Wenn alles zu viel wird, schreibe ich es auf. Ich nehme mir einfach ein weißes Blatt Papier und schreibe alles auf. Beim ersten Satz muss ich vielleicht noch überlegen, aber danach sprudeln die Wörter nur so raus, dass ich Mühe habe, sie alle zu Papier zu bringen. Ich schreibe so schnell und unleserlich, dass es vermutlich außer mir niemand mehr entziffern kann. Aber das muss es auch nicht. Auch ich muss mir das nie wieder durchlesen. Hauptsache es ist raus aus meinem Kopf.
Ich mache das, wenn meine Depressionen mich wieder einnehmen, wenn ich wütend bin, wenn ich traurig bin oder auch einfach nur einen schlechten Tag hatte.
Ein zwei Tage liegt dieses Blatt zusammengefaltet auf dem Tisch. Danach kann ich es dann ruhigen Gewissens vernichten.
Auch wenn ich nicht gerne schreibe. Auch das ist wieder etwas, wozu man sich in einer Depression erst einmal aufraffen muss. Ich fühle mich hinterher so viel besser. Es fühlt sich an, als hätte ich das Gedankenchaos geordnet. Als hätte ich mit jemandem gesprochen, der alles für mich sortiert, damit ich am nächsten Tag wieder klarer denken kann.














