Präsenz auf dem Treppchen
Es ist ein Leichtes, sich in der Anonymität des Internets zu verstecken. Man kann tun und lassen, was man eben möchte. So gleicht die Anonymität dem ersten Schritt in den Horizont wahrer Freiheit. Nichts müssen, nichts sollen, nur dürfen, was man eben will. Vielleicht deswegen versteckt man sich vorschnell unter falschem Namen. Publiziert, veröffentlicht und nimmt als Synonym Einfluss auf die Welt. Die Wahrheit ist, will man echte Auswirkung, Bestand von Wahrheit oder These, dann muss Wissen auch auf einen Fundus zurückgeführt werden können. Sicher kann man sich mit Masse einen Namen aufbauen. Früher braucht Wissen eine Grundlage, einen Rückhalt, einen Beweis der Aussagekraft eines Individuums. Heutzutage reicht die Masse als Wirkung von Macht. Viele Follower, viele Likes, viele Aufrufe. Und schon bekommt ein Niemand Aufmerksamkeit, wird zum Garant einer Wahrheit, die er vertreten möge. Was braucht es also noch an Wissen? Macht durch Masse kann durch Kontinuität erreicht werden. Aber Wissen bedeutet üben, perfektionieren einer kreativen Ausdrucksform. Aus Fehlern und Rückschlägen lernen und niemals aufgeben. Der Algorithmus eines jeweiligen sozialen Netzwerkes bestimmt alleine, wem man zuhören möge, wem man das Wort und die Präsenz auf dem Treppchen einräume. Dabei sagt dieses fast schon Glücksspiel nichts über das Individuum aus, das die Lotterie gewinnt und in Reichweite abkassieren darf. Nur mal so.










