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@111rue
ich für meine person sinne mich danach weit, weit weg von hier fortzugehen mit der annahme alles würde besser werden. fortgehen von meiner umgebung, die mich mich nicht entfalten lässt, hiess es zuerst. langsam wurde mir bewusst nicht die umgebung ist es vor der ich flüchten will sondern es sind meine probleme. in natura ist es mein selbst vor dem ich flüchten möchte, denn ich bin mein grösstes problem. was mich angeht werde ich nie weit weg von hier kommen, ein ideales weit weg gibt es nicht.
wie ähnlich wir uns doch sind. die, die wir am meisten verabscheuen, zu ihnen werden wir. die, bei denen wir uns geschworen haben nicht so zu werden.
mählich mein eigenes ich zu ruinieren ist gegenwärtig das, was mich am leben hält. die zerstörung ist die einzige form von kontrolle die ich hatte und je haben werde. du hast sie mir genommen. die kontrolle. plötzlich stelle ich mir die frage „kann ich dir überhaupt die schuld geben?“ -ja klar kann ich das, wärst du nicht so verkorkst, wäre ich wahrscheinlich besser dran. immer entschuldige ich dein fehlerhaftes verhalten mit deinen eigenen problemen. vielleicht wäre unsere einheit an einem anderen zeitpunkt günstiger gewesen. das typische „falscher zeitpunkt“
<33
tag ein, tag aus habe ich keine andere wahl, wiewohl mein selbst es nicht dulden wolle, als an dich zu denken und was du mir angetan hast. ich versuch es zu verdängen, doch meine gedanken verstehen ein „nein“ genau so wenig wie du.
die süsse, des verbotenen macht es doch erst attraktiv. wir alle sehnen uns unter dem kern der tugendhaftigkeit, sündiger zu sein, wie es eva einst war. so bringst du mich in verlegenheit, mit deinem ansehnlichen glanz. du schmiegst dich unter meine schale, ach wie sehr ich mich nach dem guten schmerz, den du hinterlässt, sehne. jedoch muss ich versuchen deinem charme zu wiederstehen. künftig verspüre ich doch auch wie sehr du es willst. nun missachte ich alles desaströse und lasse mich verführen, wie einst eva es tat.
🌚🌝
der sommer bricht auf: alles blüht. blütenstaubkörchen streifen durch briesen. alles wird durch gräser, rosen, magnolien, klatsch-mohn und noch vielen weiteren eldorados der kleinen, fliegenden, gelb-schwarzen geschöpfen, die uns das flüssig, süsse gold schenken, gelb gezeichnet. längst wird uns ins bewusstsein gerufen „der lieblich, bezaubernde sommer ist da“. der wärmegrad steigt, das gewand wird luftiger, die abendgrauen zögern sich immer weiter in die nächte. das was bleibt ist die melancholie über den sinn des seins.
🧿
dämmerungen vergehen, das gleiche noema verbindet die zahllosen nächte jedoch und lässt sie flechten. der gedanke „lass das bloß die letzte schwärze bleiben“.
vielleicht war mein „nein“ nicht bedeutend. wenngleich ich es ihm immer und immer ins bewusstsein brachte. inzwischen war ich frei von kleidung, doch voller scham.
ich meinte zu glauben nichts ohne dich zu sein. ich durfte recht behalten; ich verlor mich als ich dich verlor.
-einer der schmerzhaftesten momente
reminder:)
¡!