Der Weg zu mir selbst 2.0
Die letzten 2 Jahre haben sehr viel verändert. Noch vor 2 Wochen hätte ich tatsächlich behauptet ich habe zu mir selbst gefunden – heute bin ich mir dessen nicht mehr so sicher. Aber Unsicherheit ist eine Eigenschaft, die zu mir gehört. Das Studium hatte begonnen und meine Gesundheitliche Verfassung hatte sich kein Stück gebessert, weshalb ich das Studium nach 2 Semestern abbrechen musste, da ich aufgrund zu vieler Fehltage nicht mehr nachgekommen bin. Zwischen den 1. Und 2. Semester hatte man endlich herausgefunden was ich habe und 8 Monate später habe ich endlich eine Therapie begonnen, die mich bis heute „geheilt“ hat. Gesundheitlich geht es mir so weit also endlich wieder gut. Vor einem Jahr habe ich dann ein neues Studium begonnen, welches 250% besser läuft, als das davor.
Die Dinge die ich in den letzten 2 Jahren gelernt habe sind folgende:
Das Erste ist, dass man sich auf Menschen verlassen kann. Menschen, die sich entschlossen haben zu gehen, kommen nicht wieder – sind aber Personen, die es nicht Wert sind, ein Teil deines Lebens zu sein. Menschen gehen, weil sie sich dazu entschieden haben. Bewusst, oder unbewusst – das ist egal. Viele haben sich wieder entschlossen zu gehen, keinen habe ich aufgehalten. Man kann Menschen nicht aufhalten zu gehen, eine Entscheidung ist endgültig.
Das Zweite was ich gelernt habe ist, dass nicht jeder Mensch gut für dich ist, egal wie sehr du ihn liebst. Egal wie sehr er dich liebt. Mein Leben hatte ich erneut in die Hände eines Menschen gelegt, dabei ist man es selbst, der für einen Verantwortlich ist. Niemand sonst. Menschen können dich unterstützen, für dich da sein, dir helfen, zuhören. Aber im Ende bist du es, der die Entscheidungen trifft. Manchmal muss man Menschen gehen lassen um glücklich zu werden. Manchmal muss man sich dazu entscheiden, einen Menschen zu verlassen, um sich selbst nicht zu verlieren.
Als Drittes habe ich gelernt, dass die eigene Gesundheit das wichtigste ist, was wir haben. Stress macht Menschen krank. Stress hat mich krank gemacht. Zuerst psychisch und dann physisch. Die Gesundheit ist abhängig von dir selbst, deinen Ansichtsweisen, deinen Auffassungen und von den Menschen, die dich umgeben. Menschen, die einen krank machen, muss man verlassen.
Außerdem habe ich gelernt, dass ich mich selbst sehr wohl ausstehen kann, wenn ich mit Menschen bin, die mich so nehmen wie ich bin und wenn ich allein bin. Ich bin kein schlechter Mensch. Ich bin keine schlechte Freundin. Ich mache Fehler, aber das machen wir alle – und das ist normal und gut so.
Und als letztes habe ich gelernt, dass ein Neuanfang das komplette Leben verändern kann. Vor knapp einem Jahr bin ich erneut an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem alles den Bach runter ging. Meine Beziehung hatte mir Seiten an mir gezeigt, die ich selbst nicht von mir kannte. Die mir selbst Angst machten und mich mich selbst noch weniger ausstehen ließen. Meine Gesundheit war am A**** und generell hatte ich keinen Ausweg mehr gesehen. Ich bin geflüchtet von meinen Problemen und hatte eine Woche nicht zu Hause verbracht, sondern in einen komplett anderen Umfeld bei einer Freundin. Diese Zeit hatte mir gezeigt, dass ich glücklich sein kann, ohne alles was ich bis jetzt hatte. Zurück Zuhause habe ich mich getrennt, habe darüber getrauert, denn Trauern ist ein wichtiger Prozess, habe einen neuen Job gesucht und bin von Zuhause ausgezogen. Ich habe alles hinter mir gelassen, hinter allem einen Haken gesetzt und diese Entscheidung hatte ich zu keiner Sekunde bereut.
Ich habe Tage, die mich zurück werfen, Tage an denen es mir Gesundheitlich nicht gut geht und Tage an denen ich traurig bin. Doch ich habe Menschen kennen gelernt, die mir in jeder Lebenslage gut tun, fühle mich endlich Zuhause und habe verstanden was Liebe ist.
Liebe ist glücklich sein. Liebe ist Freundschaft und manche Freunde können Familie sein.
Liebe ist für mich nicht Familie. Liebe besteht für mich aus Menschen, die alles von mir von früher wissen und mich heute so kennen wie ich bin.
Liebe ist für mich meine Mitbewohnerin, Personen die mich glücklich machen und Akzeptanz.















