Du lächelst nicht wie Mona Lisa,
Du grinst wie ein Honigkuchenpferd,
Du wirkst so offen, so selbst-sicher,
so vollkommen unbeschwert und ich denke:
Deshalb hab ich dich begehrt.
Doch langsam schleichen die Gedanken
sich rückwärts zaghaft wieder an.
Die Zweifel spinnen ihre Ranken
und ich komm nicht dagegen an.
Dein Mund stets himmelwärts gezogen
verbirgt er was du wirklich denkst?
Was meinst du und was fühlst du, bitte,
wenn du mir dieses Grinsen schenkst?
Deine Zähne weiß wie Perlen
funkeln mit deinen Augen im Duett
Noch hat dein Grinsen nicht betrogen,
noch bist du einfach nur sehr nett -
Es stellt sich mir nur eine Frage,
Sie raubt den Schlaf mir wie dein Blick,
dein Blick der sanft ist wie du stark bist,
was hält dein Grinsen nur zurück?
Mein Herz und meine Knie sie schmelzen
Sehn deine Augen warm in mich
ich möchte mir nichts unterstellen,
doch könnt es sein ich liebe dich.
Dennoch, wie vor Mona Lisa steh ich vor dir,
betrachte fragend dein Gesicht.
Du gibst auf Rätsel wie die Sphinx mir,
du brichst Verstand mir wie Genick
wenn ich zu dir nach oben blicke,
denn so viel höher stehst du als ich.
Als blickte ich zur Mona Lisa,
die dort an ihrer Wand hoch hängt.
Staunend wie die die täglich vor ihr stehn,
verrenk ich Hals, verdreh den Kopf mir,
damit du mir dein Grinsen schenkst.
Bist rätselhafter als die Sphinx mir,
massiver als sie stehst du vor mir,
misteriöser als die Mona Lisa
und immer wieder schenkst du mir
deinen Blick und dieses Grinsen
und ich jage das was du nicht sagst.
Es könnte alles oder nichts sein,
Was du versteckst,
was du nicht sagst,
Es könnte wichtig oder nicht sein,
des Rätsels Lösung oder ein Witz.
Dein Grinsen zieht mir eine Grenze,
dahinter aber seh ich nichts.
Stell ich mir die Fassade selber
die ich dir unterstelle auf?
Mach ich deine Seele kälter
indem ich dir Kalkül zutrau?
Die Fragen finden keine Antwort
und ich will mich nicht weiter wehren
Ich hab dich lang genug betrachtet,
Dich nur von weitem still begehrt.