worüber der Brite heißer lacht. Aber brauen kann er sehr gut. An ale a day, keeps the doctor away funktioniert super.
Verkehr: Denkt man an England, denkt man an Linksverkehr. Es gruselt einen vor Kreisverkehren die „falsch zu befahren“ sind, vor Rechtsabbiegen im Linksverkehr und all solchen ungewohnten Dingen.
Was einem keiner sagt ist, dass man sich in 80% aller Straßen gar nicht die Frage nach rechts oder links fahren stellen muss, weil es einfach abartig eng ist und ohnehin nur eine Spur zur Verfügung steht, die dafür aber schön eng ist und beidseitig von hohen Hecken, Mauern oder Gebüsch eingerahmt wird. An ausgeklappte Seitenspiegel ist in den meisten Fällen nicht zu denken. Dafür kommt einem in regelmäßigen Abständen Gegenverkehr entgegen, ganz gleich ob PKW, Oldtimer, Traktor oder Bus. Einziger Trost ist, dass der Engländer unglaublich entspannt ist im Auto. Das Szenario läuft immer gleich ab - kurz überlegen wer zurück fährt, dann quetscht sich einer an die Mauer/Hecke oder in die Ausweichbucht, beide Seiten klappen Synchron die Spiegel ein - allein dafür Bedarf es mit einem deutschen Auto eigentlich immer einen Beifahrer, wenn man keine elektrisch klappbare Spiegel hat.
Campen: Die meisten Briten haben Zelte oder sind in festen Mobilehomes. Sehr wenig findet man die klassischen Kastenwagen. Die Campingplätze sind oft ziemlich groß und semischön.
Wirklich frei stehen kann man nur so halb, da auf sehr vielen Plätzen inzwischen ein „no overnight“ steht. Wobei wir das einige Male einfach überlesen haben und trotzdem noch leben. Sehr schwierig ist hier die Ver- und Entsorgung wenn man nicht auf Campingplätze möchte. Was aber immer gut geht ist hinter Pubs am Meer zu stehen.
Was wir persönlich sehr gut, die Kinder aber eher schwierig, fanden: in erster Linie trifft man Briten. Tatsächlich haben wir erst hier auf der Fähre - abgesehen von den 2 Familien die wir kennengelernt haben - wieder Leute Deutsch sprechen gehört.
Land und Leute: Das hier alles im August grün ist & blüht ist richtig toll. Die Hortensien sind großartig und stehen quasi in jedem Garten in rauen Mengen und exorbitanter Größe. Entlang der kompletten Küste sind Wanderwege die Traumhafte Wanderungen zulassen.
Die Menschen sind hier sehr sehr freundlich und hilfsbereit. Selbst bei „Bad News“ sind alle so höflich, dass man das Gefühl hat man hat gerade eine gute Nachricht erhalten. Außerdem ist hier gefühlt jeder tätowiert und den Motiven zu Folge wurde mindestens die Hälfte als verlorene Wetten, unter hartem Alkoholkonsum oder wahlweise beides gestochen. Oder Guidos Theorie: der Engländer geht mit folgendem Tattoowunsch in ein beliebiges Studio: Mach!
Last but not least: sie mögen Kinder. Aber sie lieben Hunde! Überall darf man Hunde mitnehmen, jeder hat auch einen dabei. Es gibt in fast jedem Restaurant Doggi-Menüs, anstatt Spielecken. Das ist schon etwas skurril.
Long story short: Fahrt hin - Fetzt hier!











