Es ist so beschissen, dieses Leben was wir zusammen gelebt haben, jetzt ohne dich zu leben.
Es fühlt sich an, wie, als wärst du irgendwie schwerkrank im Krankenhaus oder so oder im Krieg oder was weiß ich und ich denke du bist tot, aber wenn wir dann schreiben oder wir telefonieren merke ich, dass du gar nicht tot bist und ich muss mir aber jedes Mal bewusst machen, dass obwohl du nicht tot bist, du trotzdem nicht wieder kommen wirst. Dass du sogar freiwillig weg bleibst und dir ein schöneres Leben machst, in dem ich keinen Platz habe, weil ich zu deinem alten Scheiß Leben gehört habe und nicht gut genug bin für jemandes schönes Leben.
Ich komme damit einfach nicht klar.
Vor allem jetzt nicht, wo es wirklich 1:1 dieses Leben ist.
Ich geh zu den Ziegen, ich geh in den Garten, ich geh zu den Kaninchen, Katzen, Hühnern.
Ich fahre mit dem Auto rum.
Ich bin in dem Zuhause, was mal unsers war.
Ich verkaufe sogar das Gemüse, was in deinem Garten gewachsen ist, an Kunden, die eigentlich deine sind.
Und ich hab verfickt noch mal immer noch Sachen von dir um mich herum, für die sich niemand mehr verantwortlich fühlt.
Und ich kann nichts tun um es zu ändern.
Ich will es eigentlich auch nichts ändern, weil ich so viel an diesem Leben liebe, aber ich hätte alles was ich daran liebe aufgegeben für dich, weil das, was ich am allermeisten an diesem Leben geliebt habe war, dass du darin warst.