Viele Patienten schrecken aus Angst vor Nebenwirkungen vor Antidepressiva zurück. Dabei könnten diese sehr gut helfen.
Um wenige Medikamente dürften sich so viele Hoffnungen und Sorgen ranken wie um Antidepressiva. Eilt ihnen doch der Ruf voraus, das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen und Suizidgedanken verstummen zu lassen. Gleichzeitig werden sie mit Nebenwirkungen und der Befürchtung, abhängig zu werden, in Verbindung gebracht.
In einem der negativen Punkte gibt Eberhard Deisenhammer, Oberarzt an der Psychiatrie der Universitätsklinik Innsbruck, Entwarnung: „Abhängigkeiten erzeugen die 30 Präparate, aus denen wir wählen, nicht.“ Nebenwirkungen hingegen seien an der Tagesordnung: „Doch die kann man oft zielführend nutzen. Je nach Substanzengruppe ist etwa mit Müdigkeit zu rechnen. Depressiven, die an Schlafstörungen leiden, kommt dies zugute. Onkologie-Patienten, die viel Gewicht verloren haben, verschreiben wir appetitsteigernde Antidepressiva.“













