Mittlerweile vergesse ich wer ich eigentlich bin. Ich zeige Leuten immer nur was sie sehen sollen, kontrolliert und durchdacht. Selbst wenn sie glauben mich unkontrolliert, aufgebracht oder traurig anzutreffen. Diese Situationen verlaufen von mir kontrolliert. Ich bewege mich gespielt, sage die vorher geplanten Worte und reagiere auf ihre Antworten wie geplant.
Eigentlich verstehe ich nicht einmal wieso. Ich müsste diese Kontrolle nicht haben, mir wäre es lieber ich würde mal ausflippen, herzlich lachen, weinen, überrascht werden. Aber wer macht sich die Mühe jemand anderen etwas fühlen zu lassen, schweigen wir darüber ob es nun ein positives oder negatives Gefühl ist.
Wir sind uns alle nur selbst was Wert, wollen dass wir dies auch anderen Wert sind, aber uns dadurch nicht vernachlässigen. In so einer Welt voller Egoisten (ich nehme mich nicht heraus) , wo Menschen es als zu anstrengend empfinden etwas für den anderen zu tun, etwas zu Leisten obwohl es für einen selbst keinen erkennbaren Vorteil zeigt, da es nur die andere Person "glücklich" macht und nicht einen selbst.
Wie können wir uns da Gesellschaft nennen?
Eher Ge-nurichselbst-schaft, dass ist was wir uns schimpfen lassen könnten .
Aber ich missverstehe sowieso alles. Aufgrund von Rechtschreibfehlern bin ich dumm und weil ich in Mathematik anders als gewünscht rechne bin ich falsch. Im Unterricht über die Ethik ist bei Meinungsfragen meine Meinung falsch.
Es muss so laufen wie vorgeschrieben, es muss kontrolliert ablaufen , darin finden wir dann doch noch unsere Gesellschaft.












