Dissens : Wiederholung
© Freie Klasse
Teilnehmende KünstlerInnen: Angela Strohberger, Carolina Frank, Delal Isci, Denise Fragner, Julischka Stengele, Lina Ruske, Magdalena Fischer, Manuel Carreon Lopez, Marlies Surtmann, Matthias Julian, Mona Hermann, Patrick Wiesauer, Sophie Utikal, Thomas Trabitsch
u.a.
Eine Ausstellung der Freien Klasse an der Akademie der bildenden Künste Wien.
06 06 2014 - 26 07 2014 / Kunstraum Niederoesterreich
Dissens : Wiederholung eine aufmerksame Praxis versuchen
Stell dir vor: ein Ort, den sich unterschiedliche Menschen mit vielfältigen Interessen gemeinsam aneignen können. Ein Ort, an dem ein aufmerksames Neben- und Miteinander möglich ist. Nachbarschaften. Begrenzungen. Begegnungen.
Die Mitglieder der Freien Klasse haben die Hinterfragung der bestehenden Strukturen an der Akademie der bildenden Künste Wien zum Ausgangspunkt für ein Probieren und Erarbeiten einer anderen Gestaltung von künstlerischer Ausbildung, Lehre und Zusammenarbeit als Lernsituation genommen. Aus dem Interesse heraus, sich mit nicht-hierarchischen, selbstbestimmten Möglichkeiten der gemeinsamen Wissens- und Kunstproduktion sowie mit dem Format Ausstellung zu beschäftigen, entstand ein Konzept für eine spezifische Praxis des Ausstellens im Kunstraum Niederoesterreich. Eine Bewegung von Positionen in einem bereits beschriebenen Raum, in dem sich die Umsetzung des Konzepts in einem Spannungsfeld zwischen individuellen und kollaborativen Arbeitsweisen entwickelt.
Dissens: zu den bestehenden Strukturen, aber auch innerhalb der Gruppe. Wie können Widerständigkeit und Uneinigkeit gedacht werden? Wie damit umgehen, was daraus machen?
Im Ausstellungsprojekt wird mit einer Strukturierung durch Slots ein kuratorisches Rahmenwerk geschaffen. Der Begriff Slot bezeichnet ein räumliches bzw. zeitliches Fenster oder eine Spur, der nachgegangen wird. Dabei haben permanente Elemente neben solchen Platz, die sich entwickeln oder punktuell stattfinden. Diese Struktur ermöglicht den beteiligten Künstler_innen, sich gemeinsam im Ausstellungsraum zu organisieren und unterschiedlichen Arbeitsweisen und deren Materialisierungen Platz und Sichtbarkeit zu geben. Seit dem Beginn der Arbeit an der Ausstellung ist der kontinuierliche Austausch ein zentraler Aspekt: ein Erzählen und Zeigen, das Bezugnehmen der verschiedenen Positionen aufeinander, Referenzialitäten, das Zulassen von Wiederholungen.
Die Zeit, die die Freie Klasse im Kunstraum gestaltet, kann als Versuch verstanden werden, eine vielstimmige prozessuale Herangehensweise vermittelbar zu machen. Neben vielen Arbeiten, die Partizipation ermöglichen, sollen Formate wie Führungen und Gespräche die Diskurse der Ausstellung zugänglich werden lassen und zu einer Auseinandersetzung einladen.
Kurator_in Konzept: Freie Klasse
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Dissent : Repetition
Attempting a regardful practice
Since July 2011 there has been an Open Class at the Academy of Fine Arts Vienna. The essential motivation for setting it up was to design a form of open and above all self-determined teaching that understands itself as an alternative to the master-class principle. The teaching content is chosen and organised by the members of the group themselves. Building on the analysis of the different methods of collaboration, the requirement arose to create surroundings and situations in which both a satisfying artistic practice is possible for the individuals as well as attentive regard for one another. Referentialities and disagreements within the Open Class as well as the interwoven working with and alongside one another become visible in the exhibition project. What is important is how the group presents itself in working how this working together forms individual positions. Since the start of the one-year preparatory phase, the continual and repeating exchange has provided the basis for form and content references in the gallery.
In relation to this, the time at the Kunstraum will be structured by the awarding of slots that serve as a jointly conceived curatorial framework. The term “slot” describes a spatial and temporal unit that is used according to the requirements and interests of the individual members of the Open Class. The arrangement of the slots can both feed on the artistic works of the participants as well as being understood as a platform to work in a curatorial way.
The communicability of a collective, processual practice is an essential part of the explorations of the group. An insight into the discourses of the exhibition is to be provided in the form of tours, participative project contributions, explicit invitations and discussions.
Curator Concept: Open Class > Open Class Blog > Open Class Facebook > virtual part of Infomobil / mobile Archive
© Eva Würdinger
© Eva Würdinger
© Eva Würdinger
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© Eva Würdinger
© Eva Würdinger
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© eSeL.at
Rahmenprogramm:
11 06 2014, 11.30H
Dislocating History, Researching Realms of Modernity
Brunch Lecture mit Delal Isci und Dr. Ruby Sircar
14 06 2014, 13.00H
Dislocating History, Researching Realms of Modernity
Geführtes Gespräch mit Delal Isci und Prof. Dr. Sérgio Costa
17 06 2014, 17.00H
Stell dir vor ein Ort …, Künstler_innenführung
24 + 25 06 2014, 11.00H The Unit, Workshop mit Artur Żmijewski
05 07 2014, 11.00H Crafting Desire: Dreaming, Workshop mit Matthias Julian
10 07 2014, 19.00H
Performanceabend - For Tonight Just Inner Space
15 07 2014, 17.00H
Stell dir vor ein Ort …II, Künstler_innenführung
22 07 2014, 18.00H
Lebensmittel Kunst: Ein Happening mit Geburtstagskuchen und sozialer Plastik
06 11 2014, 19.00H
Katalogpräsentation










